01.03.2011 «Nicht nur ans Geschäft denken, sondern auch an das Wohl der Gesellschaft»

5 Fragen an Martina Bosshard. actionsanté ist eine Initiative des Bundesamts für Gesundheit (BAG). Verschiedene Unternehmen und Organisationen engagieren sich über Aktionsversprechen dafür, dass es leicht fällt, sich für die gesunde Variante zu entscheiden. Der Grossverteiler Migros ist Partner von actionsanté der ersten Stunde und engagiert sich seither mit freiwilligen Versprechen für eine ausgewogene Ernährung und mehr Bewegung im Alltag. Martina Bosshard, Mediensprecherin beim Migros-Genossenschaftsbund, steht Red und Antwort.

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TODO CHRISTIAN

In welcher Art und Weise engagiert sich Migros bei der Initiative actionsanté?

Wir präsentieren jedes Jahr mindestens ein Aktionsversprechen, das zur Gesundheitsförderung beiträgt. Vor zwei Jahren reduzierten wir den Salzgehalt im Brot. Letztes Jahr zeigten wir, wie wir die versteckten Salze in Conve­nience-Produkten wie Pizzen und Fertigmahlzeiten reduzieren. Ausserdem verpflichteten wir uns auch dazu, das Programm Délifit in der Migros-Gastronomie und im Take-away-Bereich auszubauen. Die Délifit-Menüs beweisen, dass man mit gesundem Essen nicht auf den Genuss verzichten muss.

Worin besteht die Motivation von Migros, bei actionsanté mitzumachen?

Die Volksgesundheit war bereits für unseren Gründer, Gottlieb Duttweiler, ein zentrales Thema. Deshalb verzichtete er auf den Verkauf von Tabak und Alkohol. Er dachte nicht nur ans Geschäft, sondern auch ans Wohl der Gesellschaft. Auch heute engagiert sich Migros in vielen Bereichen, um die Gesundheit zu fördern. Deshalb sind wir dem Aufruf des BAG gern gefolgt.  

Migros ist eine Partnerin der ersten Stunde von actionsanté. Welche Erfahrungen hat das Unternehmen inzwischen gemacht? Welche Vorteile hat dieses Engagement mit sich gebracht?

Für uns ist das Engagement sehr positiv. Wir begrüssen es, dass actionsanté eine Initiative auf die Beine gestellt hat, der viele Unternehmen folgen. Die Best-Practice-Beispiele motivieren weitere Marktteilnehmer, in die Qualität ihrer Produkte zu investieren. Die ständige Optimierung unseres Sortiments und unserer Rezepturen gehört zum Tagesgeschäft. Die Beteiligung an actionsanté gibt den Bemühungen ein zusätzliches Gewicht und eine Verbindlichkeit gegen aussen.

Wann folgt seitens Migros das Versprechen, den Zuckergehalt gewisser Lebensmittel zu senken? Oder die Süssigkeiten nicht mehr neben den Kassen zu präsentieren?

Bisher haben wir uns im Rahmen von actionsanté auf die Salz-Thematik konzentriert. Zucker ist aber klar auch für uns ein Thema, bei den Lilibiggs-Produkten haben wir zum Beispiel klare Richtlinien zum Zuckergehalt. Es gibt auch bereits viele Kassenzonen mit Non-Food-Artikeln – in grösseren Filialen haben Eltern die Wahl, bei welcher Kasse sie anstehen wollen.

Die Jahrestagung von action­santé 2011 hat das Schwerpunktthema «Bewegung im Alltag». Sieht Migros in diesem Bereich Möglichkeiten, sich zu engagieren?

Auf jeden Fall. Mit der Klubschule und den Fitness- und Golfparks sind wir bereits stark engagiert. Ausserdem sponsert Migros auch die wichtigsten Volksläufe und die Slow-up-Events. Unser Engagement für die Gesundheit umfasst die Bereiche Ernährung, Entspannung und Bewegung. Mit Lauf- und Skiwettbewerben setzen wir uns dafür ein, dass Kinder Spass an der Bewegung finden.

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