20.06.2017 Aufs Velo am Mittwoch!

Velo-Mittwoch. Das Velofahren in der Schweiz erhält neuen Schwung. Zum 200. Geburtstag des Velos lanciert Pro Velo Schweiz zusammen mit dem Bundesamt für Gesundheit (BAG), EnergieSchweiz und Engagement Migros den Velo-Mittwoch. Botschafter und erster Teilnehmer dieser Mitmachaktion ist der mehrfache Weltmeister und Olympiasieger Fabian Cancellara.

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TODO CHRISTIAN

v.l.n.r.: Patrick Kutschera/Geschäftsführer EnergieSchweiz, Leila Hauri/Projektleiterin Engagement Migros, Pascal Strupler/Direktor Bundesamt für Gesundheit, Fabian Cancellara/Radrennprofi, Matthias Aebischer/SP-Nationalrat

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Copyright: Keystone/Anthony Anex

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Am 13. Juni spielt auch das Wetter mit. Eine Gruppe von motivierten Menschen ist in Wort und Tat und bei Sonnenschein für die neue nationale Kampagne Velo-Mittwoch in die Pedalen getreten.  

Mit Velofahren den Kopf lüften

An der Medienlancierung erklärt der mehrfache Radweltmeister und Olympiasieger Fabian Cancellara, dass er bereits während der Lehre am Mittwoch-Nachmittag lieber Velo gefahren ist, als dass für die Schule gelernt hat. Das hat sich im Nachhinein bewährt. Er hebt die Bedeutung einer solchen Kampagne mit den Worten hervor: «Wenn nichts vorhanden ist, wird auch nichts gemacht.» Für ihn ist das Velo immer noch wichtig, um den Kopf zu lüften und für seine eigene Gesundheit. Ausserdem will er sich mit seinem Engagement dafür einsetzen, dass die Jugendlichen im Zeitalter der Digitalisierung wieder mehr Velofahren.  

Nationalrat Matthias Aebischer erläutert das Ziel des Velo-Mittwochs, die Menschen in der Schweiz wieder mehr zum Velofahren zu motivieren. Im Ausland funktioniert das bereits sehr gut. Und mehr Bewegung ist wichtig, weil Übergewicht ein zunehmendes gesundheitliches Problem ist. Ausserdem können über 500 Preise im Wert von 25‘000 CHF gewonnen werden.  

Engagement von EnergieSchweiz und Engagement Migros

Patrick Kutschera, der Geschäftsführer von EnergieSchweiz führt aus, dass er als kleiner Junge mit seinem tollen Velo der Chef in seinem Wohnquartier war und das Velo ihm erlaubte, aus dem Quartier auszubrechen und die Stadt zu erkunden. Das hat ihm eine neue Freiheit gegeben. Heute fährt er aus gesundheitlichen Gründen Velo, weil seine Knie das Joggen nicht mehr erlauben. Und er fährt mit dem Velo zur Arbeit. So kommt er schnell und effizient vorwärts und könne den Sonnenaufgang geniessen.

Patrick Kutschera lobt das Velo als das energieeffizienteste Fortbewegungsmittel. EnergieSchweiz beteiligt sich deshalb am Velo-Mittwoch, weil der Verkehr rund einen Drittel der Energie verbraucht und für einen Drittel der CO2-Emissionen verantwortlich ist. Der Umstieg vom Auto aufs Velo verfügt über einen enormen Effizienz-Gewinn und legt ein riesiges Potenzial in der Mobilität frei. Die Jugendlichen in der Schweiz wieder vermehrt auf das Velo als Fortbewegungsmittel zu bringen, ist der zweite Grund, weshalb EnergieSchweiz den Velo-Mittwoch unterstützt. Seine Schlussworte ans Publikum: «Steigen Sie um aufs Velo, es macht glücklich.»  

Leila Hauri, Projektleiterin von Engagement Migros, erklärt, dass der Migros-Förderfonds Pionierprojekte wie den Velo-Mittwoch nicht nur unterstützt, sondern gar ein Coaching für solche Pilotprojekte anbietet. Gemäss Mikrozensus Mobilität und Verkehr bewegt sich die Bevölkerung in der Schweiz 37 Kilometer pro Tag. Allerdings wird davon ein Grossteil im Auto zurückgelegt, obwohl viele dieser Wegstrecken sehr kurz sind und die Gesellschaft generell neue Wege bei der CO2-Emission und Engpässen auf Strassen und Schienen gehen sollte. Auch die WHO weist darauf hin, dass Bewegungsmangel der viertgrösste Risikofaktor für eine vorzeitige Sterblichkeit ist. Der Velo-Mittwoch setzt dort auf spielerische Weise an.  

Gemeinsam sind wir stark

Pascal Strupler, Direktor des Bundesamts für Gesundheit (BAG) freut sich, dass nicht immer nur das BAG gesundheitsförderliche Aktionen lanciert, sondern auch andere Bundesämter wie hier das Bundesamt für Energie. So werden viel mehr Menschen erreicht. Pascal Strupler gesteht, dass er ein spezielles Verhältnis zum Velofahren hat. Er steigt zwar jeden Morgen aufs Velo, kommt jedoch seit Jahren nicht mehr vorwärts und sieht auf seinem Hometrainer landschaftlich nicht viel. Dafür kommt er nicht verschwitzt zur Arbeit. Wichtig ist, dass Velofahren Spass macht. Dass es auch noch gesundheitsfördernd ist, zeigt auch eine Studie von Glasgow: Velofahren zur Arbeit reduziert das Krebs- und Herzerkrankungsrisiko um 50 Prozent.

Den Bewegungsdrang von Kind an fördern

Gemäss Bewegungsempfehlungen sollte man sich mindestens 2.5 Stunden pro Woche bewegen. Bei einer Bergfahrt reichen schon 1.5 Std. pro Woche. Der Bewegungsdrang von Kleinkindern sollte daher von Anfang an unterstützt werden. Seit 2008 bewegen sich Kinder und Jugendliche in der Schweiz zu wenig. Aktionen wie der Velo-Mittwoch können dazu beitragen, dass auch die Eltern aufs Rad steigen und den Kindern ein gutes Vorbild sind. Schulsport allein genügt nicht, führt Pascal Strupler weiter aus, Kinder und Jugendliche  benötigen mindestens eine Stunde Bewegung täglich. Die Zeit, die wir auf dem Fahrrad verbringen, ist ausserdem eine Zeit, in der wir nicht sitzen und wir sitzen im Durchschnitt mindestens 5 Stunden pro Tag. Pascal Strupler verspricht, dass er sein vor zwei Jahren gekauftes Fahrrad wieder häufiger benutzen will. Dazu gehört auch, am Mittwoch ab und zu zur Arbeit zu fahren.  

Referenten und eine Gruppe von Parlamentariern, Bundesbeamten und Pro Velo-Mitarbeitenden drehen im Anschluss mit viel Spass einige Runden um den Bundesplatz. Dann durchbrechen sie hinter der Kleinen Schanze das rote Band zum Start des Velo-Mittwochs.

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