Sucht

Alkohol, illegale Drogen und Tabak verursachen viel Leid für die Betroffenen und hohe Kosten für die Gesellschaft. Zu den «klassischen» Abhängigkeiten kommen «neue» Suchtformen wie Medikamentenabhängigkeit, Geldspielsucht oder die exzessive Internetnutzung.

08.01.2018

Kommunikation mit der Migrationsbevölkerung – eine Herausforderung

Kampagnen. Eine Aufgabe des Bundesamts für Gesundheit (BAG) im Bereich der gesundheitlichen Chancengleichheit ist es, benachteiligte Bevölkerungsgruppen mit Gesundheitsinformationen besser zu erreichen und damit ihre Gesundheitskompetenz zu erhöhen. Herkömmliche Massnahmen erreichen aber oftmals gerade diejenigen Menschen nicht, die sie am nötigsten haben. Migesmedia ist eine Plattform für Medien in den Sprachen der Migrationsbevölkerung, die vom Schweizerischen Roten Kreuz (SRK) im Auftrag des BAG aufgebaut wurde. Auch das BAG nutzt Migesmedia für seine Kampagnen, wie hier anhand des Beispiels der SmokeFree-Kampagne gezeigt wird. mehr

01.01.2018

„Wenn es für Jugendliche schwierig wird“ - Interprofessionelle Fachtagung

Tagungshinweis. Am 8. März findet in Biel die nationale Fachtagung zum Thema „Wenn es für Jugendliche schwierig wird“. Die interprofessionelle Fachtagung wird organsiert vom Fachverband Sucht, mit der Unterstützung von Infodrog, GREA, dem BAG und von Fachleuten. Mehr Informationen und Anmeldung unter: www.fachverbandsucht.ch/de/events/48 mehr

19.12.2017

« Addictions et société : Voyage au pays des ombres. » (Sucht und Gesellschaft: eine Reise in dunkle Gefilde.)

Buchempfehlung. Wie lässt sich Suchtverhalten mithilfe der Sozialwissenschaften verstehen? Wie lässt sich eine Annäherung zwischen der akademischen Welt und der Berufswelt herbeiführen? Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums des Westschweizer Fachverbands GREA und des 10-jährigen Jubiläums der Genfer Vereinigung «Première Ligne» fand vom 11. bis zum 13. November 2014 ein wissenschaftliches Kolloquium unter dem Titel «Addictions et société» statt. Um das Wesentliche dieses dreitägigen Austausches festzuhalten, publizierte der GREA in Zusammenarbeit mit der Universität Genf eine Sonderausgabe der Zeitschrift Sociograph. ¶ mehr

14.12.2017

Finanzierung von innovativen Projekten

Prävention in der Gesundheitsversorgung. Gesundheitsförderung Schweiz fördert ab 2018 in enger Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Gesundheit die Prävention in der Gesundheitsversorgung: Bis 2024 finanziert die Stiftung Projekte in den Bereichen nicht übertragbare Krankheiten, Sucht und psychische Gesundheit mit 5 Millionen Franken pro Jahr. Die Projekte sollen neue, verbesserte Ansätze und Praktiken aufzeigen, um präventive Angebote in die Gesundheitsversorgung einzubauen. Die Angebote richten sich an Personen, die bereits erkrankt sind oder ein erhöhtes Erkrankungsrisiko aufweisen: Sie fördern die Gesundheitskompetenz und erhöhen die Lebensqualität der Patienten. Ab dem 8. Januar 2018 nimmt Gesundheitsförderung Schweiz Projektanträge entgegen. mehr

14.11.2017

Studie der Universität Bern zum Cannabiskonsum nicht bewilligungsfähig

Medienmitteilung. Das Gesuch des Instituts für Sozial- und Präventivmedizin und des klinischen Studienzentrums der Universität Bern für die Durchführung einer wissenschaftlichen Studie zum legalen Verkauf von Cannabis zu Genusszwecken kann nicht bewilligt werden. Das geltende Betäubungsmittelgesetz verbietet den Konsum von Cannabis zu nicht-medizinischen Zwecken. Damit solche Studien bewilligt werden können, müsste das Betäubungsmittelgesetz mit einem „Experimentierartikel“ ergänzt werden. mehr

