Januar 2017 spectra 115 - Prävention in der Gesundheitsversorgung

Artikel in dieser Ausgabe

18.01.2017

Die Prävention als selbstverständlichen Bestandteil der Gesundheitsversorgung verankern

Prävention in der Gesundheitsversorgung. In seiner Strategie Gesundheit2020 hat der Bundesrat die Erarbeitung und Umsetzung einer Strategie nichtübertragbarer Krankheiten (NCD) als eine seiner gesundheitspolitischen Prioritäten definiert. Die strategischen Ziele und die dazu gehörigen Massnahmen wurden zusammen mit der Strategie Sucht und dem Programm für psychische Gesundheit erarbeitet und Ende 2016 vom Bundesrat und vom Dialog Nationale Gesundheitspolitik gutgeheissen. Dank ihnen kann die Vorbeugung und Bekämpfung von nichtübertragbaren Krankheiten weiter verstärkt werden. Eines der Hauptanliegen der NCD-Strategie ist es, die Prävention besser in der Gesundheitsversorgung zu verankern, um chronische Krankheiten einzudämmen und weiteren Kostensteigerungen Einhalt zu gebieten. Doch wie soll das geschehen? Was wurde bis heute dafür getan? Und lässt sich der Nutzen schon abschätzen? mehr

18.01.2017

Aus erster Hand

Editorial Eva Bruhin. Die WHO schätzt, dass die chronischen Krankheiten zu mehr als der Hälfte durch präventive Massnahmen verhindert oder zumindest verzögert werden könnten. In der Schweiz sind es rund 2 Mio. Menschen, die von chronischen Krankheiten betroffen sind. mehr

18.01.2017

"Der ökonomische Druck und der administrative Aufwand haben in den letzten Jahren den Raum für Interprofessionalität eher eingeschränkt."

Interview mit Carlos Beat Quinto. Im «spectra»-Gespräch erfahren wir, wie sich die FMH den Herausforderungen des sich abzeichnenden Paradigmenwandels im Gesundheitssystem stellt, d.h. der Integration der Prävention in die Gesundheitsversorgung, der zunehmenden Vernetzung zwischen den Gesundheitsberufen und was das für den Arztberuf heute und künftig bedeutet, sprich: Welche neuen Anforderungen kommen allenfalls dazu und wie wird sich die Ausbildung in 5, 10 Jahren verändern? Welche finanziellen Herausforderungen gibt es? Und nicht zuletzt möchten wir von ihm erfahren, welche Schwerpunkte er in seiner Amtszeit legt und welche Schwierigkeiten und Chancen sich abzeichnen. mehr

18.01.2017

«Interprofessionelle Zusammenarbeit bedingt, dass Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten geklärt sind.»

Interprofessionalität. Der Interprofessionalität wird in Prävention und Gesundheitsversorgung künftig eine wichtige Rolle zugesprochen. Claudia Galli, Präsidentin des Schweizerischen Verbandes der Berufsorganisation im Gesundheitswesen SVBG, hat uns zur Sicht der Gesundheitsberufe darauf Rede und Antwort gestanden. mehr

18.01.2017

Gesundheitscoaching im Tessin – das Pilotprojekt «Girasole»

Girasole. Seit Oktober 2016 rekrutiert der Kanton Tessin die ersten Patientinnen und Patienten im Rahmen des Pilotprojekts «Girasole». Dieses Pilotprojekt, das vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) zwei Jahre lang unterstützt wird, soll die Risikofaktoren für nichtübertragbare Krankheiten bei erwachsenen Patientinnen und Patienten reduzieren, die ihren Hausarzt oder ihre Hausärztin aufsuchen. Bewegung gilt dabei als Schlüsselfaktor. Im Mittelpunkt dieser Intervention steht die motivierende Gesprächsführung. Das Pilotprojekt ist Teil der neuen Nationalen Strategie zur Prävention nichtübertragbarer Krankheiten (NCD- Strategie), die vom Bundesrat im April 2016 verabschiedet wurde. mehr

18.01.2017

Pilotprojekt «Girasole»

Infografik. «Girasole» ist ein Pilotprojekt, das der Kanton Tessin und das BAG gemeinsam entwickelt haben. Hauptziel des Pilotprojekts ist es, bei denjenigen Patienten eine Verhaltensänderung zu erwirken, die ein erhöhtes Risiko für nichtübertragbare Krankheiten aufweisen (durch eine unausgewogene Ernährung, Tabak- oder exzessiven Alkoholkonsum oder Bewegungsmangel). Ein besonderer Akzent wird auf die Förderung der körperlichen Aktivität gelegt. Die Hausärzte wenden die beiden Interventionstechniken der motivierenden Ge sprächsführung und der gemeinsamen Entscheidungsfindung an, was einen qualitativ verbesserten Austausch mit Patienten ermöglicht. Einerseits motiviert, begleitet und bestärkt der Arzt mit diesen Techniken seine Patienten hin zu einem gesünderen Lebens stil. Dies unter der Voraus setzung, sie wünschen eine entsprechende Verhaltensänderung. Andererseits steigert es deren Kenntnisse und Kompetenzen im Umgang mit ihrer Gesundheit. mehr

