Forschung, Evaluation, Monitoring

Um ihre Wirksamkeit optimal zu entfalten, müssen sich die Massnahmen von Gesundheitsförderung und Prävention auf wissenschaftliche Grundlagen stützen. Evaluation dient zur Strategieentwicklung, der Wirkungsoptimierung, dem Lernen der Organisation und der Rechenschaft gegenüber der Öffentlichkeit.

11.11.2016

LOVE LIFE: sexuell übertragbare Infektionen nehmen zu

Love Life Kampagne. Die sexuell übertragbaren Infektionen (STI) waren 2015 auf dem Vormarsch. Die Gonorrhoe nahm gegenüber dem Vorjahr um 23 Prozent zu, die Syphilis um 7 Prozent und die Chlamydien um 5 Prozent, wohingegen die Zahl der HIV-Fälle stabil blieb. Dieser Trend ist in ganz Europa zu beobachten. Die Zahlen zeigen, dass die Präventionsbemühungen weitergeführt werden müssen. Am 14. November 2016 lanciert das Bundesamt für Gesundheit (BAG) seine neue LOVE LIFE-Kampagne, die den Partnerwechsel thematisiert. Das Motto lautet: «Partner wechselt. Safer Sex bleibt.» mehr

10.10.2016

Neue Wege im Umgang mit Cannabis

Internationale Modelle der Cannabisregulierung. Mehrere Länder sind aktuell bestrebt, den Cannabiskonsum – auf unterschiedliche Weise – zu regulieren. Diese Erfahrungen können auch für die Schweiz von Bedeutung sein, denn sie gehört in Europa zu den Hochkonsumländern. Sucht Schweiz hat im Auftrag des Bundesamts für Gesundheit die verschiedenen Regulierungsmodelle in einem Bericht gegenübergestellt. Erste Erkenntnisse zu diesen Ansätzen liegen vor, ihre mittel- und längerfristigen Auswirkungen lassen sich aber noch nicht abschätzen. mehr

01.09.2016

«Exponenten von bürgerlichen Parteien vertreten die Positionen der Tabakindustrie in der Medienöffentlichkeit.»

Wahrnehmung der Tabakprävention in den Massenmedien. Mario Schranz und Daniel Vogler vom Forschungsinstitut Öffentlichkeit und Gesellschaft der Universität Zürich haben von 2008 bis 2015 die Berichterstattung über Tabakprävention in zentralen Schweizer Medientiteln untersucht. Wie können ihre Erkenntnisse für die Optimierung der Kommunikation genutzt werden? mehr

12.08.2016

Gesundheitskompetenz in der Schweiz: Studie zieht eine durchzogene Bilanz

Gesundheitskompetenz. Jede zehnte Person in der Schweiz verfügt über eine ausgezeichnete Gesundheits-kompetenz. Bei etwas mehr als einem Drittel der Bevölkerung ist sie ausreichend, bei rund 45 Prozent aber problematisch und bei 9 Prozent unzureichend. Dies sind die Resultate einer Studie, in der die Schweizer Bevölkerung auch mit derjenigen in acht EU-Ländern verglichen wurde. mehr

19.05.2016

Die Forschungsprioritäten im Politikbereich Gesundheit für die Jahre 2017 bis 2020

Forschungskonzept Gesundheit. Das Forschungskonzept Gesundheit definiert die Forschungstätigkeit des Bundes im Bereich Gesundheit für die Jahre 2017–2020 und legt deren Schwerpunkte fest. In Ergänzung zum vorliegenden Konzept wurde ein Katalog der Ressortforschungsthemen des Bundesamts für Gesundheit (BAG) publiziert. Dieser beschreibt die Forschungsstrategien der einzelnen Geschäftsfelder des BAG und behandelt prioritäre Themen. mehr

04.05.2016

Geschwister fördern das Bewegungsverhalten von Kindern

Studie «SOPHYA» ─ Sport- und Bewegungsaktivität von 6- bis 16-jährigen Schweizer Kindern. Kinder aus grösseren Familien bewegen sich mehr, ebenso solche mit sportlichen Eltern: Das sind zwei Erkenntnisse aus einer neuen Studie. Erstmals für die Schweiz wurden die Resultate zum Bewegungsverhalten der 6- bis 16-Jährigen nicht nur mit Interviews ermittelt, sondern mit objektiven Messungen ergänzt. mehr

17.03.2016

Unerwartet viele Augenverletzungen mit Chemikalien

Augenverätzungen. In der Schweiz ereignen sich jedes Jahr rund 3000 Augenverletzungen durch chemische Produkte und Substanzen. Das sind mehr, als bislang vermutet. Glücklicherweise verlaufen nur die wenigsten Unfälle schwer. Am häufigsten sind Reinigungsmittel die Ursache für Augenverätzungen. mehr

15.03.2016

Substanzkonsum Schweizer Jugendlicher im Ländervergleich: Gute Noten, aber nicht nur

Studie HBSC. Der internationale Vergleich zeigt: 15-Jährige in der Schweiz befinden sich beim Rauchen im unteren Mittelfeld, beim Alkoholkonsum im unteren Drittel, während sie beim Cannabiskonsum einen der vordersten Plätze einnehmen. Der heute publizierte Bericht zur internationalen Schülerbefragung HBSC unter der Schirmherrschaft der Weltgesundheitsorganisation (WHO) Europa gibt Einblick ins aktuelle Gesundheits- und Konsumverhalten von Jugendlichen in 42 Ländern. Auch weitere Aspekte zum Wohlergehen sind aufschlussreich. mehr

21.09.2015

«Rauchen ist der Hauptrisikofaktor für bösartige Lungentumore.»

Kurzinterview mit PD Dr. med. Macé Schuurmans, Oberarzt Klinik für Pneumologie, Universitätsspital Zürich und Mitglied der Eidgenössischen Kommission für Tabakprävention (EKTP). Rund 85% der Lungenkrebs-Erkrankungen sind auf das Rauchen zurückzuführen – und nur 15% der Menschen mit bösartigem Lungenkrebs können geheilt werden. Wie betrachtet ein Arzt, der täglich mit Betroffenen konfrontiert ist, das Thema Rauchen? Beim Rauchen, sagt Dr. Macé Schuurmans, handelt es sich um eine Suchterkrankung, die ohne professionelle Hilfe sehr schwierig zu überwinden ist. Aufhörwillige, welche ohne fremde Hilfe aufhören, haben eine Wahrscheinlichkeit von ca. 5%, längerfristig rauchfrei zu bleiben, mit Beratung und Medikamenten liegt die Erfolgsrate bei 15 bis 33%. E-Zigaretten sind für den Lungenspezialisten Schuurmans eine trügerische Lösung und ihre gesundheitsschädigenden Auswirkungen sind noch kaum erforscht. Auch Cannabisrauchen belastet die Atemwege massiv: Ein Joint ist für die Lunge ungefähr so schädlich wie 8 Zigaretten. mehr

08.09.2015

Mutter-Kind-Gesundheit in der Migrationsbevölkerung stärken

Prekäre Gesundheit von Müttern und Kindern mit Migrationshintergrund. Mehr Kinder mit einem geringen Geburtsgewicht, erhöhte Säuglings- und Müttersterblichkeit, mehr Schwangerschaftsabbrüche: Mütter und Säuglinge mit Migrationshintergrund haben mehr gesundheitliche Probleme als Schweizer Mütter und Neugeborene. Dies bestätigt der Bundesratsbericht, den das Bundesamt für Gesundheit zur Erfüllung des Postulats der Ständerätin Liliane Maury Pasquier erstellt hat. mehr