Internationales

In einer immer stärker vernetzten Welt nimmt auch im Gesundheitswesen die Bedeutung der internationalen Zusammenarbeit stetig zu. Zwei zentrale Pfeiler sind die internationale Zusammenarbeit als Mittel zur Förderung der Gesundheit in der Schweiz und die Gesundheit als Element der Entwicklungszusammenarbeit.

02.03.2016

Globaler Kampf gegen Tabakkonsum

WHO-Tabakkonvention. Mit dem Rahmenübereinkommen der WHO zur Eindämmung des Tabakgebrauchs trat 2005 ein Übereinkommen in Kraft, das den Kampf gegen Tabak konzertiert und global angehen soll. Es ist das erste globale Übereinkommen im Bereich Public Health überhaupt. Die Schweiz hat das Übereinkommen noch nicht ratifiziert. mehr

04.12.2015

Die Schweizerische Gesundheitsaussenpolitik: Welche Ziele verfolgt sie – was hat sie erreicht?

Schweizerische Gesundheitsaussenpolitik. Der Globalisierungsprozess und die Internationalisierung im Gesundheitsbereich erzeugen einen grossen Koordinationsbedarf zwischen gesundheits-, aussen- und entwicklungspolitischen Aspekten, damit die Schweiz als überzeugende Partnerin mit einer kohärenten Position auftreten und ihre Interessen optimal vertreten kann. Die 2012 verabschiedete Schweizerische Gesundheitsaus-senpolitik (GAP) dient als Instrument, um diese Koordination zu gewährleisten. Themen wie Verkehr, Umwelt, Energie, Sicherheit und globale Gesundheit rücken immer stärker in den Fokus der internationalen Beziehungen. Es handelt sich um Fragen, die wesentlich zur nachhaltigen Entwicklung unserer Gesellschaften beitragen – sie können weder isoliert betrachtet werden, noch machen sie halt an Landesgrenzen. Die Schweiz ist dank ihrer GAP gut dafür gerüstet, eine koordinierte und kohärente Gesundheitspolitik sowohl auf nationaler wie auch auf internationaler Ebene zu entwickeln und umzusetzen. Gesundheit ist auch ein nützliches Werkzeug, um unsere internationalen Beziehungen mit den wichtigen Partnern zu vertiefen und weiterzuentwickeln. mehr

04.12.2015

Aus erster Hand

Editorial Tania Dussey-Cavassini. Faktoren, die den Gesundheitszustand einer Bevölkerungsgruppe beeinflussen, sind oft nicht auf ihren unmittelbaren Siedlungsraum beschränkt. Bei ihrer Ausbreitung benötigen Viren keine Reisepässe und überwinden jeden Grenzzaun. mehr

04.12.2015

Marcel Tanner: «Wir sind glücklich, dass unser Ansatz ‹miteinander lernen, um zu verändern› in Nord und Süd aufgenommen und umgesetzt wird.»

Kurzinterview Marcel Tanner. Prof. Dr. Marcel Tanner hat Ende Juni 2015 nach 18 Jahren die Leitung des massgeblich von ihm mitgestalteten Schweizerischen Tropen- und Public-Health-Instituts TPH in Basel abgegeben. In seiner Amtszeit hat sich das ehemalige Schweize-rische Tropeninstitut zu einer global tätigen Institution mit einem interdisziplinären Ansatz in Lehre, Forschung und Dienstleistung entwickelt. Standen früher Fragen zur Infektionsbiologie von Krankheiten wie der Malaria oder der Schlafkrankheit im Vordergrund, wuchs mit Tanner die Überzeugung, dass Krankheit, Gesundheit und Gesundbleiben nur in einem Gesamtkontext verstanden werden können: Lebens-umstände, ökologische und kulturelle Einflüsse. Unter Tanners Leitung forcierte das Institut den interdisziplinären, systemischen Ansatz. «Der Kontext zwischen Gesundheits- und Sozialsystemen ist entscheidend», ist Tanners Überzeugung. mehr

04.12.2015

«Die Menschen entscheiden sich für ein bestimmtes Verhalten. Aber es liegt in der Verantwortung des Staates, gesundheitsförderliche Rahmenbedingungen zu schaffen.»

