Forschung, Evaluation, Monitoring

Um ihre Wirksamkeit optimal zu entfalten, müssen sich die Massnahmen von Gesundheitsförderung und Prävention auf wissenschaftliche Grundlagen stützen. Evaluation dient zur Strategieentwicklung, der Wirkungsoptimierung, dem Lernen der Organisation und der Rechenschaft gegenüber der Öffentlichkeit.

16.02.2015

Ritalin-Missbrauch und Neuroenhancement sind wenig verbreitet

Ritalin/Leistungssteigernde Arznei­mittel. In der Schweiz entspricht der therapeutische Umgang mit methylphenidathaltigen Arzneimitteln wie Ritalin weitgehend den medizinischen Empfehlungen. Auch was den Missbrauch verschreibungspflichtiger Arzneimittel zur geistigen oder körperlichen Leistungssteigerung (Neuroen­hancement) angeht, besteht derzeit wenig Grund zu einer strengeren Regulierung. Dies zeigt ein Bericht, den das Bundesamt für Gesundheit (BAG) im Auftrag des Bundesrats erstellt hat. mehr

01.09.2014

Globale Überwachung der Entwicklung der HIV/Aids-Epidemie

UNGASS-Bericht. Für 2015 berufen die Vereinten Nationen eine internationale Konferenz ein, um die Fortschritte der Umsetzung der Millenniumsziele im Kampf gegen HIV/Aids zu überprüfen und zu entscheiden, was nach 2015 zu tun ist. In dem dafür etablierten Monitoringsystem werden auch die Resultate aus der Schweiz erfasst. mehr

01.07.2014

Arbeitsassoziierte Erkrankungen

Forum Prof. Dr. med. Brigitta Danuser. Berufsassoziierte Gesundheitsstörungen (BAGS) sind häufig, zudem zeigen alle Umfragen eine markante Zunahme seit den 90er-Jahren. Bei der Schweizerischen Gesundheitsbefragung von 2012 gaben 60% der Befragten an, unter Stress zu leiden, und rund 20% bezeichneten sich als chronisch gestresst mit Auswirkungen auf ihre Gesundheit. Unter den chronisch Gestressten ist das Risiko einer Depression fünfmal höher. Die durch Stress verursachten Kosten für die Arbeitgeber wurden vom SECO auf jährlich 10 Milliarden Franken geschätzt. Jeder zweite Befragte aus der Allgemeinbevölkerung hatte in den letzten vier Wochen Rückenschmerzen, wobei 18% sich deswegen medizinisch behandeln liessen. In Umfragen unter der arbeitenden Bevölkerung berichten 18% über arbeitsbezogene Rückenschmerzen und 13% (2010 sogar über 50%) über arbeitsbezogene andere muskulo­skelettale Schmerzen. Die verursachten ökonomischen Kosten von Rückenschmerzen betragen zwischen 1,6 und 2,3% des schweizerischen Bruttoinlandprodukts. mehr

01.05.2014

Die SuchtAkademie 2013 erarbeitet Denkanstösse für eine zeitgemässe Suchtpolitik

SuchtAkademie 2013. Bereits zum vierten Mal trafen sich im August 2013 auf dem legendären Monte Verità oberhalb Ascona Fachleute aus Gesundheits- und Sozialwesen, Forschung und Politik zu einem intensiven Austausch – diesmal zum Thema Konsumkompetenz zwischen individueller und kollektiver Verantwortung. mehr

01.05.2014

Das erste Jahrzehnt einer wichtigen Drehscheibe der Tabakprävention

Zehn Jahre Tabakpräventionsfonds. Der Tabakpräventionsfonds, der am 1. April seinen 10. Geburtstag feierte, hat in den letzten zehn Jahren rund 250 Projekte mit insgesamt 146 Mio. Franken unterstützt und begleitet. mehr

01.05.2014

Mobile Health ist ein Megatrend

Gesundheitskommunikation. Prof. Dr. Andréa Belliger ist Prorektorin der PH Luzern und Co-Leiterin des Instituts für Kommunikation & Führung. Sie leitet u.a. den Studiengang CAS eHealth – Gesundheit digital. Als Spezialistin für neue Trends im Bereich eHealth und Digital Health gibt sie uns hier einen Einblick in ihre Einsicht zum Thema mHealth. mehr

01.05.2014

Aus erster Hand

Editorial Alberto Marcacci. Wie wir alle wissen, ist es nicht immer einfach, gesund zu leben – und es kostet Energie. Gesundheitsförderung ist ein komplexes Unterfangen. Wie aber gelingt es, die Menschen zu einem gesunden Lebenswandel zu motivieren und gleichzeitig ihre persönliche Freiheit zu wahren? Antworten darauf finden wir in der 1920 von Winslow formulierten und 1988 von Acheson angepassten Definition der öffentlichen Gesundheit, die trotz ihres Alters aktuell bleibt: «Das öffentliche Gesundheitswesen ist die Wissenschaft und die Kunst, Krankheiten vorzubeugen, das Leben zu verlängern und die physische Gesundheit und Leistungsfähigkeit zu fördern, und zwar durch organisierte gesellschaftliche Bemühungen.» mehr

01.03.2014

Guter Start für das Netzwerk Psychische Gesundheit

Evaluation. Das im Dezember 2011 gegründete Netzwerk psychische Gesundheit Schweiz wurde evaluiert. Die Evaluation zieht eine vorwiegend positive Bilanz. Für die kommenden zwei Jahre wurden folglich leichte Kurskorrekturen vorgenommen und die Ressourcen aufgestockt. mehr

01.03.2014

Freier Wille und Verantwortung, Automatismus und Impulsivität

Hirnforschung. An der Suchtakademie von Ende August 2013 auf dem Monte Verità im Kanton Tessin stellte der Fachpsychologe FSP Jean-François Briefer vom Genfer Universitätsspital Studienresultate zum Konsum aus neurobiologischer und psychologischer Sicht vor. Die Neurowissenschaften erleuchten immer mehr die Mechanismen der Impulsivität und des Kontrollverlusts, und sie zeigen ausserdem, dass neue achtsamkeitsbasierte Therapien dabei helfen, süchtig machende Automatismen zu unterdrücken. mehr

01.03.2014

Übergewichts-Monitoring an der Aushebung

BMI-Studie mit Stellungspflichtigen. In der Schweiz haben Übergewicht und Adipositas seit Beginn der 1990er-Jahre stark zugenommen. Gemessene Daten fehlten aber bisher weitgehend. Anhand des Body-Mass-Indexes (BMI) der Stellungspflichtigen der Jahre 2004 bis 2012 wurde 2013 erstmals eine für junge Männer schweizweit repräsentative Studie durchgeführt. mehr