September 2010 spectra 82 - Herausforderung Sucht

Artikel in dieser Ausgabe

01.09.2010

Unterwegs zu einer zukunftsfähigen Suchtpolitik

«Herausforderung Sucht». Eine Suchtpolitik, die sich auf Abhängigkeit im Bereich Tabak, Alkohol und illegale Drogen konzentriert, greift heute zu kurz – oder an den dringlichsten Problemen vorbei. Um aktuellen und künftigen Realitäten im Suchtbereich zu begegnen, braucht es ein breiter gefasstes Verständnis von Suchtpolitik im Sinne des Public-Health-Ansatzes. Der Bericht «Herausforderung Sucht» beschreibt die Grundlagen eines solchen Ansatzes. mehr

01.09.2010

Herausforderung Sucht: Ein fruchtbarer Lernprozess

Forum François van der Linde. Die Aufgabenstellung war ambitiös: Ein Leitbild zu erstellen, das nicht nur Suchtmittel, sondern auch Verhaltensweisen mit Suchtpotenzial (z. B. Spielsucht) einbeziehen sollte. Ambitiös war auch die Arbeitsweise: Die drei bundesrätlichen Kommissionen im Suchtbereich (Alkohol, Tabak, Drogen) sollten diese Arbeit gemeinsam an die Hand nehmen. Erst recht ambitiös dann die Vorstellung, die am Schluss des Berichts formulierten Leitsätze umzusetzen. Ein erster Schritt ist gelungen: Der Bericht und die Leit­sätze liegen vor. mehr

01.09.2010

Aus erster Hand

Editorial Andrea Arz de Falco. Die Schweiz wird oft als Pionierland gelobt, wenn es um Suchtpolitik geht. Doch nicht nur sich ändernde gesellschaftliche Realitäten (24 –7-Gesellschaft, Beschleunigung und unbeschränkte Verfügbarkeit) und neue Herausforderungen in der Praxis (z. B. Überschneidung von Szenen, Mischkonsum) tragen neue Fragen und Herausforderungen an die schweizerische Suchtpolitik heran. Vielmehr lassen Erfahrungen aus der Praxis ebenso wie wissenschaftliche Erkenntnisse die Einsicht reifen, dass adäquate Antworten auf die vielfältigen Suchtprobleme dank eines integrierten Ansatzes erfolgreicher gestaltet werden können. mehr

01.09.2010

«Die Neurowissenschaften bringen Hoffnung für betroffene Personen»

5 Fragen an Prof. Jacques Besson. Was können aktuelle Erkenntnisse aus den Neurowissenschaften zur Suchtforschung, -behandlung und -politik beitragen? Der Medizinprofessor Jacques Besson, Leiter des Dienstes Sozialpsychiatrie des CHUV in Lausanne und Leiter des wissenschaftlichen Beirats der Schweizerischen Gesellschaft für Suchtmedizin, steht Red und Antwort. mehr

01.09.2010

«Die suchtpolitische Fachdiskussion in die Gesellschaft tragen»

Sozietales Lernen. Nach der letzten Folge der «Suchtakademie» im Tessin vom März 2009 zum Thema sozietales Lernen forderte die Expertengruppe Weiterbildung Sucht die Berufsverbände auf, die Diskussion mit den Akteuren aus dem Feld weiterzuführen. Jean-Félix Savary, Generalsekretär des GREA, fasst seine Eindrücke von der Tagung vom 24. Juni in Lausanne zusammen. mehr

01.09.2010

«Club Health Conference» zum ersten Mal in der Schweiz

Prävention in der Partyszene. Vom 7. bis 9. Juni 2010 fand in Zürich der internationale Club-Health-Kongress statt. Renommierte Forscherinnen und Forscher sowie über 200 Fachleute aus dem In- und Ausland diskutierten über neuste Erkenntnisse rund um das Thema Substanzkonsum und Gesundheit im Nachtleben. mehr

01.09.2010

«Es geht um Fragen des gesellschaftlichen Bewusstseins, die hoffentlich jetzt angeregt werden»

