Forschung, Evaluation, Monitoring

Um ihre Wirksamkeit optimal zu entfalten, müssen sich die Massnahmen von Gesundheitsförderung und Prävention auf wissenschaftliche Grundlagen stützen. Evaluation dient zur Strategieentwicklung, der Wirkungsoptimierung, dem Lernen der Organisation und der Rechenschaft gegenüber der Öffentlichkeit.

01.11.2011

«Genf könnte zu einem neuen Kompetenzzentrum werden, das in allen Dimensionen der Drogenpolitik anerkannt wird.»

5 Fragen an Jean-Félix Savary. Am 19. Oktober veranstaltete das Groupement Romand d’Etudes des addictions (GREA) eine Tagung unter dem Titel «50 Jahre Drogenprohibition». Wir sprachen mit Jean-Félix Savary, dem General­sekretär des GREA, über die Hintergründe. mehr

01.07.2011

Sportliche Männer und kochende Frauen

Gesundheit und Geschlechterdifferenzen. Männer machen mehr Sport und fühlen sich psychisch gesünder als Frauen. Jedoch zeigen sie Schwächen im Ernährungsverhalten und leiden häufiger an ernährungsbedingten Krankheiten. Das zeigen aktuelle Daten aus dem Monitoringsystem Ernährung und Bewegung (MOSEB). mehr

01.05.2011

Cannabis konsumierende Jugendliche: Strafe oder Unterstützung?

Früherkennung und Frühintervention in der Jugendstrafjustiz. Bei 20% aller Fälle der Jugendanwaltschaft geht es um den Konsum oder Besitz von Cannabis (in kleinen Mengen). Sind die betreffenden Jugendlichen in ihrer Entwicklung gefährdet? Wenn ja, wie wird dieser Gefährdung von Seiten der Jugendanwaltschaften und Suchthilfeinstitutionen begegnet? Fallanalysen zur Interven­tionspraxis bei wegen Cannabis-Konsum polizeilich verzeigten Jugendlichen geben Antworten auf diese Fragen. mehr

01.05.2011

Die Schule leistet einen wichtigen Beitrag zu Public Sexual Health

Sexualpädagogik. Aus der Wirkungsforschung ist bekannt, dass HIV-Prävention vor allem dann wirkt, wenn sie in eine umfassende Sexualerziehung eingebunden ist. Die Bereitschaft und Fähigkeit, sich und andere vor sexuell übertragbaren Krankheiten zu schützen, sind eng an das Wissen und die Einstellungen zur Sexualität gekoppelt. Die Schule nimmt dabei eine wichtige Stellung ein. mehr

01.03.2011

Der Tabakpräventionsfonds unterstützt wirksame Prävention

Wirkungsmanagement. Seit 2004 können aus dem Tabakpräventions­fonds (TPF) auf Gesuchsbasis Massnahmen der Tabakprävention finanziert werden. Eine dem Bundesamt für Gesundheit angegliederte Fachstelle führt diesen Fonds, der durch eine Sonderabgabe von 2,6 Rappen pro verkaufte Zigarettenpackung gespeist wird. Das sind derzeit rund 16 Millionen Franken pro Jahr. Mit einem Wirkungsmanagement-System will der Fonds die Wirksamkeit der finanzierten Projekte aktiver fördern. mehr

01.01.2011

Neue Wege in der Evaluation

«Joint Evaluation». Die Fachstelle Evaluation und Forschung (E+F) hat ein neues Evaluationsmodell mit dem Namen «Joint Evaluation» lanciert. Damit soll Evaluationswissen vermehrt innerhalb des Bundesamts für Gesundheit (BAG) generiert und dadurch besser genutzt werden. Durch eine Kombination von Selbstevaluation, interner und externer Evaluation soll das Lernen innerhalb des Amtes gefördert und gleichzeitig die unabhängige Prüfung von aussen gewährleistet werden. mehr

01.11.2010

Gesundheitsfolgenabschätzung: Instrument einer nachhaltigen Politik

Multisektorale Gesundheitspolitik. Was der Natur lieb ist, sollte der menschlichen Gesundheit teuer sein: Nach der Umweltverträglichkeitsprüfung gewinnt die Gesundheitsfolgenabschätzung (GFA) an Bedeutung. Mit ihrer Hilfe können in der Politik die möglichen Auswirkungen einer geplanten Massnahme auf die Gesundheit der Bevölkerung im Voraus abgeschätzt und beurteilt werden. Die Gesundheitsfolgenabschätzung schärft das Bewusstsein für gesundheitspolitische Anliegen auch in denjenigen politischen Bereichen, die ausserhalb der Gesundheitspolitik im eigentlichen Sinne liegen. Damit kann sie zu einem transparenten politischen Entscheidungsprozess beitragen und die politischen Rahmenbedingungen für die Gesundheit der Bevölkerung verbessern. mehr

01.11.2010

«Die Gesundheitsfolgenabschätzung öffnet Türen»

3 Fragen an Natacha Litzistorf und Antoine Casabianca. Seit einigen Jahren beschäftigen sich viele Kantone und andere Akteure mit Massnahmen zur Reduzierung der Gesundheitskosten. Mit starker Unterstützung von Studien, Verhandlungen zwischen den verschiedenen Partnern und Gesetzesänderungen werden neue Wege aufgespürt und untersucht. Zusätzlich zu dieser traditionellen Lösungssuche haben die Kantone Genf, Jura und Tessin zusammen mit equiterre, einer Organisation für nachhaltige Entwicklung, beschlossen, ihre Aktivitäten auf die Entwicklung eines neuen Instruments auszurichten, das der Entscheidungshilfe dient: die Gesundheitsfolgenabschätzung (GFA). Die GFA basiert auf dem Prinzip der Gesundheitsförderung und soll im Idealfall von Anfang an in ein Projekt integriert werden. Die GFA bezieht sich auf eine ganzheitliche Definition von Gesundheit im Sinne der WHO. Natacha Litzistorf, Leiterin von equiterre, und Antoine Casabianca, Leiter der Gesundheitsförderungsstelle des Kantons Tessin, beantworten drei Fragen zur GFA. mehr

01.11.2010

«Gesundheit ist ein hohes, aber nicht immer das höchste Gut.»

Interview mit Ignazio Cassis. Was denkt der Tessiner FDP-Nationalrat und Gesundheitspolitiker Ignazio Cassis über die Chancen und Risiken der Einführung einer Gesundheitsfolgenabschätzung in der Schweiz? mehr