Interview mit Gauden Galea. Bund, Kantone und Gesundheitsförderung Schweiz haben am 22. Juni 2015 anlässlich des NCD-Stakeholder-Treffens den Entwurf für eine Nationale Strategie zur Prävention nichtübertragbarer Krankheiten (NCD) vorgestellt und diskutiert. Dr. Gauden Galea, Leiter der Abteilung Nichtübertragbare Krankheiten und Lebensverlauf, WHO Regionalbüro für Europa, ist eigens von Kopenhagen angereist, um die Schweizer Strategie aus internationaler Sicht zu würdigen. Galea lobte insbesondere den integrierenden Ansatz des Schweizer Strategieentwurfs, seine Evidenzbasiertheit, die Betonung der Prävention und den Blick auf wirtschaftlich schwächere und verletzliche Bevölkerungsgruppen sowie den konsultativen, partizipativen Prozess. mehr

04.12.2015

Tabakkonsum in der EU mit Nord-Süd-Gefälle

Eurobarometer. In der EU rauchen 26% der Bevölkerung – nur unwesentlich mehr als in der Schweiz, wo der Raucheranteil bei 25% liegt. In der Einzelbetrachtung zeigen sich grosse Unterschiede zwischen den EU-Ländern: Staaten mit tiefen Raucherprävalenzen und hohen Aufhörraten sind vor allem im Norden Europas zu finden. Das sind tendenziell auch jene Länder mit starken Werbeeinschränkungen und hohen Tabakpreisen. Auf gesetzlicher Ebene geht die Schweiz nicht so weit wie sie. mehr

04.12.2015

«Die Erstellung eines Notfallplans ist für Flughäfen gesetzlich vorgeschrieben.»

Fünf Fragen an Frédéric Eynard. Die Menschen sind mobiler denn je. Wie begegnet die Schweiz den möglichen Gesundheitsrisiken, die durch Migration und den regen Urlaubs- und Geschäftsreiseverkehr entstehen können? Wir fragten Frédéric Eynard, den Leiter des Notfallplans am Flughafen Genf. mehr

30.04.2015

Expertentreffen für europäische Bewegungsstrategie

Fachtagung WHO Region Europa. Im kommenden September will die WHO Europa die «Europäische Strategie Bewegung für Gesundheit» verabschieden – die erste Bewegungsstrategie der WHO überhaupt. Anfangs 2015 trafen sich in Zürich 80 Expertinnen und Experten aus 47 Mitgliedsländern, um den Entwurf der Bewegungsstrategie zu besprechen und Verbesserungen einzubringen. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hatte den Vorsitz und unterstützte die Expertentagung auch finanziell. mehr

16.04.2015

Das entscheidende Jahr für die Masernelimination

Masernelimination/Europäische Impfwoche. Vom 20. bis am 25. April 2015 findet die Europäische Impfwoche (EIW) statt. In diesem entscheidenden Jahr für die Masernelimination legt das BAG den Fokus bei der EIW auf die Masern-Nachholimpfungen. mehr

19.03.2015

«Alles, was zum Kampf gegen Ebola in Afrika beitragen konnte, hat sich gelohnt.»

Sechs Fragen an Daniel Koch. In den drei westafrikanischen Staaten Guinea, Liberia und Sierra Leone grassiert seit gut einem Jahr eine Ebola-Epidemie – die schlimmste, die es je gab. Bisher haben sich rund 25'000 Menschen angesteckt, mehr als 10'000 starben. Seit August 2014 arbeitet im Bundesamt für Gesundheit (BAG) eine Task Force, um unser Land auf mögliche Gefahren durch Ebola vorzubereiten. Inzwischen ist Ebola aus den Medien und dem öffentlichen Bewusstsein verschwunden. Welches Fazit und welche Lehren zieht Daniel Koch, Leiter der Abteilung Übertragbare Krankheiten, aus der Arbeit der Task Force? mehr