Lebensphasen

Jede Lebensphase des Menschen ist geprägt durch strukturelle Veränderungen des Körpers und der Psyche und die daraus entstehenden Bedürfnisse. In manchen Lebensphasen – der Kindheit, während der Schwangerschaft oder im Alter ­– hat die Gesundheit einen besonderen Stellenwert und ihr Schutz verlangt besondere Aufmerksamkeit.

22.10.2015

Sucht als Familiengeheimnis – Sensibilisierung tut Not

Wenn Papi oder Mami trinkt. Für rund 100'000 Kinder in der Schweiz ist dies Realität. Dazu kommt eine unbekannte Anzahl Kinder von Eltern mit einem anderen Suchtproblem. Überforderung, Scham- und Schuldgefühle prägen den Alltag der Kinder wie auch der Eltern. An einer Medienkonferenz in Bern stellte Sucht Schweiz am 22. Okkober 2015 zwei neue Angebote vor, welche eine wichtige Lücke in der Unterstützung suchtbelasteter Familien schliessen. Sie helfen, die Abhängigkeit als Krankheit zu verstehen, von den Erfahrungen anderer zu profitieren und sie ermutigen, Unterstützung zu suchen. mehr

08.09.2015

Aus erster Hand

Ursula Koch und Roy Salveter. Gesundheit ist kein einmal erreichter und dann unveränderlicher Zustand, sondern eine «Balance», die ein Leben lang und jeden Tag aufs Neue aktiv hergestellt werden muss. Heute geht die Gesundheitsförderung davon aus, dass der Mensch Verantwortung für sich, seine Gesundheit und seine Mitwelt übernehmen kann. Das Individuum, seine Lebensumstände und seine Fähigkeit, die eigene Lebenswelt mitzugestalten, sind hierfür zentrale Faktoren. Deshalb steht die Stärkung der Gesundheitskompetenz der Menschen seit Jahren im Zentrum aller Präventionsbemühungen des Bundesamts für Gesundheit und seiner Partner. mehr

08.09.2015

«Die Stärkung von Gesundheitskompetenz kann nicht allein die Aufgabe der Gesundheitspolitik sein.»

Sechs Fragen an Stefan Spycher. Gesundheitskompetenz ist ein Schlüsselfaktor für das körperliche und seelische Wohlbefinden des Individuums und entlastet das Gesundheitswesen und damit die Gesellschaft als Ganzes. Doch wie kann die Gesundheitspolitik dazu beitragen, dass diese Kompetenz bei allen Menschen entstehen und wachsen kann, und was tut der Staat konkret, um die Chancengleichheit zu verbessern? Wir fragten Stefan Spycher, Leiter des Direktionsbereichs Gesundheitspolitik und Vizedirektor des Bundesamts für Gesundheit (BAG). mehr

08.09.2015

Ressourcen stärken bedeutet, die Kompetenzen, sich für die gesündere Wahl zu entscheiden, frühzeitig anzulegen

Leitartikel Gesundheitskompetenz. Der Bund möchte die Ressourcen der Bevölkerung stärken, indem die Menschen Gesundheitskompetenz erlangen und ihre Selbstverantwortung wahrnehmen. Entsprechend der Strategie Gesundheit 2020 des Bundesrats will das Bundesamt für Gesundheit damit die Chancengleichheit erhöhen und die Gesundheitschancen der verletzlichsten Bevölkerungsgruppen verbessern. mehr

08.09.2015

«Bei der Gesundheitskompetenz geht es nicht um Bevormundung oder staatliche Intervention, sondern um das Weitergeben von Informationen.»

Gesundheitskompetenz und Rahmenbedingungen. Erfolgreiche Prävention verbindet Verhaltensänderung und gesellschaftliche Rahmenbedingungen, um es den Menschen zu ermöglichen, die jeweils gesündere Wahl zu treffen. Voraussetzungen dafür sind die Gesundheitskompetenz des Individuums, aber auch das Bewusstsein der Gesellschaft als Ganzes. Wie hoch ist das Gut der Freiheit zu werten, wie hoch die Lebensqualität? Wir fragten die Sozialdemokratin Ursula Zybach, Grossrätin des Kantons Bern und Geschäftsführende Präsidentin von Public Health Schweiz, und den Tessiner Arzt und freisinnigen Nationalrat Ignazio Cassis nach Chancen und Grenzen, wenn es darum geht, die Ressourcen zu stärken. mehr

