18.02.2016 Migrantinnen und Migranten in Muttersprache erreichen

Migesmedia. Die neue Plattform, die durch das Schweizerische Rote Kreuz im Rahmen des Nationalen Programms Migration und Gesundheit betrieben wird, soll die Zusammenarbeit zwischen Anbietern von Gesundheitsinformationen und Medienschaffenden der Migrationsbevölkerung vereinfachen.

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Bis vor Kurzem fehlte ein Überblick, wie das Segment der Schweizer Medienlandschaft aussieht, das durch zugewanderte Journalistinnen und Journalisten in ihren Muttersprachen aufgebaut worden ist. Die mannigfaltigen kleinen Zeitschriften, Webportale, Radio- und TV-Sender, die für ihr Publikum eine Art Brücke zwischen alter und neuer Heimat bedeuten und mit viel Engagement, oft halb ehrenamtlich am Leben erhalten werden, stellen sich jetzt auf einer gemeinsamen Webplattform vor.

Diese Plattform heisst migesmedia.ch und besteht im Wesentlichen aus drei Rubriken: Erstens enthält sie die wichtigsten Facts und Figures zu den fremdsprachigen Medien in der Schweiz, verlinkt mit den jeweiligen Kontaktpersonen und Websites. Zweitens werden die Dienstleistungen des SRK-Kompetenzzentrums migesplus vorgestellt, das seit Jahren Tipps und Tools für die Produktion und Verbreitung von migrationsgerechten Gesundheitsinformationen zur Verfügung stellt. Und drittens sind hier auch Gesundheitsorganisationen eingeladen, sich mit einem Kurzporträt den fremdsprachigen Medienschaffenden vorzustellen, um den Kommunikationsradius dank deren Mithilfe tatsächlich auf die Gesamtbevölkerung auszuweiten.

Das Ziel ist ambitiös: In Zukunft soll migesmedia.ch die beste Adresse sein, um vielsprachige Medienkooperationen und Präventionskampagnen zu initiieren und relevante Botschaften zur Gesundheit auch schwer erreichbaren Zielgruppen zugänglich zu machen. Denn diese sind bekanntlich nicht selten auch diejenigen, die gesundheitlich besonders verletzlich sind.

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Kontakt

Agathe Blaser, Nationales Programm Migration und Gesundheit, agathe.blaser@bag.admin.ch  

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