Interview Ilona Kickbusch & Bruno Erni. Anfang Juni präsentierte eine Expertengruppe, zusammengesetzt aus den drei Eidgenössischen Kommissionen für Alkohol, Tabak und Drogen, den Bericht «Herausforderung Sucht». Worin bestehen die grössten Herausforderungen für die Suchtpolitik der nächsten Zukunft? Wir fragten zwei an der Entstehung des Berichts massgeblich Beteiligte: die international aktive Public-Health-Spezialistin Prof. Ilona Kickbusch, Leiterin des Projekts «Herausforderung Sucht», und Bruno Erni, Präsident des Fachverbands Sucht und Mitglied der Eidgenössischen Kommission für Alkoholfragen. mehr

01.09.2010

Wie steht es um die Gesundheit von Menschen mit Migrationshintergrund?

Gesundheitsmonitoring. Dass der Gesundheitszustand der Migrantinnen und Migranten in der Schweiz schlechter ist als jener der einheimischen Bevölkerung, ist bekannt. Das zweite Gesundheitsmonitoring bei Personen mit Migrationshintergrund in der Schweiz (GMM ll) soll weitere Erkenntnisse zum Thema liefern. mehr

01.09.2010

Blick über die Grenzen des traditionellen Suchtkonzeptes

COROMA-Tagung. An der 8. «Journée COROMA» diskutierten Fachleute über die Grenzen der Suchtmedizin. mehr

01.09.2010

Fünf «Migrant-Friendly Hospitals» in der Schweiz

Migration und Gesundheit. Im Rahmen des Projekts «Migrant-Friendly Hospitals» entstehen in der Schweiz fünf Kompetenzzentren für eine migrantenfreundliche medizinische Versorgung. mehr

01.09.2010

Bund unterstützt kantonale Bedarfsanalysen

Gesundheit und Migration. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) lädt die Kantone ein, Gesuche zur Finanzierung einer Bedarfsanalyse im Bereich Gesundheitsförderung und Prävention einzureichen. Es soll untersucht werden, ob diese Angebote die Migrationsbevölkerung genügend miteinbeziehen oder ob diesbezüglich Veränderungen nötig sind. mehr

01.09.2010

Studien zur Spritzenabgabe und zum Verhalten als Instrumente zur HIV-Überwachung bei Drogeninjizierenden

IDU-Monitoring. Wie wirkungsvoll sind Massnahmen der Schadensminderung in der Drogenszene für die HIV/Aids-Prävention? Wie verhalten sich drogeninjizierende Personen (IDU) bezüglich HIV-Risiko? Wo sind Schwachstellen in der Prävention? Das IDU-Monitoringsystem liefert Antworten zu Fragen wie diesen. mehr

01.09.2010

Vernehmlassung zur Totalrevision des Alkoholgesetzes

Alkoholprävention. Der Bundesrat hat am 30. Juni 2010 die Vernehmlassung zur Totalrevision des Alkoholgesetzes eröffnet. Er legt Entwürfe für zwei neue Gesetze vor: ein Spirituosensteuergesetz und ein Alkoholgesetz. mehr

01.09.2010

In der Schweiz sind rund 250 000 Menschen alkoholabhängig

Alkoholsucht. Rund eine Viertelmillion der in der Schweiz lebenden ab 15-jährigen Personen sind alkoholabhängig. Dies ist das Resultat einer epidemiologischen Neueinschätzung, die von Sucht Info Schweiz durchgeführt wurde. Die aktuelle Zahl wurde aufgrund von heute anerkannten Methoden berechnet und bestätigt die bis anhin geltende Schätzung aus dem Jahr 1997 von rund 300 000 Alkoholabhängigen weitgehend. mehr

01.09.2010

Internet-Pornografie: ein Katalysator für Sexsucht

Verhaltenssüchte. Online-Sexsucht gilt als am stärksten verbreitete Form exzessiver Internetnutzung. Die Folgen für die Betroffenen, Partner, Familien, Jugendliche und die Gesellschaft sind schwierig abzuschätzen. Diese Sucht stellt verschiedenste Fachbereiche vor neue Herausforderungen. Am 16. Juni 2010 führte der Fachverband Sucht eine interdisziplinäre Fachtagung zum Thema durch. mehr