01.07.2013 Aus erster Hand

Editorial Andrea Arz de Falco. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat ein Interesse an der Schule, weil diese eine wichtige Rolle für die öffentliche Gesundheit spielt. Alle Kinder haben in der Schweiz das Recht auf einen Grundschulunterricht. In den Jahren, welche Kinder und Jugendliche in der Schule verbringen, lernen sie auch vieles über ihre Gesundheit. Im Klassenzimmer erfahren sie Wissenswertes über Hygiene und Biologie, aber auch auf den Gängen und während der Pausen eignen sie sich Verhaltensweisen und Kompetenzen in Bezug auf Ernährung, Bewegung, Umgang mit Stress-, Streit- oder Risikosituationen an. Davon profitieren sie ihr ganzes Leben lang. Wir wissen auch, dass sich ein gutes Schulklima positiv auf die Leistung von Lehrpersonen, Kindern und Jugendlichen auswirkt.

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Über die Schulgesundheitsdienste kann eine Gemeinde oder ein Kanton gesundheitsbezogene Informationen von Schulkindern up to date halten und kann Massnahmen ergreifen, welche für die öffentliche Gesundheit von Bedeutung sind. Ich denke dabei zum Beispiel an Früherkennung und Frühintervention bei Risikoverhalten, an gesunde Mahlzeiten in den Mensen und Kantinen, an ein be­wegungsfreundliches Umfeld oder
an Impfungsangebote.

Während meiner eigenen Schulzeit war vieles, was heute selbstverständlich zum Unterricht gehört, noch kein Thema. Etwa Diskussionen über Suchtprobleme, der Umgang mit Gewalt oder Tabakkonsum. Aber wir haben schon damals gelernt, wie aus frischen Produkten eine gesunde Mahlzeit gekocht werden kann. Meine beiden Töchter, die dem Schulalter schon seit einer Weile entwachsen sind, haben von der Schule als gesundheitsförderlicher Institution schon sehr viel mehr profitiert – und ich bin froh darum.

Das BAG möchte deshalb Kantone und Gemeinden dabei unterstützen, das Potenzial der Schulen für die Gesundheit der Kinder und Jugendlichen, aber auch der Lehrpersonen auszuschöpfen.

In dieser «spectra»-Ausgabe können Sie Beiträge über die Aktivitäten unserer Partner im Bereich der Gesundheitsförderung und Prävention in der Schule lesen. Ich wünsche Ihnen eine anregende Lektüre.


Andrea Arz de Falco
Leiterin des Direktionsbereiches Öffentliche Gesundheit, Vizedirektorin Bundesamt für Gesundheit

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