September 2014 spectra 106 - Lebensqualität im Alter

Artikel in dieser Ausgabe

01.09.2014

Lebensqualität – auch im hohen Alter

Forum Werner Schärer. Pro Senectute und die Kirchen haben unter dem Titel «Alles hat seine Zeit» eine gemeinsame Kampagne gestartet, die das «vierte» Alter ins Zentrum stellt. Wir unterscheiden heute zwischen einem «dritten», aktiven Alter, in welchem Frauen und Männer nach der Pensionierung ihre gewohnte Lebensweise weiterführen können, und einem «vierten», fragilen Alter, in welchem die Kräfte allmählich oder rasch nachlassen. Während für Menschen im dritten Alter die Autonomie im Vordergrund steht, sind Menschen des vierten Alters auf Unterstützung und oft auch auf Pflege angewiesen. mehr

01.09.2014

«Wir urteilen nicht darüber, ob der gewählte Lebensentwurf gut ist oder nicht.»

Interview mit Kaspar Zölch. Was passiert mit suchtkranken Menschen, wenn sie ein Alter erreichen, in welchem sie auf die Pflege und Betreuung in Alters- oder Pflegeheimen angewiesen sind? Noch gibt es wenige Einrichtungen, die sie aufnehmen. Im Solina in Spiez im Berner Oberland leben 180 pflegebedürftige Menschen. 10 von ihnen sind ehemalige Drogenabhängige, die mit Methadon oder Diaphin (pharmazeutischer Markenname für reines Heroin) substituiert werden, 25 weitere sind alkoholkrank. Standortleiter Kaspar Zölch schildert seine Erfahrungen mit seiner bunt gemischten Klientel und ihren ganz besonderen Bedürfnissen. mehr

01.09.2014

«Nach zehn Sekunden kommt eine Welle, als würde die Seele in ein warmes Bad steigen.»

Eine Begegnung mit Dominik Wyttenbach (Name von der Redaktion geändert), 38, der seit fünf Jahren im Solina in Spiez lebt. (siehe Hauptartikel Seite 4) mehr

01.09.2014

Aus erster Hand

Editorial Andrea Arz de Falco. Der französische General und Staatsmann Charles de Gaulles hat mal gesagt: «La vieillesse est un naufrage.» Das illustriert treffend, wie das Alter lange empfunden wurde – als Schiffbruch. In der Vormoderne blieb das Leben oft Fragment. Die Menschen starben in der Regel jung. Wer dennoch altern durfte, empfand es häufig als Last, wenn die Sinnpfeiler Arbeit und Familie wegfielen und sich zunehmend körperliche Beschwerden und Einsamkeit einstellten. mehr

01.09.2014

Safe Zone – ein Online-Portal für Suchtfragen

Suchtberatung. Angst vor Stigmatisierung, Unbehagen im persönlichen Kontakt oder unpassende Öffnungszeiten: Für viele Ratsuchende – gerade im Suchtbereich – ist die Schwelle zu einer Beratungsstelle zu hoch. Mit Safe Zone steht ihnen seit diesem Frühjahr ein professionelles, niederschwelliges Online-Portal für alle Suchtfragen zur Verfügung. mehr

01.09.2014

Globale Überwachung der Entwicklung der HIV/Aids-Epidemie

UNGASS-Bericht. Für 2015 berufen die Vereinten Nationen eine internationale Konferenz ein, um die Fortschritte der Umsetzung der Millenniumsziele im Kampf gegen HIV/Aids zu überprüfen und zu entscheiden, was nach 2015 zu tun ist. In dem dafür etablierten Monitoringsystem werden auch die Resultate aus der Schweiz erfasst. mehr

01.09.2014

«Natürlich gibt es nach dem Essen Espresso anstatt Café crème.»

