Dezember 2014 spectra 107 - Nationale Strategien und Präventionsprogramme

Artikel in dieser Ausgabe

01.12.2014

Zur Minderung der negativen Folgen des Alkoholkonsums für den Einzelnen und für die Gesellschaft

Nationales Programm Alkohol. 2013 startete die zweite Phase des Nationalen Programms Alkohol (NPA), die bis 2016 dauert. In diesem Jahr stand die Weiterführung und Festigung des Allianzgedankens im Vordergrund. mehr

01.12.2014

Der Bund entwickelt zwei neue zukunftsweisende Strategien für die Prävention von nichtübertragbaren Krankheiten und Sucht

Strategien. Nichtübertragbare Krankheiten verursachen heute weltweit die meisten Todesfälle. In der Schweiz waren 2011 gemäss Bundesamt für Statistik 74,6% der Todesfälle bei den Männern und 75,9% bei den Frauen auf vier nichtübertragbare Krankheiten zurückzuführen: Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs, Krankheiten der Atmungsorgane und Diabetes. Bund und Kantone erarbeiten derzeit gemeinsam eine nationale Strategie zur Prävention nichtübertragbarer Erkrankungen. Dem Phänomen Sucht umfassender zu begegnen, ist das Hauptziel der Strategie Sucht, die im Auftrag des Bundesrates bis zum kommenden Frühjahr erarbeitet wird. Oberziel ist die Sicherstellung eines umfassenden und integrierten Suchthilfeangebots, welches Massnahmen der medizinischen Versorgung, der Schadensminderung, der Beratung und der Therapie umfasst, und das die soziale (Re-)Integration und die gesundheitliche Rehabilitation abhängiger Menschen fördert. Die Strategie Sucht soll Kontinuität gewähren und gleichzeitig einen suchtübergreifenden Handlungsrahmen abstecken, um neuen Suchtformen zu begegnen und übergreifende (umfassende) Herangehensweisen zu fördern. Die beiden Strategien werden die nationalen Programme im Bereich Alkohol, Tabak, Drogen sowie Ernährung und Bewegung ablösen, die Ende 2016 auslaufen. mehr

01.12.2014

Suizidprävention – eine ewig junge Forderung

Forum Barbara Weil. 2012 nahmen sich in der Schweiz 285 Frauen und 752 Männer das Leben. Sie hinterliessen je fünf bis zehn Angehörige und Nahestehende in grosser Trauer ob der unbegreiflichen Tat. mehr

01.12.2014

Aus erster Hand

Editorial Pascal Strupler. Noch vor ein paar wenigen Jahrzehnten bedrohten vor allem übertragbare Krankheiten das Leben unserer Eltern und Grosseltern. Die Erkenntnisse der Forschung und Medizin sowie sozialpolitische Massnahmen haben sie eingedämmt oder eliminiert. Die meisten Menschen sterben heute an nichtübertragbaren Krankheiten: Krebs, Herz-Kreislauf-Krankheiten und Diabetes heissen die grossen Bedrohungen für unsere Gesundheit. Wir leben zwar immer länger, werden aber in den letzten Lebensjahren immer anfälliger für diese Krankheiten. mehr

01.12.2014

Gemeinsam für eine Gesellschaft, in der weniger Menschen an den Folgen des Rauchens erkranken oder sterben

Nationales Programm Tabak. Der Bundesrat hat am 9. Mai 2012 das Nationale Programm Tabak um vier weitere Jahre bis Ende 2016 verlängert. Die Verlängerung gewährleistet die nachhaltige Wirkung bereits aufgenommener Präventionsaktivitäten. mehr

01.12.2014

«Prävention muss ein unabdingbarer Teil der Gesundheitsversorgung sein»

Sechs Fragen an Ursula Koch. Die Co-Leiterin der Abteilung Nationale Präventionsprogramme im Bundesamt für Gesundheit (BAG) ist jüngst von einem Weiterbildungsjahr in den USA zurückgekehrt. Wie sieht sie aus dieser internationa­len Perspektive die Schweizer Programme und Strategien zur Gesundheitsförderung und Prävention? mehr