18.01.2017

Ein intelligenter Mittelweg zwischen kompletter Inaktivität und intensivem Sport

Activdispens. Activdispens. Vom Schulsport dispensiert und doch sportlich aktiv sein? Mit «activdispens» wurde ein innovatives Angebot für Schülerinnen und Schüler geschaffen, die aus ärztlicher Sicht und aus Sicht von Sportlehrpersonen vorübergehend nicht am regulären Sportunterricht teilnehmen können. Sie erhalten damit ein Alternativprogramm geboten, welches ihren Genesungsverlauf positiv beeinflusst. Das Projekt wurde 2013 von der Schweizerischen Arbeitsgruppe für Rehabilitationstraining (SART) und dem Schweizerischen Verband für Sport in der Schule (SVSS) ins Leben gerufen. Es wird vom Universitäts-Kinderspital beider Basel und dem Bundesamt für Gesundheit unterstützt. mehr

18.01.2017

Lust statt Frust beim Reden über Alkohol

Früherkennung. frustrieÜbermässiger Alkoholkonsum verursacht viel Leid und hohe Kosten. Je früher Alkoholprobleme erkannt werden, umso einfacher kann süchtig machendes Verhalten verändert werden. Ärztinnen und Ärzte leisten einen wichtigen Beitrag zur Früherkennung, wenn sie ihre Patientinnen und Patienten auf den Alkoholkonsum ansprechen. Doch das will gelernt sein! mehr

18.01.2017

Die «vergessenen Kinder» sichtbar machen – Kinder psychisch kranker Eltern

Psychische Gesundheit. Kinder bedeuten Zukunft. Damit sie sich auf ihrem Weg ins Erwachsenenleben bestmöglich entfalten können, benötigen sie stabile Beziehungen. Psychisch erkrankten Elternteilen ist es aber oft nicht möglich, ihren Kindern genau das zu geben. Lange Zeit galten Kinder psychisch erkrankter Eltern deshalb als «vergessene Kinder», und ein Blick auf sie blieb häufig auch von Seiten der Versorgung aus. Wikip, das Winterthurer Präventions- und Versorgungsprojekt für Kinder psychisch kranker Eltern, arbeitet seit 2010 daran, Lösungen für die bedarfsgerechte Unterstützung und eine angemessene Versorgung der betroffenen Familien zu etablieren. Nach dem Vorbild integrierter Versorgungsmodelle bindet das Projekt heute alle relevanten regionalen Versorgungssysteme in die Arbeit ein. mehr

18.01.2017

Selbst ein sehr geringer Zigarettenkonsum hat Auswirkungen auf die Gesundheit

Fünf Fragen an Prof. Jacques Cornuz. Der Direktor der medizinischen Universitätspoliklinik in Lausanne engagiert sich stark in der Lehre und Forschung, und spezifisch im Bereich der Tabakentwöhnung. Wir sprachen mit ihm über die Kurzinterventionen zum Rauchstopp. mehr

18.01.2017

Passanten erzählen, wie sie den Rauchstopp geschafft haben

Rauchstopp. Fast eine Million Menschen in der Schweiz wollen endlich aufhören zu rauchen. Das wissen wir aus Umfragen. Passanten erzählen in Smoke-Free-Spots, wie sie den Rauchstopp erfolgreich umgesetzt haben. Dabeigibt es auch sehr persönliche Wege. mehr

18.01.2017

«Evivo tut gut!»

Forum Dr. Jörg Haslbeck. Ganz offen vorneweg: Ich bin ein Fan von Selbstmanagementförderung bei chronischer Krankheit, v. a., wenn dabei «peers» beteiligt werden, also Personen, die wegen ähnlicher Krankheits- und Alltagserfahrungen in vergleichbaren Lebenssituationen sind. Was Selbstmanagement ist, lässt sich schnell beantworten: Alles, was Patienten und Angehörige jeden Tag tun, um mit einer Krankheit und ihren Folgen umzugehen. Werden sie hier von Fachpersonen und «peers» unterstützt, nennt sich das Selbstmanagementförderung. Dies greift jetzt die NCD-Strategie 2017–2024 auf. Unter anderem sollen solche Selbstmanagementangebote für chronisch Kranke gefördert werden – und zwar mit Einbezug der Betroffenen. mehr