Mai 2010 spectra 80 - Prävention rentiert!

Artikel in dieser Ausgabe

01.05.2010

Erste Schritte in Richtung Kosten-Nutzen-Analyse von Präventionsmassnahmen

Evaluation. Sind Massnahmen zu Prävention und Gesundheitsförderung nötig und ihr Geld wert? Drei vom Bundesamt für Gesundheit initiierte Pionierstudien liefern erstmals konkrete Zahlen zum Kosten-Nutzen-Verhältnis von staatlicher Prävention in den Bereichen Verkehrsunfälle, Tabak und Alkohol. Die Ergebnisse sind erfreulich, aber vorerst mit Vorsicht zu geniessen. mehr

01.05.2010

Kosten-Nutzen-Analysen neuer Leistungen – quo usque tandem abutere patientia nostra?

Forum Prof. Dr. med. Thomas D. Szucs. Wenn Sie der Meinung sind, dass die Mittel im Gesundheitswesen unendlich sind und dass wir das Geld und die Ressourcen nicht dorthin verteilen sollen, wo sie den grössten Nutzen für die grösste Anzahl Versicherte stiften, dann dürfen Sie getrost mit der Lektüre hier aufhören. Es sind eben genau diese Prämissen, die uns leiten, Wirtschaftlichkeitsanalysen, also Kosten-Nutzen-Analysen durchzuführen. Ein weiterer Irrtum liegt im Glauben, dass man solche Analysen nur für neue, teure Technologien fordern und durchführen soll. mehr

01.05.2010

Aus erster Hand

Editorial Stefan Spycher. Gut gemachte Prävention kann entscheidend zur Verbesserung der Gesundheit beitragen. Aber macht sie sich auch wirtschaftlich bezahlt? Kann die Prävention ein besseres Kosten-Nutzen Verhältnis nachweisen als das kurative Angebot? Diese Fragen sind berechtigt. Die Antworten sind aber nicht einfach zu finden. Die Analyse des wirtschaftlichen Nutzens von Gesundheitsförderung und Prävention stellt eine grosse wissenschaftliche Herausforderung dar. mehr

01.05.2010

Übergewicht belastet das Gesundheitsbudget schwer

Übergewicht und Adipositas. 2007 litten 37% der erwachsenen Schweizer Bevölkerung an Übergewicht. Schätzungen zufolge wird sich dieser hohe Anteil in den nächsten zehn Jahren kaum verändern. Übergewicht und Adipositas (Fettleibigkeit) verursachen derzeit jährlich 5,8 Milliarden Franken direkte und indirekte Gesundheitskosten. mehr

01.05.2010

Bei der Prävention gilt: «Je früher, desto besser»

Prävention und Gesundheitsförderung für Kleinkinder. Der Lebensabschnitt zwischen null und vier Jahren ist entscheidend für die Entwicklung eines Kindes hin zum gesunden Erwachsenen. Verschiedene Studien zeigen, dass präventive Massnahmen in dieser Zeit besonders effizient sind. Deshalb baut das Bundesamt für Gesundheit sein Engagement in diesem Bereich aus. mehr

01.05.2010

Verstehen kann heilen

Interkulturelles Übersetzen. Wenn Sprachbarrieren überbrückt werden, senkt dies Gesundheitskosten. Um dieses viel benutzte Argument für interkulturelles Übersetzen wissenschaftlich zu belegen, hat das Bundesamt für Gesundheit (BAG) die Vorstudie «Kosten und Nutzen des interkulturellen Übersetzens im Gesundheitswesen» in Auftrag gegeben. mehr

01.05.2010

«Es muss ein Anliegen des Staates sein, Chancengleichheit herzustellen.»

Interview mit Markus Zimmermann. Wer trägt die Verantwortung für die Gesundheit des Individuums und der Gesellschaft? Wie sollen die knappen Mittel für Prävention und Gesundheitsförderung eingesetzt werden? Ein Gespräch mit dem Ethiker und Moraltheologen Markus Zimmermann über die ethischen Herausforderungen in der Gesundheitspolitik. mehr

01.05.2010

«Laissons de côté, par souci d’équité, les mesures inefficaces au regard des coûts, car les moyens sont insuffisants, et investissons là où cela est pertinent et juste.»

5 Fragen an Philip Nielsen. Nielsen ist Psychologe und Psychotherapeut FSP in Genf und dort lokaler Verantwortlicher für die internationale Studie INCANT (INternational CAnnabis Need of Treatment) und Supervisor für Multidimensionale Familientherapie (MDFT). mehr

01.05.2010

Organspende und Spitex-Inanspruchnahme: Analyse aus der Genderperspektive

Gesundheit und Gender. Bei der Schweizerischen Gesundheitsbefragung 2007 wurden die Themen Organspendewilligkeit und Spitex-Inanspruchnahme aus der Geschlechterperspektive ausgewertet. mehr

01.05.2010

Die Tabakkampagne «Eigentlich logisch» hat die Menschen berührt

Evaluation Tabakkampagne 2009. Die auf Konsens ausgerichtete Tabakkampagne «Weniger Rauch, mehr Leben» ging 2009 mit dem Slogan «Eigentlich logisch» in das vierte Jahr. Sie erzielte bezüglich Wahrnehmung und Akzeptanz ähnlich hohe Werte wie die Kampagne 2008. Das Nichtrauchen hat sich als Selbstverständlichkeit etabliert. mehr

01.05.2010

Passivrauchschutz: Viele Kantone sind dem Bundesgesetz voraus

Tabakprävention. Am 1. Mai 2010 treten das Bundesgesetz und die Verordnung zum Schutz vor Passivrauchen in Kraft. Für die Mehrheit der Schweizer Bevölkerung wird das ein Tag wie jeder andere, denn die meisten Kantone haben bereits kantonale Regelungen zum Schutz vor Passivrauchen erlassen. In 14 Kantonen gibt es Regelungen, die strenger sind als das Bundesgesetz. mehr

01.05.2010

Erinnerungen an den Zürcher «Needle-Park»

Drogengeschichte 1968–2008. Das Drogenelend auf dem Zürcher Platzspitz erschütterte die ganze Welt. Der ehemalige Medizinprofessor Peter J. Grob beschreibt in seinem Buch «Zürcher Needle-Park» dessen Entstehungsgeschichte in einem breiten historischen Umfeld. mehr

01.05.2010

Impfwoche nimmt die Masern ins Visier

WHO/Schweiz. Vom 24. April bis 1. Mai 2010 führt das Regionalbüro für Europa der WHO zum fünften Mal die Impfwoche durch. Ein Ziel dieser Aktion ist ein weiterer Schritt hin zur Eliminierung der Masern in Europa. Aufgrund der guten Erfahrungen des letzten Jahres wird sich die Schweiz erneut an der Impfwoche beteiligen. mehr

01.05.2010

Grundlagenforschung für Prävention im Sexgewerbe

Sexwork und Gesundheit. Prostituierte sind vermehrt Risiken ausgesetzt, die das Wohlbefinden und den Gesundheitszustand beeinträchtigen. Die dreiteilige Studie «Der Sexmarkt in der Schweiz – Kenntnisstand, Best Practices und Empfehlungen» zeigt die Anknüpfungspunkte für effektive Präventions- und Gesundheitsförderungsstrategien in diesem Milieu auf. mehr