November 2012 spectra 95 - Internet und Gefährdung

Artikel in dieser Ausgabe

01.11.2012

«Das Gesetz ist schliesslich über die Ausgabenbremse gestolpert, obwohl der Gesetzestext selber eine Mehrheit gefunden hat.»

5 Fragen an Felix Gutzwiller. nde September ist das geplante Präventionsgesetz knapp, aber endgültig gescheitert – der Ständerat weigerte sich, die dafür nötige Ausgabenbremse (zur Neuverteilung der Gelder) zu lösen. Die Gegner des Präventionsgesetzes befürchteten neue Vorschriften, zunehmende staatliche Bevormundung und einen Verlust der Kompetenzen der Kantone. Wir fragten den Medizinprofessor, Präventionsexperten und Zürcher FDP-Ständerat Felix Gutzwiller nach seiner Einschätzung der Hintergründe. mehr

01.11.2012

Und die Gamer?

Forum Niels Weber. In der Gamerszene trage ich vier Hüte: Ich bin verantwortlich für Projekte im Präventionszentrum Spielsucht «rien ne va plus – nichts geht mehr», für welches ich namentlich im Bereich Videospiele und elektronische Medien tätig bin. Aus­serdem arbeite ich als Psychologe FSP bei der Stiftung «Phénix» in Genf, die sich auf die Behandlung von Suchterkrankungen spezialisiert hat. Dort empfange ich Patienten, die exzessiv Videogames konsumieren, zu Familien- oder individuellen Beratungen. Ich bin zudem Sprecher der Vereinigung «Swiss Gamers Network», in der sich die Liebhaber von Videospielen aus der Westschweiz zusammengeschlossen haben und die auch Informationsanlässe zum Thema Videogames für Eltern oder andere interessierte Personen organisiert. Und schliesslich bin ich selbst seit mehr als 20 Jahren ein leidenschaftlicher Spieler. mehr

01.11.2012

Das neue Phänomen der exzessiven Nutzung von elektronischen Medien

Hyperkonnektivität und «Onlinesucht». Im Jahr 2010 haben der Fachverband Sucht und die Groupement romand d’études des addictions (GREA) im Auftrag des Bundesamts für Gesundheit (BAG) eine Bestandsaufnahme über Einschätzungen der Prävention und Behandlung von übermässigem Konsum von Internet und anderen elektronischen Medien in der Schweiz erstellt. Ein Resultat dieser Arbeit sind Empfehlungen für den Umgang mit diesem neueren Phänomen nach dem Vier-Säulen-Prinzip. mehr

01.11.2012

Aus erster Hand

Editorial Isabelle Widmer. Internet macht süchtig. Besonders bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen kann die extreme Anziehungskraft verschiedener Internetaktivitäten zu einem exzessiven und «suchtartigen» Gebrauch führen. Dieses Problem wird sich in den nächsten Jahren eher verschärfen, weil das Internet auf mobilen Geräten immer besser verfügbar wird. Mehr und mehr werden virtuelle und reale Welten verschmelzen. Dadurch erfährt die heranwachsende Generation eine völlig neuartige Sozialisation, deren gesellschaftliche Auswirkungen gegenwärtig kaum abschätzbar sind. mehr

01.11.2012

«Onlinesucht»: Wachsamkeit ist gefordert

Exzessive Internetnutzung. Der Bericht «Gefährdungspotenzial von Internet und Online-Games» des Bundesamts für Gesundheit schlägt in Sachen Onlinesucht noch keinen Alarm, er mahnt aber zur erhöhten Wachsamkeit. mehr

01.11.2012

Schleichwege für Tabakwerbung im Internet

Marketing im Internet. In vielen Ländern ist Tabakwerbung verboten oder eingeschränkt worden. Tabakfirmen finden aber im kaum kontrollierten und kontrollierbaren Web 2.0 immer neue Möglichkeiten, diese Verbote zu umgehen. mehr

01.11.2012

Herbstzeit ist Grippeimpfzeit

Grippeprävention. Pünktlich zur Grippesaison ruft das Bundesamt für Gesundheit wieder zur Grippe­impfung auf. Zwischen Mitte Oktober und Mitte November ist der ideale Zeitpunkt, sich impfen zu lassen. mehr

01.11.2012

Alkohol und Tabak: Konsum am Wochenende und Mischkonsum

Suchtmonitoring. Alkohol und Tabak gehören zu den am häufigsten konsumierten psychoaktiven Substanzen in der Schweiz. Sie werden auch von Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Ausgang als einzelne Substanz oder zusammen in besonderem Mass konsumiert. Die Ergebnisse aus dem Suchtmonitoring Schweiz des Bundesamt für Gesundheit zeigen auf, in welchen Bereichen der Präventionsarbeit noch Handlungsbedarf besteht. mehr

01.11.2012

Sag es, wie du willst, aber sag es

LOVE LIFE-Kampagne 2012/13. Am 12. Oktober 2012 haben das Bundesamt für Gesundheit und seine Partnerorganisationen die LOVE LIFE-Kampagne 2012/13 lanciert. Ihr Ziel ist es, ein Klima zu schaffen, in dem es Betroffenen leichter fällt, Sexpartner oder Sexpartnerinnen über ihre Geschlechtskrankheit zu informieren. mehr

01.11.2012

Blickfang «Lebensmittelpyramide» zog viele Besucher an

BAG-Stand am Comptoir Suisse. Das 93. Comptoir Suisse in Lausanne ist am 23. September 2012 erfolgreich zu Ende gegangen: Nicht weniger als 185 000 Personen besuchten die Westschweizer Herbstmesse. Viele davon fanden ihren Weg in den «Espace Nutri­tion» und damit an den Stand des Bundesamts für Gesundheit. mehr

01.10.2012

«Es ist wichtig, vorausschauend zu handeln, bevor das Problem grössere Ausmasse annimmt.»

Interview mit Barbara Schmid-Federer und Erika Forster-Vannini. Wie gefährlich ist das Internet? Und wie soll man junge Menschen davor schützen, dass sie abhängig von elektronischen Medien werden? Mit zwei Postulaten verlangten die Nationalrätin Barbara Schmid-Federer und die Ständerätin Erika Forster-Vannini vom Bundesrat Antworten auf diese Fragen (siehe Artikel Seite 5). Nun liegt ein Expertenbericht vor, und «spectra» traf die beiden Politikerinnen zum Gespräch. mehr