Forschung, Evaluation, Monitoring

Um ihre Wirksamkeit optimal zu entfalten, müssen sich die Massnahmen von Gesundheitsförderung und Prävention auf wissenschaftliche Grundlagen stützen. Evaluation dient zur Strategieentwicklung, der Wirkungsoptimierung, dem Lernen der Organisation und der Rechenschaft gegenüber der Öffentlichkeit.

01.09.2013

Häusliche Gewalt und Alkohol treten oft gemeinsam auf

Neue Studie. Ein Ziel des Nationalen Programms Alkohol ist es, problematischen Alkoholkonsum und dessen negative Auswirkungen zu reduzieren. Auch das Umfeld kann von problematischem Alkoholkonsum betroffen sein, beispielsweise in Form von Gewaltausübung. Obwohl der Zusammenhang zwischen häuslicher Gewalt und Alkohol nicht vollständig klar ist, treten beide Problematiken oft gemeinsam auf. Doch wie stark ist dieses sogenannte Dualproblem eigentlich verbreitet? Nun liegt erstmals eine Studie vor, die sein Ausmass beziffert. mehr

01.05.2013

Die rechtlichen Aspekte der Substitutionsbehandlung

Suchtbehandlung. Die Substitutionsbehandlung von opiatabhängigen Menschen ist aus rechtlicher Sicht eine besondere Form der medizinischen Behandlung und keine juristische Massnahme. Eine Studie von Professor Olivier Guillod, Direktor des Instituts für Gesundheitsrecht der Universität Neuenburg, vergleicht die Situa­tion in den vier französischsprachigen Ländern Belgien, Frankreich, Quebec und der Schweiz. mehr

01.05.2013

Migrantinnen und Migranten gehen seltener zum Arzt

Inanspruchnahme von Gesundheitsdienstleistungen. Die in der Schweiz lebenden Migrantinnen und Migranten nehmen das Gesundheitswesen anders in Anspruch als Einheimische. Aber auch innerhalb der Migrationsbevölkerung bestehen grosse Unterschiede. Das zeigt eine Auswertung der Daten des Gesundheitsmonitorings der Migrationsbevölkerung (GMM ll) und der Schweizerischen Gesundheitsbefragung, die das Schweizerische Gesundheitsobservatorium im Rahmen des Nationalen Programms Migration und Gesundheit vorgenommen hat. mehr

01.03.2013

«Nicht nur die hochspezialisierte Medizin wird immer komplexer, sondern auch die Grundversorgung.»

Fünf Fragen an Prof. Dr. Thomas Rosemann. Der Direktor des Instituts für Hausarztmedizin der Universität Zürich spricht über die Rolle der Hausärztinnen und Hausärzte bei der Vorbeugung und der Behandlung nichtübertragbarer Krankheiten, die Möglichkeiten neuer Versorgungsmodelle und die Lücken und Chancen bei der einschlägigen Forschung. mehr

01.03.2013

Wie zufrieden sind die Klientinnen und Klienten der Suchthilfe?

QuaTheSI. Im März 2012 wurde letztmals die KlientInnenzufriedenheit bei Institutionen der Suchthilfe erhoben – mit sehr guten Ergebnissen. Derzeit läuft die Erhebung für 2013. Wie läuft diese ab und wozu dient sie? mehr

01.01.2013

Wegen Alkoholvergiftung im Spital: Nicht nur Junge sind betroffen

Alkoholmissbrauch. 2010 wurden rund 27 000 Personen wegen Alkoholabhängigkeit oder wegen einer Alkoholvergiftung in einem Schweizer Spital behandelt. Darunter sind 1440 Jugendliche und junge Erwachsene im Alter zwischen 10 und 23 Jahren. Am meisten betroffen sind aber vor allem Menschen zwischen 45 und 74 Jahren. mehr

01.01.2013

Vademekum für bessere Gesundheit im Gefängnis

Gesundheitsdienst im Strafvollzug. Mit dem im Jahr 2008 lancierten Projekt BIG (Bekämpfung von Infektionskrankheiten im Gefängnis) soll die Gesundheitsversorgung im Freiheitsentzug jener der Aussenwelt angeglichen werden. Dazu braucht es eine engere Zusammenarbeit zwischen Gesundheitssektor und Justizsystem. Ein gemeinsam erarbeitetes Vademekum ist ein erster Schritt dazu. mehr

01.01.2013

Interkulturelles Übersetzen zeigt Wirkung

Interkulturelles Übersetzen. Eine Studie gibt Auskunft über Einsatz und Wirkung des interkulturellen Übersetzens in Schweizer Spitälern und Kliniken. mehr

01.01.2013

Wird die Ethik in der Gesundheitsförderung vernachlässigt?

Forum Prof. Dr. Klaus Peter Rippe. Wenn es um Gesundheitsförderung geht, stellen sich auf zwei Ebenen ethische Fragen. Auf der ersten werden konkrete Massnahmen zur Gesundheitsförderung auf ihre moralische Zulässigkeit geprüft. Auf der zweiten wird das gewählte Ziel moralisch hinterfragt. Die Public-Health-Ethik hat sich bisher vor allem auf der ersten Ebene bewegt. Ethische Fragen werden wohl auch hier in Einzelfällen vernachlässigt, in der Regel wird die Frage nach der moralischen Zulässigkeit einer Massnahme aber angemessen diskutiert. Anders sieht es auf der zweiten Ebene aus. Dass Gesundheitsförderung einer moralischen Rechtfertigung bedarf, mag vielleicht verwundern. Aber es ist aus ethischer Sicht ein Unterschied, ob man kranken oder pflegebedürftigen Menschen hilft, ob man jemand vor akuten Gefahren für Leib und Leben warnt oder ob man ihn zu einer Umstellung seiner Lebensweise bewegen will, um sein (langfristiges) Wohl zu fördern. In die letzte Rubrik fallen Massnahmen und Aktivitäten zum Erhalt und zur Stärkung der Gesundheit anderer. mehr

01.07.2012

Nationale Präventionsprogramme: Viele Evaluationsempfehlungen bereits umgesetzt

Stellungnahme des Bundesamts für Gesundheit. Im Auftrag des Bundesamts für Gesundheit wurden die nationalen Präventionsprogramme Alkohol, Tabak, Ernährung und Bewegung 2008–2012 sowie das Massnahmenpaket des Bundes zur Verminderung der Drogenprobleme 2006–2011 (MaPaDro lll) evaluiert. Die Evaluatoren sprechen sich klar für eine Verlängerung der Programme aus und schlagen Optimierungen vor. Die Empfehlungen sind in die Programme aufgenommen und teilweise bereits umgesetzt worden. mehr