17.10.2017

Rauchende unterschätzen ihr Erkrankungsrisiko

Medienmitteilung. Mit der Botschaft «Kein Zufall: 75% der unter 50-jährigen Herzinfarktpatienten rauchen» macht die neue Welle der SmokeFree-Kampagne darauf aufmerksam, dass Rauchende häufiger von Herz-Kreislauf-Erkrankungen betroffen sind als der Bevölkerungsdurchschnitt. Zwei Drittel der Rauchenden wissen zwar über die generellen Gefahren des Tabakkonsums Bescheid, das persönliche Erkrankungsrisiko schätzen sie jedoch zu tief ein. mehr

13.09.2017

Schadensminderung im Spannungsfeld von medizinischer Praxis und öffentlicher Wahrnehmung

Sucht. PD Dr. med. Marcus Herdener ist Leiter des Zentrums für Abhängigkeitserkrankungen und stellvertretender Chefarzt der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik an der Psychiatrischen Universitätsklinik in Zürich. Er verfügt über langjährige Erfahrung in der Behandlung suchtkranker Menschen und setzt sich stark für das Konzept der Schadensminderung ein. mehr

12.09.2017

Online- Suchtberatung: Webportal SafeZone.ch auch auf Französisch

Sucht. Die Online-Suchtberatung SafeZone.ch ist neu auch auf Französisch verfügbar. Nach dem Erfolg in der deutschen und italienischen Schweiz können nun auch die französischsprachigen User ihre Fragen zum Thema Sucht und Substanzkonsum an Expertinnen und Experten richten. Diese beraten persönlich und kostenlos online über E-Mail oder einen individuellen Chat. Die Anonymität ist gewährleistet, sodass die User offen über sehr persönliche Probleme sprechen können. mehr

04.09.2017

Aus erster Hand

Editorial. Sucht ist eine Krankheit (1). Sucht kann aber auch Marginalisierung bedeuten. Einsamkeit. Verschuldung. Sucht kann zum Verlust von Arbeit führen, zum Verlust des sozialen Umfelds und zum Verlust von Lebensfreude. Im Vorfeld eines Suchtverhaltens bestehen oftmals tieferliegende psychische Probleme. Die neue Strategie Sucht des Bundes geht deshalb von einem gesamtheitlichen, biopsychosozialen Krankheitsmodell aus, das körperliche, psychische und sozioökonomische Faktoren einbezieht und Sucht nicht als Zustand, sondern als dynamischen Prozess betrachtet. mehr

04.09.2017

Die Weichen für die neue Suchtstrategie sind gestellt

Suchtpolitik. Der Mensch hat seit jeher bewusstseinsverändernde Substanzen konsumiert, und was eine Gesellschaft unter Sucht versteht, verhandelt diese immer wieder neu. Neben Substanzen wie Alkohol, Tabak, Drogen und Medikamenten kommen neue Substanzen wie Neuro-Enhancer hinzu, während Opiate, die lange im Vordergrund der Aktivitäten von Suchthilfe und -politik standen, in den letzten Jahren an Bedeutung verloren haben. Nebst den anhaltenden Problemlasten, die durch risikoreichen Alkohol- sowie Tabakkonsum entstehen, heisst es auch, sich den neueren Erscheinungsformen der substanzungebundenen Abhängigkeiten zuzuwenden. Die in diesem Jahr angelaufene Nationale Strategie Sucht nimmt sich substanz- wie auch suchtformübergreifend des ganzen Spektrums von Abhängigkeit und Sucht an. Die Strategie nimmt Sucht als umfassendes Phänomen in den Blick, das von wechselwirkenden biologischen, psychologischen und sozioökonomischen Aspekten beeinflusst sowie von aktuellen Konsumtrends und kulturellen Verhaltensweisen abhängig ist. Zusammen mit der NCD-Strategie (1) löst sie ab 2017 die Nationalen Präventionsprogramme Alkohol, Tabak sowie das Massnahmenpaket Drogen ab. mehr