01.11.2010 Das Bundesamt für Gesundheit plant mit Partnern eine neuartige Alkoholkampagne

Alkoholprävention. Die Gesellschaft sucht nach einem neuen Umgang mit dem Alkohol. Wie können wir einen genussvollen Umgang mit dem Kulturgut Alkohol praktizieren und vorleben, den Interessen von Gastronomie und Detailhandel Rechnung tragen – und gleichzeitig glaubwürdig den Exzessen und ihren Folgekosten entgegentreten? Es besteht Dis­kussionsbedarf!

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TODO CHRISTIAN

Deshalb plant das Bundesamt für Gesundheit zusammen mit verschiedenen Trägern eine neuartige Form der Kampagnenführung, in deren Mittelpunkt der gesellschaftliche Dialog steht – das Gespräch am Tisch, die Aktion im Quartier. Als erster Schritt findet vom 21. bis 29. Mai 2011 eine Aktionswoche statt – eingebettet in ein trinationales Projekt mit Deutschland und Österreich. Auch die Aktionswoche lebt von den Menschen und Organisationen, die sie tragen. Sie beginnt im Kleinen und wächst mit unseren gemeinsamen Engagements.

Philosophie und Idee
– Programmatisch partizipativ: Das BAG lädt Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Kultur, Sport und Fachwelt zur Bildung einer gemeinsamen Plattform ein. Zentrale Träger haben sich bereits entschieden, die Aktionswoche zu unterstützen.
– Kontinuierlich im Gespräch: Die Aktionswoche und die längerfristige Rahmenkommunikation thematisieren jene Fragen rund um den Alkohol, welche die Menschen und die Gemeinwesen beschäftigen. Für die Aktionswoche 2011 werden Umsetzungspartner gesucht, die mit selbst organisierten Veranstaltungen und Aktionen zum Dialog rund ums Thema Alkohol beitragen. Der Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt.
– Fachlich begleitet, tatkräftig unterstützt: Das BAG stellt zur Begleitung der Aktivitäten der Umsetzungspartner fachlich fundierte Informationsmaterialien zur Verfügung. Die Co-Projektleitung steht für die Beratung von Engagierten in den Regionen zur Verfügung.
– Solid eingebettet: Die Aktionswoche baut auf der Vision des Nationalen Programms Alkohol 2008–2012 (NPA) auf: «Wer alkoholische Getränke trinkt, tut dies, ohne sich selber und anderen Schaden zuzufügen.»

Umsetzung
Die Vorbereitungen der Aktionswoche 2011 sind im Herbst 2010 angelaufen. In enger Absprache mit der Trägerschaft begann im Oktober die konzeptuell-fachliche Basisarbeit: Erarbeitung des Slogans der Aktionswoche, Bestimmung zentraler Handlungsfelder, Konzeption und Redaktion der Informationsmaterialien (Flyer, Website etc.). Eine Information über die zur Verfügung stehenden Informationsmaterialien an die Umsetzungspartner der Kampagne ist für Anfang 2011 geplant.

Beiträge
Neugierig machen, Fragen stellen, Sichtweisen einbringen, Perspektiven öffnen: die Aktionswoche lebt von Aktivitäten und Veranstaltungen, die nicht «von oben» gepflanzt werden, sondern aus den Quartieren, Gemeinden und Regionen, aus den Vereinen, Betrieben und Organisationen heraus wachsen. Dabei können die Umsetzungspartner auf zentrale Unterstützung zählen: Einerseits können sie sich bei der Konzeption ihrer Aktivitäten fachlich durch die Projektleitung beraten lassen, und andererseits dürfen sie kostenlos gewisse Informationskanäle und -materialien der Kam­pagne nutzen (Bekanntmachung der eignen Aktivität über die Kampagnenwebsite, Abgabe von Flyern usw.).

Trägerschaft
Als Träger der Kampagne zugesagt haben:
– die Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und
-direktoren (GDK)
– die Konferenz der kantonalen Polizei- und Justizdirektorinnen und -direktoren (KKJPD), vertreten durch die Schweizerische Kriminalprävention (SKP)
– der Schweizerische Städteverband
– das Staatssekretariat für Wirtschaft (seco)
– die Nationale Arbeitsgemeinschaft Suchtpolitik (NAS-CPA)
– der Verband Schweizer Lehrerinnen und Lehrer (LCH)
– die Verbindung Schweizer Ärztinnen und Ärzte (FMH)
– Swiss Olympic
– die Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu)
– die Anonymen Alkoholiker

Projektleitung
Für die fachliche Abstützung und operative Umsetzung arbeiten die Sektion Alkohol und Tabak sowie die Sektion Kampagnen des BAG in der Projektleitung mit den grossen Fachverbänden und -organisationen der Schweiz zusammen: Sucht Info Schweiz, Fachverband Sucht, Groupement Romand d’Etudes des Addictions (GREA) und Ticino Addiction. Für die Koordination der Projektleitung zeichnen Valérie Maertens von der Sektion Kampagnen des BAG und Markus Theunert vom Fachverband Sucht verantwortlich. Weitere Organisationen, Gremien und Akteure wirken als Umsetzungspartner mit.

Finanzierung
Die Rahmenkommunikation (Kampagnenwebsite, Informationsmaterial) wird vom BAG finanziert. Das Informationsmaterial steht den Umsetzungspartnern kostenlos zur Verfügung. Grundsätzlich sollen die einzelnen Aktivitäten von den jeweiligen Organisatoren finanziert werden.

Neugierig auf mehr?
Melden Sie sich jetzt per Mail unter alkoholkampagne@bag.admin.ch an, damit wir Sie über die Aktionswoche 2011 auf dem Laufenden halten und rechtzeitig mit Informationen und Ideen für konkrete Veranstaltungen versorgen können. Selbstverständlich können Sie den Newsletter zur Alkoholkampagne auch jederzeit wieder abbestellen.

Kontakt

Valérie Maertens, Sektion Kampagnen, valerie.maertens@bag.admin.ch

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