01.07.2017 Dialogwoche Alkohol vom 11. – 21. Mai 2017

Wie viel ist zu viel? Die diesjährige Dialogwoche Alkohol fand vom 11. -21 Mai statt. Unter dem Motto: „Wie viel ist zu viel?“ wurden schweizweit verschiedenste Veranstaltungen wie Filmvorführungen, Theaterstücke, Ausstellungen, Diskussionsrunden oder Shows durchgeführt. Im Zentrum all dieser Aktionen stand die Frage nach dem „Zu viel an Alkohol“ und regte jeden und jede an, über seinen Konsum und die eigene Grenze nachzudenken. Denn in der Schweiz trinkt jede fünfte Person chronisch oder punktuell zu viel. Die Dialogwoche wurde bereits zum vierten Mal vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) und seinen Partnern organisiert. Das BAG dankt allen Teilnehmenden herzlich für ihren Einsatz.

Bildstrecke Dialogwoche Alkohol vom 11. – 21. Mai 2017

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In den letzten Jahren haben im Rahmen der Dialogwoche jeweils um die 200 Umsetzungspartner schweizweit Aktionen rund um das Thema Alkohol durgeführt. Nachfolgend einen Einblick in einige Aktionen, welche während der diesjährigen Woche stattgefunden haben.

Das «Duo Looky» zeigte das interaktive, humoristische Spektakel «Happy Hour Show» in verschiedenen Städten in der Westschweiz. Neben dem Spektakel konnten die Zuschauenden Cocktails ohne Alkohol probieren und ein Stand bot Informationen rund um das Thema Alkohol. In die Organisation dieses Anlasses waren viele verschiedene Partner involviert: Le Service Jeunesse et Cohésion sociale de la ville d’Yverdon, le Service Jeunesse de la ville de Monthey, le groupe OH Riviera, FEGPA-Carrefour Addiction und  Neuchâtel Addiction. Während der Aufführung haben die Akrobaten auf spielerische und vielfältige Weise dem Publikum die Botschaft mitgegeben vom Leben zu profitieren ohne sich durch die Konsumation zu schaden.

«Freiburg für alle» organisierte speziell in Zusammenarbeit mit der Stiftung «Le Torry» und dem Frauenhaus Freiburg  eine Ausstellung mit Werken, welche in der Kunsttherapie von Alkoholabhänigigen entstandenen sind. Die Besucherinnen und Besucher konnten anschließend an die Ausstellung eine eigene Collage gestalten. Der Animationsfilm «Angry Man» zum Thema häusliche Gewalt aus der Sicht eines Kindes ermöglichte es sich in die Kinderperspektive hineinzuversetzen und führte zu angeregten Diskussionen unter den Gästen.

Im Inselipark Luzern stand während dreier Tage eine 6m hohe Skulptur, die das «Wie viel ist zu viel» visuell und räumlich darstellte. Mitarbeitende der SIP (Sicherheit Intervention Prävention) waren periodisch auf dem Platz um den Kontakt mit Interessierten zu suchen und Gespräche zum Thema Alkoholkonsum zu führen. Mit einer Spezialbrille und einem Quiz wurde das Gesehene vertieft. Gleichzeitig wurde die Institution und der Auftrag der SIP näher vorgestellt.  

Eine Empfehlung auf das «Wie viel ist zu viel?» gibt die Orientierungshilfe der EKAL. Um die Risiken für Unfälle und gesundheitliche Folgen zu minimieren gelten folgende Richtlinien: Frauen sollten nicht mehr als ein bis maximal zwei und Männer nicht mehr als zwei bis maximal drei Standardgläser Alkohol pro Tag trinken. Ein Standardglas entspricht einem Glas mit drei Deziliter Bier oder einem Glas mit einem Deziliter Wein. Allen wird empfohlen, an mindestens zwei Tagen in der Woche auf Alkohol zu verzichten. Das BAG hat zur Veranschaulichung dieser Orientierungshilfe eine Grafik erstellt.

Ausblick

Die Alkoholprävention ist seit Anfang 2017 in die Nationalen Strategien NCD und Sucht integriert. Der Fokus wird daher vermehrt auf Alkohol als Risikofaktor für nichtübertragbare Krankheiten wie Krebs, Herzkreislauf oder Diabetes gelegt. Dank eines gesunden Lebensstils – und das bedeutet auch ein moderater oder keinen Alkoholkonsum – kann das Risiko zur Erkrankung vermindert werden. Das BAG prüft nun, ob eine Kampagne weiterhin sinnvoll ist. Sicher ist, dass dies die letzte Welle und Dialogwoche in dieser Form und mit dieser Organisation ist. Die aktuelle Kampagne „Wie viel ist zu viel?“ wird nicht fortgesetzt und es ist keine Dialogwoche 2019 in Planung. Nicht ausgeschlossen ist aber, dass sich neue Kooperationen ergeben und die Dialogwoche ohne oder nur mit marginaler Beteiligung des BAG weitergeführt wird. Die Webseite mit allen Kampagnenmaterialien bleibt bis auf weiteres bestehen.

Ein sehr erfreuliches Ergebnis steht heute ebenfalls schon fest: Dank der Dialogwoche und den Austauschtreffen zwischen den Partnern wurden die Netzwerke der Akteure engmaschiger, es wurden mehr Synergien genutzt und die Zusammenarbeit und der Austausch verstärkt. Ganz herzlichen Dank allen Partnern für ihren Einsatz über die letzten Jahre im Rahmen der Dialogwoche!

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