21.04.2016 «Von der Neugierde zur Botschaft mit persönlicher Relevanz.»

3 Fragen an Claudia Künzli (Lungenliga Schweiz), Gesamtkoordinatorin von «SmokeFree vor Ort».

Claudia Künzli, Lungenliga Schweiz.

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Claudia Künzli, Lungenliga Schweiz.

spectra: «SmokeFree vor Ort» lädt die Menschen dazu ein, sich mit den negativen Konsequenzen des Rauchens auseinanderzusetzen. Für Raucherinnen und Raucher ist das vielleicht kein verlockendes Angebot. Wie wollen Sie sie trotzdem dazu bewegen, sich in den Fotoautomaten zu setzen?  

Claudia Künzli: Ich denke, bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen wird das kein Problem sein. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass jüngere Leute sich für dieses Thema interessieren. Sie gehören ja auch zur engeren Zielgruppe dieser Aktion. Wichtig ist, dass Fachleute da sind, die bei Fragen zur Verfügung stehen und weitere Informationen geben können.  

Wie sieht es bei den älteren Rauchenden aus?

Für sie ist die Schwelle vielleicht etwas höher, aber der Fotoautomat weckt auch ihre Neugierde. Der Blick in die Zukunft hat die Menschen schon seit jeher fasziniert. Wer die Auswirkungen des Rauchens am eigenen Aussehen sieht, ist offener für  ein ungezwungenes Gespräch mit der Rauchstopp-Fachperson am Stand. Aus der ursprünglichen Neugierde an den Fotos entstehen so Botschaften mit persönlicher Relevanz. Der Fotoautomat ist ein tolles Instrument, um mit der Bevölkerung in Kontakt zu kommen.  

«SmokeFree vor Ort» lebt davon, dass kantonale Lungenligen und andere Akteure der Tabakprävention den Fotoautomaten an lokalen Anlässen aufstellen und betreuen. Wie gross ist das Echo?

Das Interesse unter den Partnern ist sehr gross. Insgesamt werden in der Deutschschweiz, der Romandie und im Tessin etwa 60 Standaktionen durchgeführt. Wir müssen auf eine möglichst vielfältige Auswahl der Standorte achten, damit wir möglichst alle Regionen, möglichst viele Bevölkerungsgruppen und natürlich alle unseren Zielgruppen erreichen.

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