01.12.2014

Für eine Gesellschaft, in der ausgewogene Ernährung und ausreichende Bewegung selbstverständlich sind

Nationales Programm Ernährung und Bewegung. Bund, Kantone und Gesundheitsförderung Schweiz engagieren sich gemeinsam mit einem breit abgestützten nationalen Programm für ausgewogene Ernährung und ausreichende Bewegung. Langfristiges Ziel ist es dabei, chronische Krankheiten wie Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes zu vermeiden. Eine Zwischenbilanz zur Halbzeit. mehr

01.12.2014

Das Massnahmenpaket Drogen – ein Erfolgsmodell

Massnahmenpaket Drogen – MaPaDro. Das «Massnahmenpaket Drogen» mit seinem Aktionsplan bildet seit gut zwei Jahrzehnten den Rahmen der erfolgreichen Schweizer Drogenpolitik. Es dient allen involvierten Akteuren als Grundlage ihrer Aktivitäten – sowohl den staatlichen auf Ebene Bund, Kantone und Gemeinden als auch den nichtstaatlichen wie den Fachverbänden und Netzwerken. Derzeit läuft das MaPaDro lll 2012– 2016. Ein Rück- und Ausblick. mehr

01.12.2014

Neuerungen bei der Weiterbildung Sucht

Weiterbildung Sucht. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) engagiert sich im Bereich Weiterbildung Sucht seit der Lancierung des ersten Massnahmenpakets Drogen im Jahr 1991. mehr

01.12.2014

«Heute sind die Drogenprobleme weniger dramatisch, aber komplexer»

5 Fragen an Markus Jann. Auf das Drogenelend der 80er- und 90er-Jahre reagierte die Schweiz mit einigen innovativen Ansätzen, unter anderem mit der heroingestützten Behandlung. Eingebettet wurden diese Massnahmen in die Vier-Säulen-Politik, bestehend aus Prävention, Therapie, Schadensminderung und Repression. Das aktuelle dritte Massnahmenpaket des Bundes zur Verminderung der Drogenprobleme (MaPaDro lll) für die Jahre 2012–2016 hat als oberstes Ziel die Verankerung und Weiterentwicklung dieser Vier-Säulen-Politik. «spectra» wollte von Markus Jann, dem Leiter der Sektion Drogen im Bundesamt für Gesundheit, mehr wissen über diesen Gesamtrahmen des drogenpolitischen Engagements des Bundes und seiner Partner. mehr

01.12.2014

Toni Berthel: «Substanzübergreifend, problemübergreifend, risikominimierend und mit einer parallelisierten Regulierung – so stelle ich mir eine kohärente Suchtpolitik vor.»

Interview mit Toni Berthel. Wie steht es heute, rund zwanzig Jahre nach Schliessung der offenen Drogenszenen, um die Drogenproblematik in unserem Land? Welche anderen Substanzen und Verhaltensweisen sind besorgniserregend? Wie soll die neue nationale Suchtstrategie aussehen und welche Akteure sollen wie zusammenarbeiten? «spectra» fragte einen, der es wissen muss: den Suchtexperten Toni Berthel mit drei Jahrzehnten Erfahrung, Psychiater und Psychotherapeut, Präsident der Eidgenössischen Kommission für Drogenfragen, ärztlicher Co-Direktor der Integrierten Psychiatrie Winterthur Zürcher Unterland. mehr

01.12.2014

Intensiver Austausch unter Fachleuten

Dritte Partnerplattform Tabakprävention. An der diesjährigen dritten Partnerplattform Tabakprävention haben über 90 Partner teilgenommen, um die Entwicklungen zu diskutieren und sich zum aktuellen Stand der Umsetzung des Nationalen Programms Tabak auszutauschen. Hauptthema war der Entwurf zum neuen Tabakproduktegesetz. mehr