Fünf Fragen an Philipp Kämpfer. Im Altersheim Domicil Schwabgut in der Stadt Bern finden betagte Menschen, die aus Italien stammen, ein Zuhause, wo ihre Sprache gesprochen und ihre Kultur gelebt wird. Geschäftsleiter Philipp Kämpfer schildert die Entstehung und die Besonderheiten dieses aussergewöhnlichen Angebotes. mehr

01.09.2014

Online-Weiterbildung für Gesundheitsfachleute

Migration und Gesundheit. Bei der medizinischen Versorgung von Menschen mit Migrationshintergrund kommt es oft zu Verständigungsschwierigkeiten. Mit dem neuen E-Learning «Interaktion und Qualität» des Bundesamts für Gesundheit können Gesundheitsfachleute ihre Kenntnisse und Kompetenzen verbessern. mehr

01.09.2014

​«Nicht mehr alles Machbare tun, zugunsten der Seelenruhe»

Palliative Care. Wenn nicht mehr Heilung oder lebensverlängernde Massnahmen, sondern Leidenslinderung und die ganz persönliche Lebensqualität des Patienten im Zentrum stehen, spricht man von Palliative Care. Diese wird in der Alterspflege zunehmend wichtig. Eine Broschüre zeichnet mit feinfühligen Geschichten von Betroffenen und Fachleuten ein berührendes Porträt dieses Ansatzes. mehr

01.09.2014

Das tückische «Gläschen in Ehren» der älteren Menschen

Alkoholismus im Alter. Jeder sechzehnte der über 60-jährigen Menschen in der Schweiz trinkt chronisch zu viel Alkohol. Ein Problem, dass oft nicht ernst genommen wird. mehr

01.09.2014

«Bald gibt es zwei Generationen im Ruhestand. Der Generationenvertrag muss auch zwischen ihnen ausgehandelt werden.»

Interview mit Pascal Couchepin. Der frühere Bundesrat empfängt uns an einem Donnerstagmorgen Anfang Juli. Pascal Couchepin, der im April 72 Jahre alt geworden ist, sitzt auf einer Holzbank vor seiner Familienvilla in Martigny im Unterwallis und beaufsichtigt zwei seiner Enkelinnen beim Spiel. Der grossgewachsene Senior trägt Jeans und eine grüne Freizeitjacke. Seine Gattin breitet ein buntes Tischtuch über den Gartentisch, aber weil die Sonne schon früh sehr heiss vom Himmel brennt, setzen wir uns in den Schatten auf die Terrasse. Pascal Couchepin serviert eigenhändig drei Espressi in zierlichen Tassen und streckt uns eine Tafel dunkle Schokolade entgegen: «Nehmen Sie sich bitte ein rechtes Stück», fordert er uns auf, «und schiessen Sie los mit Ihren Fragen!» mehr

01.09.2014

Grippe: erhöhtes Risiko bei über 65-Jährigen

Grippeimpfung. Die Grippe kann insbesondere bei Menschen mit erhöhten Komplikationsrisiken schwerwiegende Folgen haben. Davon betroffen sind auch Personen ab 65 Jahren. Von den bis zu 1500 jährlichen grippebedingten Todesfällen in der Schweiz entfallen 90% auf ältere Menschen. Eine jährliche Grippeimpfung von Seniorinnen und Senioren und ihres nahen Umfelds bietet Schutz. mehr

01.09.2014

Demenzstrategie – erste Projekte sind lanciert

Nationale Demenzstrategie 2014–2017. Die ersten vier Projekte in den Bereichen Sensibilisierung, Diagnostik, Finanzierung und Verbesserung der Datenlage sind lanciert. mehr

01.09.2014

Anreize schaffen für mehr Bewegung im Alltag

Ernährung und Bewegung. Der Gesundheitszustand der Menschen in der Schweiz wird zum grossen Teil von Faktoren ausserhalb der Gesundheitspolitik bestimmt. Solche Faktoren sind beispiels­weise der Bildungsstand oder das Einkommen. Aber auch der Arbeitsplatz, das Angebot an öffentlichen Verkehrsmitteln oder die Wohnlage haben Einfluss auf das Bewegungsverhalten und damit auf die Gesundheit des Einzelnen. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) unterstützt Projekte zur Förderung der Bewegung in verschiedensten Alltagsbereichen. mehr