Juli 2014 spectra 105 - Arbeit und Gesundheit

Artikel in dieser Ausgabe

01.07.2014

Gesundheitsrisiko Arbeit

Berufsassoziierte Gesundheits­störungen. Gehörschäden bei Strassenbauarbeitern, Chemieallergien bei Coiffeusen oder Asbest-geschädigte Lungen bei Zimmerleuten: Rund 3000 solcher berufsbedingter Versicherungsfälle gehen bei der Suva jährlich ein. Neben diesen relativ klar definierten «Berufskrankheiten» gibt es eine um ein x-Faches höhere An­- zahl an Erkrankungen, die auch – aber nicht nur – durch die Berufstätigkeit verursacht sind: die sogenannten berufsassoziierten Gesundheitsstörungen, kurz: BAGS. Diese physischen und psychischen Leiden wie Stress oder Rückenschmerzen haben in den letzten Jahrzehnten drastisch zugenommen. Die Prävention von BAGS setzt eine intensive Vernetzung von Arbeitgebern, Präventionsspezialisten und Versicherungen voraus. mehr

01.07.2014

Arbeitsassoziierte Erkrankungen

Forum Prof. Dr. med. Brigitta Danuser. Berufsassoziierte Gesundheitsstörungen (BAGS) sind häufig, zudem zeigen alle Umfragen eine markante Zunahme seit den 90er-Jahren. Bei der Schweizerischen Gesundheitsbefragung von 2012 gaben 60% der Befragten an, unter Stress zu leiden, und rund 20% bezeichneten sich als chronisch gestresst mit Auswirkungen auf ihre Gesundheit. Unter den chronisch Gestressten ist das Risiko einer Depression fünfmal höher. Die durch Stress verursachten Kosten für die Arbeitgeber wurden vom SECO auf jährlich 10 Milliarden Franken geschätzt. Jeder zweite Befragte aus der Allgemeinbevölkerung hatte in den letzten vier Wochen Rückenschmerzen, wobei 18% sich deswegen medizinisch behandeln liessen. In Umfragen unter der arbeitenden Bevölkerung berichten 18% über arbeitsbezogene Rückenschmerzen und 13% (2010 sogar über 50%) über arbeitsbezogene andere muskulo­skelettale Schmerzen. Die verursachten ökonomischen Kosten von Rückenschmerzen betragen zwischen 1,6 und 2,3% des schweizerischen Bruttoinlandprodukts. mehr

01.07.2014

Aus erster Hand

Editorial Stefan Spycher. Die Zugehörigkeit zur Erwerbsgesellschaft ist ein wichtiger Faktor für die Gesundheit des Einzelnen. Erwerbsarbeit sichert nicht nur eine finanziell unabhängige Existenz. Sie schafft auch ein Gefühl des persönlichen Erfolgs, der Sicherheit und der Integration in die Gesellschaft. Arbeit birgt aber auch gesundheitliche Risiken, die über den etablierten Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz hinausgehen. Unter den Begriff der «berufsassoziierten Gesundheitsstörungen» fallen Krankheiten, welche nicht ursächlich auf die Arbeitsbedingungen zurückzuführen sind, jedoch bei der erwerbstätigen Bevölkerung häufiger vorkommen. mehr

01.07.2014

Psychische Gesundheit am Arbeitsplatz

Engagement in den Kantonen. In 16 von 23 Kantonen ist die betriebliche Gesundheitsförderung ein Thema. Mit einbezogen werden dabei auch die psychische Gesundheit bzw. die Gesundheitsförderung. In 11 Kantonen sind die Aktivitäten in ein kantonales Programm, einen Aktionsplan oder ein anderes Gesamtprogramm eingebettet. Das zeigt eine Umfrage des Netzwerks Psychische Gesundheit. mehr

01.07.2014

Rauchentwöhnung in der betrieblichen Gesundheitsförderung

Tabakprävention. Im Rahmen des Programms «Unternehmen rauchfrei» bietet die Lungenliga Schweizer Firmen umfassende Beratung und Unterstützung bei der Integration der Tabakprävention in die betriebliche Gesundheitsförderung. mehr

01.07.2014

Alkoholmissbrauch: Wirtschaft trägt grössten Schaden

Alkoholbedingte Kosten. Missbräuchlicher Alkoholkonsum belastet nicht nur Betroffene, sondern die ganze Gesellschaft mit über 4 Milliarden Franken pro Jahr. Zu diesem Schluss kommt eine vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) in Auftrag gegebene Studie. Den grössten Schaden trägt die Wirtschaft: Die jährlichen alkoholbedingten Produktivitätseinbussen belaufen sich auf 3,4 Milliarden Franken. mehr

01.07.2014

«Die Grenzen zwischen betrieblichem Gesundheitsmanagement und Unfallprävention sind fliessend.»

Interview mit Claudia Pletscher und Urs Näpflin. Der Mensch in unseren Breitengraden lebt gut 700 000 Stunden – rund 100 000 davon verbringt er mit Arbeit. Arbeit ist wichtig für das menschliche Wohlbefinden. Aber sie kann auch krank machen. Wie kann das verhindert werden? Wer ist in der Verantwortung? Bieten die gesetzlichen Regeln angemessenen Schutz? «spectra» hat zwei Suva-Spezialisten gefragt: Dr. med. Claudia Pletscher, Leiterin der Abteilung Arbeitsmedizin, und Dr. phil. Urs Näpflin, Leiter des Bereichs Betriebliches Gesundheitsmanagement. mehr

01.07.2014

«Das Label ‹Friendly Work Space› hat für uns als ‹Gesundheitsamt› eine ganz besondere Bedeutung.»

Dreimal drei Fragen. Die vorliegende Ausgabe von «spectra» befasst sich mit «Arbeit und Gesundheit». Was tut eigentlich das Bundesamt für Gesundheit (BAG) selber für die Gesundheit seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – gerade auch im Hinblick auf den Neubau, in den das Amt 2015 ziehen wird? Wir fragten Daniela Beeli, seit 2008 Verantwortliche für Betriebliche Gesundheitsförderung im BAG, Fabienne Kälin, Teilprojektleiterin Neubau BAG, und Stefan Spycher, Vizedirektor und Leiter Direktionsbereich Gesundheitspolitik des BAG. mehr