Die neuesten Beiträge auf spectra online

13.09.2017

Schadensminderung im Spannungsfeld von medizinischer Praxis und öffentlicher Wahrnehmung

Sucht. PD Dr. med. Marcus Herdener ist Leiter des Zentrums für Abhängigkeitserkrankungen und stellvertretender Chefarzt der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik an der Psychiatrischen Universitätsklinik in Zürich. Er verfügt über langjährige Erfahrung in der Behandlung suchtkranker Menschen und setzt sich stark für das Konzept der Schadensminderung ein. mehr

12.09.2017

Online- Suchtberatung: Webportal SafeZone.ch auch auf Französisch

Sucht. Die Online-Suchtberatung SafeZone.ch ist neu auch auf Französisch verfügbar. Nach dem Erfolg in der deutschen und italienischen Schweiz können nun auch die französischsprachigen User ihre Fragen zum Thema Sucht und Substanzkonsum an Expertinnen und Experten richten. Diese beraten persönlich und kostenlos online über E-Mail oder einen individuellen Chat. Die Anonymität ist gewährleistet, sodass die User offen über sehr persönliche Probleme sprechen können. mehr

06.09.2017

actionsanté blickt auf 2016 zurück

Bern, 6.9.2017 - Die gesündere Wahl im Alltag – das wollen das Bundesamt für Gesundheit BAG und das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV durch die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft im Rahmen von actionsanté erreichen. Bis Ende 2016 konnten seit der Lancierung insgesamt 37 Aktionsversprechen mit 23 Partnern umgesetzt werden. Wie vielfältig die Aktivitäten von actionsanté sind, illustriert der jährliche Tätigkeitsbericht. Er dokumentiert die Aktionsversprechen des vergangenen Jahres und bietet einen Blick in die Zukunft. mehr

04.09.2017

Aus erster Hand

Editorial. Sucht ist eine Krankheit (1). Sucht kann aber auch Marginalisierung bedeuten. Einsamkeit. Verschuldung. Sucht kann zum Verlust von Arbeit führen, zum Verlust des sozialen Umfelds und zum Verlust von Lebensfreude. Im Vorfeld eines Suchtverhaltens bestehen oftmals tieferliegende psychische Probleme. Die neue Strategie Sucht des Bundes geht deshalb von einem gesamtheitlichen, biopsychosozialen Krankheitsmodell aus, das körperliche, psychische und sozioökonomische Faktoren einbezieht und Sucht nicht als Zustand, sondern als dynamischen Prozess betrachtet. mehr

04.09.2017

Die Weichen für die neue Suchtstrategie sind gestellt

Suchtpolitik. Der Mensch hat seit jeher bewusstseinsverändernde Substanzen konsumiert, und was eine Gesellschaft unter Sucht versteht, verhandelt diese immer wieder neu. Neben Substanzen wie Alkohol, Tabak, Drogen und Medikamenten kommen neue Substanzen wie Neuro-Enhancer hinzu, während Opiate, die lange im Vordergrund der Aktivitäten von Suchthilfe und -politik standen, in den letzten Jahren an Bedeutung verloren haben. Nebst den anhaltenden Problemlasten, die durch risikoreichen Alkohol- sowie Tabakkonsum entstehen, heisst es auch, sich den neueren Erscheinungsformen der substanzungebundenen Abhängigkeiten zuzuwenden. Die in diesem Jahr angelaufene Nationale Strategie Sucht nimmt sich substanz- wie auch suchtformübergreifend des ganzen Spektrums von Abhängigkeit und Sucht an. Die Strategie nimmt Sucht als umfassendes Phänomen in den Blick, das von wechselwirkenden biologischen, psychologischen und sozioökonomischen Aspekten beeinflusst sowie von aktuellen Konsumtrends und kulturellen Verhaltensweisen abhängig ist. Zusammen mit der NCD-Strategie (1) löst sie ab 2017 die Nationalen Präventionsprogramme Alkohol, Tabak sowie das Massnahmenpaket Drogen ab. mehr

04.09.2017

Früherkennung und Frühintervention im Wandel

F+F. Die Früherkennung und Frühintervention (F+F) hat ihren Ursprung in der Arbeit mit gefährdeten Kindern und Jugendlichen. Das vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) entwickelte psychosoziale Gefährdungsmodell (1) geht davon aus, dass etwa 10 bis 20 Prozent der Jugendlichen gefährdet sind, gesundheitliche Probleme oder psychische Belastungen zu entwickeln. mehr

04.09.2017

Stigma – die zweite Krankheit

Psychische Gesundheit. Stigmatisierung ist eine Form sozialer Diskriminierung. Sie stellt für Menschen mit psychischen Erkrankungen eine zusätzliche Belastung zur eigenen Krankheit dar – auch für ihre Angehörigen. Suchterkrankte sind besonders von Stigmatisierung betroffen und werden mehrfach marginalisiert. mehr

04.09.2017

Weiterentwicklung von intermediären Angeboten

Versorgung im Wandel. Menschen, die an einer Sucht leiden, sind häufig auf mehreren Ebenen belastet. Suchterkrankungen haben einerseits Auswirkungen auf die körperliche Gesundheit, aber auch auf die Psyche, das soziale Umfeld und die soziale Integration. mehr

04.09.2017

«Suchtkranke sind nicht schuld an ihrer Sucht, es ist ein gesamtgesellschaftliches Problem und wir reden von einer Mitverantwortung.»

Interview mit Julia Wolf. Welche Verhaltensweisen wünscht sich eine Gesellschaft in Bezug auf den Suchtkonsum oder ein Suchtverhalten? Welche verwünscht sie? Was darf eine Gesellschaft verlangen und was sollte sie zur Verfügung stellen? Können uns die Ethik, Natur- und Sozialwissenschaften darauf eine Antwort geben? In der Diskussion um diese Fragen in der Suchtproblematik plädiert unsere Gesprächspartnerin Julia Wolf für Kohärenz, Sachlichkeit und Wertfreiheit. Wir diskutieren mit ihr weiter darüber, weshalb die Stärkung der Eigenkompetenz und der Entwicklung eines Risikomanagments von Kindesbeinen an wichtig ist. mehr

04.09.2017

«Safer Smoking»?

Chancen und Risiken der Schadensminderung. Die Verdienste der Schadensminderung bei der Bekämpfung von übertragbaren Krankheiten im Drogenbereich und der Reduktion von drogenbedingten Todesfällen sind unbestritten. Doch inwiefern lässt sich dieser Ansatz auf die legalen Suchtformen übertragen? spectra diskutiert mögliche Chancen und Risiken der Schadensminderung bei legalen Substanzen am Beispiel des Tabakkonsums. mehr