08.09.2015

Mutter-Kind-Gesundheit in der Migrationsbevölkerung stärken

Prekäre Gesundheit von Müttern und Kindern mit Migrationshintergrund. Mehr Kinder mit einem geringen Geburtsgewicht, erhöhte Säuglings- und Müttersterblichkeit, mehr Schwangerschaftsabbrüche: Mütter und Säuglinge mit Migrationshintergrund haben mehr gesundheitliche Probleme als Schweizer Mütter und Neugeborene. Dies bestätigt der Bundesratsbericht, den das Bundesamt für Gesundheit zur Erfüllung des Postulats der Ständerätin Liliane Maury Pasquier erstellt hat. mehr

08.09.2015

Rauchfreie Luft – gesunde Kinder!

Projekt zum Schutz der Kinder vor Passivrauch. Knapp 10% der täglich rauchenden Personen in der Schweiz setzen Kinder und Jugendliche in ihrer Wohnung dem Passivrauch aus. Insbesondere in bildungsfernen Familien und in Familien mit Migrationshintergrund wird häufig in Anwesenheit von Kindern in der Wohnung geraucht. Das Projekt «Rauchfreie Luft – gesunde Kinder!» hat zum Ziel, Kinder in ihrem Zuhause besser vor dem Passivrauchen zu schützen. mehr

08.09.2015

Gesundheitskompetenz, chronische Krankheiten und «peer-to-peer healthcare»

Forum Jörg Haslbeck. Chronische Krankheiten und Multimorbidität zählen in der Schweiz zu den gros-sen Herausforderungen des Gesundheitswesens. Wie Analysen des Schweizer Gesundheitsobservatoriums zeigen, lebt fast jede vierte Person über 50 mit zwei oder mehreren dauerhaften Erkrankungen. Besonders für diese wachsende Bevölkerungsgruppe ist eine hohe Gesundheitskompetenz wichtig. Dazu gehört zum Beispiel, sich Gesundheitsinformationen zu beschaffen und diese zu verstehen, Entscheidungen bezüglich Therapien zu treffen, Symptome zu beobachten oder Arzneimittel wirksam und sicher einzusetzen. Studien haben jedoch gezeigt, dass gerade die Gesundheitskompetenz von Menschen mit chronischen Krankheiten und Multimorbidität unzureichend ist. Patienten erleben eine zu tiefe Gesundheitskompetenz im alltäglichen Umgang mit ihrer Krankheit als einschränkend. Daher lohnt es sich, in die Förderung von Gesundheitskompetenz zu investieren, um die Lebensqualität von Patienten und Angehörigen zu verbessern. mehr

14.07.2015

Wirksame Frühinterventionen gegen Vergesslichkeit im Alter

Internationales Demenz-Symposium. Mangelnde Konzentration und zunehmende Vergesslichkeit sind Vorzeichen einer demenziellen Erkrankung, die bis zum Verlust des selbstständigen Lebens führen kann. Anfangs Juni tauschten sich am ersten länderübergreifenden Demenz-Symposium auf Einladung der Schweiz rund 120 Vertreterinnen und Vertreter aus Verwaltung, Forschung und Praxis darüber aus, wie das Gesundheitswesen und die Gesellschaft dieser Herausforderung begegnen können. mehr

12.05.2015

«Wir dürfen nicht davon ausgehen, dass sich ältere Menschen nicht mehr verändern wollen.»

Interview mit Barbara Hedinger und Christina Meyer. Mit einem neuen Interventionsleitfaden sollen Pflegende gezielt und angemessen auf Suchtprobleme bei suchtkranken oder suchtgefährdeten Senioren reagieren können. Die Spitex der Stadt Luzern hat diesen Leitfaden mitentwickelt und als erste Institution umgesetzt. «spectra» hat mit der Projektleiterin Christina Meyer von «Akzent Prävention und Suchttherapie» und mit Barbara Hedinger von der Spitex Stadt Luzern über die Entstehung und erste Erfahrungen mit dem Leitfaden gesprochen. mehr