04.03.2019 Mit KOMO zu mehr Bewegung

Nachhaltige Mobilität. KOMO, die Koordinationsstelle für nachhaltige Mobilität, wird von sechs Bundesstellen getragen, eine davon ist das BAG. Bei vielen Projekten, welche KOMO finanziell fördert, spielt Gesundheitsförderung eine wichtige Rolle. Claudia Heer, Programmleiterin von KOMO und Mitarbeiterin vom Bundesamt für Energie BFE, gibt Auskunft.

Claudia Heer, Programmleiterin KOMO und Mitarbeiterin des Bundesamt für Energie BFE

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Claudia Heer, Programmleiterin KOMO und Mitarbeiterin des Bundesamt für Energie BFE

Was hat die Koordinationsstelle für nachhaltige Mobilität (KOMO) mit Gesundheit zu tun?

Claudia Heer: KOMO sucht und unterstützt Lösungen für eine zukunftsfähige Mobilität. Wir fördern Fortbewegungsarten, welche die Bewegung begünstigen und Umwelt und Ressourcen schonen. Gerade auf kürzeren Strecken ist der Velo- und Fussverkehr meist die schnellste und kostengünstigste Lösung. Dabei werden nicht nur die Umwelt und das Portemonnaie geschont, sondern auch etwas Gutes für die Gesundheit getan.

Was für Projekte, welche Gesundheitsförderung miteinbeziehen, werden bereits unterstützt?

Aktuell unterstützt das BAG über KOMO zum Beispiel das Projekt «bike control safety». Das Projekt soll das  Velofahren von Jugendlichen zwischen 10 und 16 Jahren sicherer machen und ergänzt dadurch die bereits bestehenden Angebote von «Schule und Velo», die das Velofahren bei Kindern und Jugendlichen fördern. Ferner hat das BAG über KOMO den Aufbau des Veloverleihsystems «Bikesharing Locarnese» oder den Aufbau des «Mobilitätsmanagement in Wohnsiedlungen (MIWO)» unterstützt. MIWO berät Liegenschaftsverwaltungen, um nachhaltige Mobilitätsformen bei Wohnüberbauungen zu fördern, darunter auch den Fuss- und Veloverkehr.

Bis am 30. April 2019 kann man bei Ihnen Projekte für eine «nachhaltige Freizeitmobilität» einreichen. Was genau verstehen Sie unter diesem Begriff?

Die Freizeit stellt in der Schweiz den mit Abstand wichtigsten Verkehrszweck dar. Im Jahr 2015 legten Schweizerinnen und Schweizer 40 Prozent der Distanzen wegen Freizeitaktivitäten zurück, zwei Drittel brauchten dafür das Auto. Damit verbunden ist ein grosser Energieverbrauch mit entsprechendem CO2- und Schadstoffausstoss.

Wir suchen daher neue Lösungen, die möglichst energieeffizient und umweltfreundlich sind, aber auch die Gesundheit fördern. Darunter könnten zum Beispiel die Förderung von Freizeitangeboten in der Nähe fallen, welche leichter zu Fuss oder mit dem Velo erreicht werden können. Oder Projekte, die auf ein effizientes und nachhaltiges Mobilitätsverhalten bei Touristen setzen.

Wer darf Projekte einreichen und was sind die Anforderungen?

KOMO unterstützt Schweizer Projekte der öffentlichen Hand, der Privatwirtschaft sowie von Vereinen und Verbänden. KOMO übernimmt maximal 40% der Gesamtprojektkosten, die mindestens CHF 50'000 betragen müssen. Die Projekte müssen innerhalb von zwei bis drei Jahren umgesetzt werden können.

Koordinationsstelle nachhaltige Mobilität KOMO

KOMO vergibt zweimal jährlich Förderbeiträge an Projekte, welche neue, innovative Ansätze für eine nachhaltige Mobilität anstreben. Das Ziel dabei ist, den Energieverbrauch und die Umweltbelastung, die durch den Verkehr verursacht werden, zu reduzieren und die Gesundheit der Bevölkerung durch mehr Bewegung im Alltag zu fördern.

KOMO wird von den sechs Bundesämtern ARE, ASTRA, BAFU, BAG, BAV und BFE getragen. Pro Jahr stehen KOMO rund eine Million Franken für die Unterstützung von Projekten zur Verfügung.

Die nächste Eingabefrist für KOMO-Projekte ist der 30. April 2019: www.energieschweiz.ch

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Claudia Heer
Programmleiterin KOMO 
Mitarbeiterin Bundesamt für Energie BFE

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