12.12.2018 Aktionsplan zur Nationalen Strategie zu Impfungen ist bereit zur Umsetzung

Aktionsplan. Impfungen gehören zu den wirksamsten und kostengünstigsten medizinischen Präventionsmassnahmen. Das Impfsystem in der Schweiz hat aber noch Schwachstellen: Der Zugang zu Impfungen ist nicht immer einfach. Teile der Bevölkerung sind verunsichert, ob einzelne Impfungen Sinn machen und wirken. Und die Rollen und Verantwortlichkeiten der Akteure sind zum Teil unklar.

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Daher hat der Bundesrat im Januar 2017 die Nationale Strategie zu Impfungen (NSI) verabschiedet, welche die Voraussetzungen schafft, um den Schutz der Bevölkerung vor impfverhütbaren Infektionskrankheiten zu verbessern. Die Strategie ist die Grundlage für den nun publizierten «Aktionsplan Nationale Strategie zu Impfungen», der die wesentlichen Elemente und Massnahmen für die Umsetzung definiert. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat den Aktionsplan in einem partizipativen Prozess zusammen mit den betroffenen Organisationen und Institutionen erarbeitet und nach einer Konsultation bei den Kantonen und den involvierten Akteuren im Herbst 2018 fertiggestellt.

Der Aktionsplan beschreibt im Detail die Rollen und Verantwortlichkeiten der verschiedenen Akteursgruppen und konkretisiert 28 unterschiedliche Massnahmen in acht thematischen Massnahmenpaketen: (1) Impfplan und Hilfsmittel, (2) Ausbildung, (3) Austausch, (4) Kommunikation, (5) Settings, (6) Versorgung, (7) Evaluation und (8) spezifische Strategien. Die Massnahmenpakete ergeben sich aufgrund der thematischen Zusammengehörigkeit und der beteiligten Umsetzungspartner. Die Massnahmen sind nach Dringlichkeit und Bedeutung für die Zielerreichung der NSI im Aktionsplan priorisiert. Der Aktionsplan NSI dient den involvierten Akteuren als Orientierungshilfe und soll sie dabei unterstützen, ihren Beitrag zur erfolgreichen Umsetzung der NSI leisten zu können.

Bei der Umsetzung des Aktionsplans haben die Kantone bei mehreren Massnahmen die Federführung und nehmen damit eine Schlüsselrolle bei der Umsetzung ein. Eine gute Zusammenarbeit des Bundes mit den Kantonen ist für die erfolgreiche Umsetzung ein wichtiger Aspekt. Entsprechend arbeitet die Programmleitung eng mit der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK) und dem Vorstand der Vereinigung der Kantonsärztinnen und Kantonsärzte der Schweiz (VKS) zusammen.

Erste Massnahmen aus dem Aktionsplan sind bereits in Erarbeitung, zum Beispiel ein Kommunikationskonzept, das eine langfristige und strategisch ausgerichtete Kommunikation sicherstellen soll. Zudem wurden Analysen zum Stand der Aus-, Weiter- und Fortbildung von Gesundheitsfachpersonen sowie zu deren Kenntnissen und Haltungen gegenüber Impfungen durchgeführt. Auch Abklärungen zur besseren Darstellung des Schweizerischen Impfplans und zu einem intensiveren interdisziplinären und interkantonalen Austausch sind in Arbeit sowie Massnahmen zur verbesserten Impfstoffversorgung.

Nicht zuletzt hat das BAG die notwendigen Abklärungen für den geplanten Antrag an die Eidgenössische Kommission für allgemeine Leistungen und Grundsatzfragen (ELGK) zur Franchisebefreiung von Impfungen eingeleitet.

Weitere Informationen

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Bundesamt für Gesundheit BAG,
Abteilung Übertragbare Krankheiten,
, Telefon +41 58 463 87 06 (Sekretariat)

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