Gesundheitspolitik

Die Gesundheitspolitik stellt die Gesundheit der Bevölkerung und deren Gesundheitsversorgung ins Zentrum. Der Zugang aller Bevölkerungsgruppen zu Prävention und Früherkennung sowie zu bedarfsgerechter Gesundheitsversorgung ist eine wichtige Grundforderung. Weitere Themen sind die Qualitätssicherung der Angebote, die Finanzierbarkeit, die Datenlage sowie die Steuerung des Gesundheitssystems.

08.01.2018

Soziale Benachteiligung erzeugt ungleiche Gesundheitschancen

Gesundheitliche Chancengleichheit. Unser Gesundheitssystem beruht auf dem Grundprinzip der Offenheit und Solidarität: Es muss den Bedürfnissen aller Bevölkerungsgruppen gerecht werden – unabhängig von ihrer Sprache, ihrer Herkunft, ihrem sozialen Status und ihrem Bildungsniveau. Das heisst, es sind oft besondere Anstrengungen nötig, um auch Benachteiligte mit Grundversorgung, Gesundheitsförderung und Prävention zu erreichen. mehr

08.01.2018

Aus erster Hand

Editorial. Die Bevölkerung in der Schweiz hat eine hohe Lebenserwartung und erfreut sich generell einer guten Gesundheit. Zu den Stärken unseres Gesundheitssystems gehören die hohe Qualität der Versorgung und das breite Spektrum der durch die obligatorische Krankenpflegeversicherung gedeckten Leistungen. Dennoch gibt es deutliche gesundheitliche Unterschiede zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen – Unterschiede, die wir beeinflussen können und deshalb nicht als gegeben akzeptieren wollen. Unsere Strategien sollen hierzu einen Beitrag leisten, damit wir auch die Schwächsten in unserer Gesellschaft erreichen. mehr

08.01.2018

Chancengleichheit ganz konkret

NCD. Was tun die Träger der NCD-Strategie, die Schweizerische Konferenz der Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK), die Stiftung Gesundheitsförderung Schweiz (GFCH) und das Bundesamt für Gesundheit (BAG), wenn sie im Jahr 2018 auf gesundheitliche Chancengleichheit setzen? Damit alle die gleichen Chancen für ein gesundes Leben und im Falle einer Krankheit die gleichen Zugangschancen zur Gesundheitsversorgung wahrnehmen können, müssen alle gesundheitsrelevanten Ungleichheiten berücksichtigt werden. So lautet eine der künftigen Herausforderungen. mehr

08.01.2018

Chancengleiche Gesundheitsversorgung im Freiheitsentzug

Äquivalenzprinzip. Frische Luft,genügend Raum und Bewegung, eine ausgewogene Ernährung, sinnstiftende soziale Kontakte und der Zugang zur Gesundheitsversorgung. Diese Voraussetzungen für eine gute Gesundheit gelten auch für Menschen im Freiheitsentzug. Wie weit sie in der Schweiz erfüllt sind und wo die Aufgaben des Bundesamts für Gesundheit (BAG) liegen, sind Gegenstand der folgenden Betrachtung. mehr

08.01.2018

Chancengleichheit für psychisch erkrankte Personen in der medizinischen Versorgung erhöhen

Koordinierte Versorgung. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat im Rahmen des Projekts «Koordinierte Versorgung» (1) eine Situationsanalyse erstellen lassen, welche die Herausforderungen in der koordinierten Versorgung von psychisch erkrankten Personen mit zusätzlichen körperlichen Erkrankungen aufzeigt. Die Vielfalt und Komplexität von psychisch- somatischen Komorbiditäten erfordert sowohl in der Diagnostik als auch in der Behandlung und Betreuung mehr Aufmerksamkeit. mehr

07.01.2018

Nachgefragt: am Symposium «Koordinierte Versorgung» vom 15. Dezember 2017 in Bern

Interviews mit Isabelle Durand-Zalieski und Lea von Wartburg. Im Rahmen des Symposiums «Koordinierte Versorgung für (hoch-)betagte, multimorbide Patientinnen und Patienten», das am 15. Dezember in Bern durchgeführt wurde, haben wir uns mit einer der Referentinnen, mit Dr. méd. Isabelle Durand-Zalieski, Direktorin der «Unité de recherche clinique en économie de la santé d’Ile-de-France», Paris, unterhalten. Sie leitet das landesweite französische Projekt PAERPA, das Massnahmen der koordinierten Versorgung älterer Menschen unterstützt, damit diese länger autonom leben können. Im Anschluss daran stand uns Lea von Wartburg, die Projektleiterin «Koordinierte Versorgung» des BAG, für Fragen zum Stand der Dinge in der Schweiz zur Verfügung. mehr

19.12.2017

Von der «Medicinalpolicey» zu Public Health

Buchempfehlung. Die Rückbesinnung auf die historische Perspektive von Public Health geht allzuoft im Tagesgeschehen unter. Was seit über 250 Jahren für die öffentliche Gesundheit und damit die Menschen in der Schweiz hart erkämpft werden musste, lohnt aber einen Blick zurück. Die Historikerinnen Brigitte Ruckstuhl und Elisabeth Ryter tun dies mit ihrem Buch «Von der Seuchenpolizei zu Public Health». mehr

22.11.2017

Nationales Konzept Seltene Krankheiten: Umsetzung wird verlängert

Medienmitteilung. Die Umsetzung des Nationalen Konzepts Seltene Krankheiten wird bis Ende 2019 verlängert. Bis dahin sollen gemeinsam mit den Beteiligen Massnahmen umgesetzt werden, die mehr Zeit in Anspruch nehmen – so etwa die Schaffung von Referenzzentren zur Unterstützung von Patientinnen und Patienten. Bei der Information, der Schaffung eines Registers, der Kostenübernahme sowie der Aus- und Weiterbildung wurden grosse Fortschritte erzielt. mehr

04.09.2017

Ordnungsbussen bei Cannabiskonsum: Klärung oder Verwirrung?

Regulierung und Vollzug. Am 1. Oktober 2013 ist eine vom Parlament eingeleitete Änderung des Bundesgesetzes über die Betäubungsmittel (BetmG) in Kraft getreten. Sie sieht vor, dass erwachsene Cannabiskonsumierende, die bis zu 10 Gramm dieser Substanz bei sich tragen und keine zusätzlichen Widerhandlungen begangen haben, von der Polizei mit einer innert 30 Tagen zahlbaren Ordnungsbusse von 100 Franken bestraft werden können. Dieses Verfahren soll die Verzeigungen ersetzen. Diese führten in der Regel zu einem Verweis oder einer Busse, die oft höher als 100 Franken war, sowie zu Gerichtskosten. Im Wiederholungsfall konnte die Geldstrafe heraufgesetzt werden. Diese Praxis ist mit den Ordnungsbussen verschwunden, denn die Vorgeschichte wird nicht mehr berücksichtigt. Sich hingegen auf einen einfachen Verweis zu beschränken, wie das die Justiz tun konnte, ist nicht mehr möglich. mehr

12.07.2017

«Den Spitalaustritt planen und koordinieren.»

Die Gesundheitsversorgung orientiert sich am Patientenwohl. Betagte und mehrfach kranke Menschen sind in vielen Spitalabteilungen die grösste Patientengruppe. Die Gründe für einen Spitaleintritt sind vielfältig. mehr