November 2010 spectra 83 - Gesundheitsfolgenabschätzung

Artikel in dieser Ausgabe

01.11.2010

Gesundheitsfolgenabschätzung: Instrument einer nachhaltigen Politik

Multisektorale Gesundheitspolitik. Was der Natur lieb ist, sollte der menschlichen Gesundheit teuer sein: Nach der Umweltverträglichkeitsprüfung gewinnt die Gesundheitsfolgenabschätzung (GFA) an Bedeutung. Mit ihrer Hilfe können in der Politik die möglichen Auswirkungen einer geplanten Massnahme auf die Gesundheit der Bevölkerung im Voraus abgeschätzt und beurteilt werden. Die Gesundheitsfolgenabschätzung schärft das Bewusstsein für gesundheitspolitische Anliegen auch in denjenigen politischen Bereichen, die ausserhalb der Gesundheitspolitik im eigentlichen Sinne liegen. Damit kann sie zu einem transparenten politischen Entscheidungsprozess beitragen und die politischen Rahmenbedingungen für die Gesundheit der Bevölkerung verbessern. mehr

01.11.2010

Gesundheitsfolgenabschätzung: (k)eine Alternative zur Nachhaltigkeitsbeurteilung

Forum Daniel Wachter. Gesundheitsförderung und nachhaltige Entwicklung haben viele Gemeinsamkeiten. Breit verstandene, auch die Lebensverhältnisse der Menschen einbeziehende Gesundheitsförderung berücksichtigt Gesundheitsdeterminanten, die sich mit den Postulaten einer nachhaltigen Entwicklung, wie sie etwa der Bundesrat in seiner diesbezüglichen Strategie von 2008 festhielt, stark überschneiden. Gesundheitsförderung und nachhaltige Entwicklung haben auch einen ähnlichen ethischen Grundgehalt, indem beide die Lebensqualität aller Menschen, also auch der benachteiligten, fördern wollen. mehr

01.11.2010

Aus erster Hand

Editorial Ursula Ulrich. «Darüber können wir jetzt nicht nachdenken, wir müssen sparen!» Das war Ende der 90er-Jahre die Antwort eines Gesundheitsdirektors auf meine Frage, ob sich die Regierung überlegt habe, welche Auswirkungen die soeben beschlossene Reduk­tion der Anzahl der Turn- und Sportlektionen im Gymnasium auf die aktuelle und künftige Gesundheit der jungen Leute haben könnte. mehr

01.11.2010

«Die Gesundheitsfolgenabschätzung öffnet Türen»

3 Fragen an Natacha Litzistorf und Antoine Casabianca. Seit einigen Jahren beschäftigen sich viele Kantone und andere Akteure mit Massnahmen zur Reduzierung der Gesundheitskosten. Mit starker Unterstützung von Studien, Verhandlungen zwischen den verschiedenen Partnern und Gesetzesänderungen werden neue Wege aufgespürt und untersucht. Zusätzlich zu dieser traditionellen Lösungssuche haben die Kantone Genf, Jura und Tessin zusammen mit equiterre, einer Organisation für nachhaltige Entwicklung, beschlossen, ihre Aktivitäten auf die Entwicklung eines neuen Instruments auszurichten, das der Entscheidungshilfe dient: die Gesundheitsfolgenabschätzung (GFA). Die GFA basiert auf dem Prinzip der Gesundheitsförderung und soll im Idealfall von Anfang an in ein Projekt integriert werden. Die GFA bezieht sich auf eine ganzheitliche Definition von Gesundheit im Sinne der WHO. Natacha Litzistorf, Leiterin von equiterre, und Antoine Casabianca, Leiter der Gesundheitsförderungsstelle des Kantons Tessin, beantworten drei Fragen zur GFA. mehr

01.11.2010

Wie Agrarpolitik auf die Gesundheit wirkt

Fallbeispiel Gesundheitsfolgen­abschätzung. Die Landwirtschaftspolitik eines Landes nimmt direkt Einfluss auf die Lebensmittelproduktion, auf die Natur, auf die Entwicklung der Landschaft und letztlich auch auf die Gesundheit der Gesamtbevölkerung. Agrarpolitik ist denn auch ein zentrales und lohnendes Untersuchungsobjekt für Gesundheitsfolgenabschätzungen. Zwei Beispiele, welche die gesundheitlichen Folgen der Agrarpolitik einerseits rückblickend evaluieren und andererseits voraus­blickend abzuschätzen versuchen. mehr

01.11.2010

Die «Gesundheitslupe»: multisektorale Gesundheitspolitik in der Praxis

Internationales. Die in Südaustralien eingesetzte «Gesundheitslupe» ist ein gutes Beispiel dafür, wie eine multisektorale Gesundheitspolitik fassbar werden kann. mehr

01.11.2010

«Gesundheit ist ein hohes, aber nicht immer das höchste Gut.»

Interview mit Ignazio Cassis. Was denkt der Tessiner FDP-Nationalrat und Gesundheitspolitiker Ignazio Cassis über die Chancen und Risiken der Einführung einer Gesundheitsfolgenabschätzung in der Schweiz? mehr

01.11.2010

«Gemeinsam gegen Grippe» wird fortgesetzt

Grippe-Kampagne 2010/2011. Die aktuelle Präventionskampagne gegen die saisonale Grippe setzt auf Kontinuität: Sie hält am Leit­gedanken und am Design der letztjährigen Pandemie-Kampagne fest und baut die Massnahmen zur Verbreitung des Grippe-Impfchecks aus. mehr

01.11.2010

Schweizer Pandemiebekämpfung im Check-up

Evaluationen. Zwei Expertenbeurteilungen zur schweizerischen Pandemiebekämpfung des H1N1-Grippevirus («Schweinegrippe») attestieren den verantwortlichen Akteuren ein grosses Engagement bei der Krisenbewältigung, decken aber auch Verbesserungspotenzial auf. mehr

01.11.2010

Gemeinschaftsgastronomie äussert sich zu Qualitätsstandards

Gesundheitsförderung. Anbietende und Konsumierende der Gemeinschaftsgastronomie stehen den im Dezember 2009 veröffentlichten Qualitätsstandards für eine gesundheitsfördernde Gemeinschaftsgastronomie grundsätzlich positiv gegenüber, äussern aber auch Bedenken. mehr

01.11.2010

Förderung des interkulturellen Übersetzens trägt Früchte

Migration und Gesundheit. Wenn es um die Gesundheit geht, ist es entscheidend, zu verstehen und verstanden zu werden. Fremdsprachige brauchen daher bei Beratungsgesprächen oder Arztkonsultationen nicht selten interkulturelle Übersetzung – eine Dienstleistung, die in der multikulturellen Schweiz zusehends an Bedeutung gewinnt. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) engagiert sich seit 2002 sehr aktiv in diesem Gebiet. mehr

01.11.2010

Das Bundesamt für Gesundheit plant mit Partnern eine neuartige Alkoholkampagne

Alkoholprävention. Die Gesellschaft sucht nach einem neuen Umgang mit dem Alkohol. Wie können wir einen genussvollen Umgang mit dem Kulturgut Alkohol praktizieren und vorleben, den Interessen von Gastronomie und Detailhandel Rechnung tragen – und gleichzeitig glaubwürdig den Exzessen und ihren Folgekosten entgegentreten? Es besteht Dis­kussionsbedarf! mehr

01.11.2010

2. Jahreskonferenz von actionsanté

Jahreskonferenz. Die 2. Jahres­konferenz von actionsanté fand am 9. November 2010 in Bern statt. mehr