Sucht

Alkohol, illegale Drogen und Tabak verursachen viel Leid für die Betroffenen und hohe Kosten für die Gesellschaft. Zu den «klassischen» Abhängigkeiten kommen «neue» Suchtformen wie Medikamentenabhängigkeit, Geldspielsucht oder die exzessive Internetnutzung.

01.09.2010

Herausforderung Sucht: Ein fruchtbarer Lernprozess

Forum François van der Linde. Die Aufgabenstellung war ambitiös: Ein Leitbild zu erstellen, das nicht nur Suchtmittel, sondern auch Verhaltensweisen mit Suchtpotenzial (z. B. Spielsucht) einbeziehen sollte. Ambitiös war auch die Arbeitsweise: Die drei bundesrätlichen Kommissionen im Suchtbereich (Alkohol, Tabak, Drogen) sollten diese Arbeit gemeinsam an die Hand nehmen. Erst recht ambitiös dann die Vorstellung, die am Schluss des Berichts formulierten Leitsätze umzusetzen. Ein erster Schritt ist gelungen: Der Bericht und die Leit­sätze liegen vor. mehr

01.09.2010

Aus erster Hand

Editorial Andrea Arz de Falco. Die Schweiz wird oft als Pionierland gelobt, wenn es um Suchtpolitik geht. Doch nicht nur sich ändernde gesellschaftliche Realitäten (24 –7-Gesellschaft, Beschleunigung und unbeschränkte Verfügbarkeit) und neue Herausforderungen in der Praxis (z. B. Überschneidung von Szenen, Mischkonsum) tragen neue Fragen und Herausforderungen an die schweizerische Suchtpolitik heran. Vielmehr lassen Erfahrungen aus der Praxis ebenso wie wissenschaftliche Erkenntnisse die Einsicht reifen, dass adäquate Antworten auf die vielfältigen Suchtprobleme dank eines integrierten Ansatzes erfolgreicher gestaltet werden können. mehr

01.05.2010

Erste Schritte in Richtung Kosten-Nutzen-Analyse von Präventionsmassnahmen

Evaluation. Sind Massnahmen zu Prävention und Gesundheitsförderung nötig und ihr Geld wert? Drei vom Bundesamt für Gesundheit initiierte Pionierstudien liefern erstmals konkrete Zahlen zum Kosten-Nutzen-Verhältnis von staatlicher Prävention in den Bereichen Verkehrsunfälle, Tabak und Alkohol. Die Ergebnisse sind erfreulich, aber vorerst mit Vorsicht zu geniessen. mehr

01.05.2010

Die Tabakkampagne «Eigentlich logisch» hat die Menschen berührt

Evaluation Tabakkampagne 2009. Die auf Konsens ausgerichtete Tabakkampagne «Weniger Rauch, mehr Leben» ging 2009 mit dem Slogan «Eigentlich logisch» in das vierte Jahr. Sie erzielte bezüglich Wahrnehmung und Akzeptanz ähnlich hohe Werte wie die Kampagne 2008. Das Nichtrauchen hat sich als Selbstverständlichkeit etabliert. mehr

01.05.2010

Passivrauchschutz: Viele Kantone sind dem Bundesgesetz voraus

Tabakprävention. Am 1. Mai 2010 treten das Bundesgesetz und die Verordnung zum Schutz vor Passivrauchen in Kraft. Für die Mehrheit der Schweizer Bevölkerung wird das ein Tag wie jeder andere, denn die meisten Kantone haben bereits kantonale Regelungen zum Schutz vor Passivrauchen erlassen. In 14 Kantonen gibt es Regelungen, die strenger sind als das Bundesgesetz. mehr

01.05.2010

Erinnerungen an den Zürcher «Needle-Park»

Drogengeschichte 1968–2008. Das Drogenelend auf dem Zürcher Platzspitz erschütterte die ganze Welt. Der ehemalige Medizinprofessor Peter J. Grob beschreibt in seinem Buch «Zürcher Needle-Park» dessen Entstehungsgeschichte in einem breiten historischen Umfeld. mehr

01.02.2010

Alkoholpolitik in den Kantonen

5 Fragen an Reno Sami, Verantwortlicher für Politik, Kommunikation und Kampagnen beim Fachverband Sucht. Er leitet zudem die «Kompetenzstelle für alkoholpolitisches Kommunikations- und Schnittstellenmanagement in der Deutschschweiz». Diese stellt die Koordination der Austauschprozesse zwischen Fachwelt und Praxis, Bund, Kantonen und Städten sicher und bietet unter anderem Unterstützung bei der Umsetzung einer kohärenten Alkoholpolitik. mehr