Sucht

Alkohol, illegale Drogen und Tabak verursachen viel Leid für die Betroffenen und hohe Kosten für die Gesellschaft. Zu den «klassischen» Abhängigkeiten kommen «neue» Suchtformen wie Medikamentenabhängigkeit, Geldspielsucht oder die exzessive Internetnutzung.

20.04.2017

Rückblick auf acht Jahre Nationales Programm Alkohol

Nationales Programm Alkohol 2008–2016 (NPA 2008–2016). Alkohol ist ein fester Bestandteil unserer Kultur – sei es das Glas Rotwein zum Essen, der Prosecco zum Anstossen oder das Feierabendbier.Dennoch: Alkohol ist kein normales Konsumgut und der Umgang mit ihm will gelernt sein. Der Grossteil der Bevölkerung weiss zwar, wie mit Alkohol umgehen, doch ungefähr jede fünfte Person trinkt zu viel, zu oft oder zur falschen Zeit. Rund die Hälfte allen Alkohols wird von 11 Prozent der Bevölkerung getrunken. Übermässiger Alkoholkonsum ist einer der wichtigsten Risikofaktoren für chronische Krankheiten, führt zu Belastungen im Umfeld und bringt Gefahren auf die Strasse. Jährlich entstehen dadurch gesellschaftliche Kosten von etwa 4,2 Milliarden Franken.* Im Interesse aller setzte sich im Jahr 2008 das Nationale Programm Alkohol das Ziel: «Wer alkoholische Getränke trinkt, tut dies, ohne sich selber und anderen Schaden zuzufügen.» mehr

20.04.2017

Die Schweizer Drogenpolitik – ein Pioniermodell

Massnahmenpakete Drogen. Die Viersäulendrogenpolitik der Schweiz ist heute noch für viele Länder in nachahmenswertes Beispiel im Umgang mit der Drogenproblematik. Die Erfolge der letzten zwanzig Jahre dürfen sich durchaus sehen lassen: Die offenen Drogenszenen sind verschwunden, die Drogentodesfälle, die HIV-Ansteckungsrate und auch die Drogenkriminalität sind zurückgegangen und die öffentliche Sicherheit hat sich verbessert. Das Drogenproblem ist nicht gelöst,aber die Schweiz hat zu einem pragmatischen und menschenwürdigen Umgang mit der Drogenproblematik gefunden. Per Ende 2016 lief das dritte Massnahmenpaket Drogen aus. Die Viersäulendrogenpolitik wird nun im Rahmen der alle Suchtformen umfassenden Nationalen Strategie Sucht zur Viersäulensuchtpolitik weiterentwickelt. mehr

20.04.2017

Den Menschen die nötige Konsumkompetenz vermitteln

Interview mit Eveline Bohnenblust. Unsere Gesprächspartnerin ist Leiterin der Abteilung Sucht des Gesundheitsdepartements des Kantons Basel-Stadt. Mit ihr schauen wir zurück auf die bisherige Schweizer Drogenpolitik und schauen voraus auf die neue Suchtstrategie und die zukünftigen suchtpolitischen Herausforderungen aus der Perspektive des Stadtkantons. mehr

20.04.2017

«Wer in Prävention und Gesundheitsförderung investiert, spart Leid und Geld.»

Interview Stefan Leutwyler. Der stellvertretende Zentralsekretär der Schweiz. Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK) blickt zurück auf die Nationalen Präventionsprogramme und das Erreichte – und blickt voraus in die neuen Strategien Sucht und NCD sowie die neuen Anforderungen an die künftige Präventionsarbeit. Die GDK hat an der Erarbeitung der neuen Strategien mitgewirkt, denn die Kantone sind ein wichtiger Partner in der Umsetzung, die seit Anfang des Jahres angelaufen ist. mehr

19.01.2017

Wie weiter in der Alkoholpolitik von Bund, Kantonen und Städten?

