07.07.2017 Förderung der Psychischen Gesundheit in der Schule

Bericht. Rund 10 Prozent der Kinder und Jugendlichen in der Schweiz leiden an einer psychischen Störung, rund 20 Prozent weisen Auffälligkeiten des Erlebens und Verhaltens auf. Was kann die Schule, was können Lehrerinnen und Lehrer zur Förderung der Psychischen Gesundheit der Kinder und Jugendlichen tun? Welche Unterstützung wünschen sie sich? Was wird bereits getan? Welche Angebote stehen den Schulen zur Verfügung? Diese und weitere Fragen hat eine Arbeitsgruppe von bildung+gesundheit Netzwerk Schweiz beantwortet und in einem Bericht 13 Empfehlungen festgehalten.

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Bedarfsanalyse von Massnahmen zur Förderung der Psychischen Gesundheit in der Schweiz

DIE FÜNF WICHTIGSTEN ERKENNTNISSE


  1. Rund 10 Prozent  der Kinder und Jugendlichen in der Schweiz leiden an einer psychischen Störung, rund 20 Prozent  weisen Auffälligkeiten des Erlebens und Verhaltens auf. 
  2. 75 Prozent der befragten Schulen haben im Jahr vor der Befragung mindestens ein Angebot oder eine Aktivität zur Förderung der psychischen Gesundheit umgesetzt. 9 Prozent davon haben in diesem Zeitraum vier und mehr Angebote und Aktivitäten realisiert. Die Ansichten darüber, was zur Förderung der Psychischen Gesundheit in der Schule beitragen kann, gehen jedoch bei den Befragten weit auseinander.  
  3. Lehrpersonen können durch die SchulsozialarbeiterInnen (médiateur/mediatrice scolaire; sostegno pedagogico) wichtige Unterstützung im Bereich der Förderung der Psychischen Gesundheit aber auch in der entsprechenden Früherkennung und Frühintervention erhalten. 
  4. Von Seiten der Kantone und Anbietenden auf nationaler und sprachregionaler Ebene stehen den Schulen ein grosses Angebot an ausgearbeiteten Angeboten und Aktivitäten zur Förderung der Psychischen Gesundheit zur Verfügung, die sich jedoch überwiegend auf die Verhaltensprävention beziehen. Die Schulen selbst realisieren auch Massnahmen auf der Verhaltensebene zu den Themen Partizipation und Gemeinschaftsförderung.  
  5. Zur Förderung der psychischen Gesundheit in Schweizer Schulen gibt es viele gute Ansätze. Handlungsbedarf besteht in Bezug auf die bessere Information über die Möglichkeiten, in Bezug auf die Förderung eines gemeinsamen Verständnisses des Themenbereiches und auf den Ausbau einzelner Unterstützungsbereiche.

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Kontakt

Dagmar Costantini, Sektion Gesundheitsförderung und Prävention,

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