14. Tagung der Kantonalen Alkohol-Aktionspläne (KAP). Über 100 Personen aus allen drei Sprachregionen der Schweiz stellten sich an der 14. Tagung der Kantonalen Alkohol-Aktionspläne, kurz KAP, die Frage: «Alkoholpolitik von Bund, Kantonen und Städten: Wie weiter?» Dabei standen an diesem 8. November die Diskussion der aktuellen alkoholpolitischen Handlungsspielräume und ein Rückblick auf das Nationale Programm Alkohol im Vordergrund. Allen Teilnehmenden gemeinsam war der Berührungspunkt zu alkoholpolitischen Fragestellungen. Die Hintergründe jedoch waren vielseitig: Personen aus den Bereichen Sucht, Gesundheit, Prävention, Behandlung, Soziales, Handel, Gewerbe, Lebensmittelinspektorate, Polizei und Justiz sowie der Politik zählten zu den Teilnehmenden. Hauptzielgruppe waren die Vertreterinnen und die Vertreter der Kantonsverwaltungen. mehr

18.01.2017

Lust statt Frust beim Reden über Alkohol

Früherkennung. frustrieÜbermässiger Alkoholkonsum verursacht viel Leid und hohe Kosten. Je früher Alkoholprobleme erkannt werden, umso einfacher kann süchtig machendes Verhalten verändert werden. Ärztinnen und Ärzte leisten einen wichtigen Beitrag zur Früherkennung, wenn sie ihre Patientinnen und Patienten auf den Alkoholkonsum ansprechen. Doch das will gelernt sein! mehr

18.01.2017

Selbst ein sehr geringer Zigarettenkonsum hat Auswirkungen auf die Gesundheit

Fünf Fragen an Prof. Jacques Cornuz. Der Direktor der medizinischen Universitätspoliklinik in Lausanne engagiert sich stark in der Lehre und Forschung, und spezifisch im Bereich der Tabakentwöhnung. Wir sprachen mit ihm über die Kurzinterventionen zum Rauchstopp. mehr

18.01.2017

Passanten erzählen, wie sie den Rauchstopp geschafft haben

Rauchstopp. Fast eine Million Menschen in der Schweiz wollen endlich aufhören zu rauchen. Das wissen wir aus Umfragen. Passanten erzählen in Smoke-Free-Spots, wie sie den Rauchstopp erfolgreich umgesetzt haben. Dabeigibt es auch sehr persönliche Wege. mehr

15.01.2017

SmokeFree-Filmwettbewerb: Interview mit Xavier Koller

Kurzbiografie. Geboren in Schwyz. Nach der Schulzeit absolvierte Xavier Koller erst eine vierjährige Lehre als Mechaniker, danach eine dreijährige Ausbildung als Schauspieler und Regisseur an der Schauspiel Akademie in Zürich. Dem folgten verschiedene Theater-Engagements in Deutschland und in der Schweiz. In dieser Zeit erste Filmarbeiten vor und hinter der Kamera für Commercials, TV-Serien, Fernsehspiele und Filme. Xavier Koller wurde 1991 als erster Schweizer Autor/Regisseur für «Reise der Hoffnung» mit einem Oscar ausgezeichnet. mehr

15.01.2017

SmokeFree-Filmwettbewerb: Interview mit Adrian Kammer

Kurzbiografie. Adrian Kammer ist seit 2006 verantwortlich für die Kampagnen im Bundesamt für Gesundheit. Unter seiner Leitung sind in über 25 Kampagnenprojekten rund 50 Filme entstanden. Neben der SmokeFree-Kampagne sind dies die LOVE LIFE-Kampagne, die im In- und Ausland viel Beachtung findet und über die Jahre hinweg mehrere Preise gewonnen hat, sowie die Organspende-Kampagne «Rede über Organspende - Leben ist teilen» und die Alkoholpräventionskampagne «Wie viel ist zu viel». Er ist Experte für crossmediale Gesundheitskampagnen. mehr