27.06.2017 Tabak und Lebensstil?

6. Partnerplattform Tabakprävention 2017 Das Bundesamt für Gesundheit lud am Dienstag, den 13. Juni, die Partner der Tabakprävention auf seinen Campus in Bern-Liebefeld ein. Im Mittelpunkt stand das Thema «Die Tabakprävention im Rahmen einer umfassenden Gesundheitsförderung». Gut 100 Präventionsfachleute und Umsetzungspartner diskutierten die Chancen und Herausforderungen, die sich unter dem Dach der neuen Strategien Prävention nichtübertragbarer Krankheiten (NCD) und Sucht für die Tabakprävention auftun. ¶

Bildstrecke Tabak und Lebensstil?

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Vize-Direktorin Andrea Arz de Falco begrüsste die zahlreichen Teilnehmenden in den Räumlichkeiten des BAG. Sie schwenkte ihren Blick auf die zukünftige Tabakprävention im Rahmen eines themen- und substanzenübergreifenden Ansatzes. Sie erinnerte daran, dass Tabak den wichtigsten Risikofaktor für nichtübertragbare Krankheiten darstellt.  

Prof. Dr. Alois Stutzer von der Universität Basel betrachtete in seinem Referat das Thema Rauchverbote nicht aus einer klassisch ökonomischen, sondern aus verhaltensökonomischer Perspektive – der Glücksforschung. Demnach wirken sich regulierende Massnahmen nicht nur auf das Rauchverhalten aus, sondern ebenso auf das Wohlbefinden von Rauchenden, Nichtrauchenden und jenen, die gerne mit dem Rauchen aufhören möchten. Ein wichtiges Studienresultat: Rauchverbote erhöhen das subjektive Wohlbefinden von Personen, die gerne aufhören oder nicht wieder mit Rauchen beginnen möchten.

Ein weiterer Themenschwerpunkt am Vormittag war die künftige Koordination und Kooperation der Präventionsfachleute unter den Strategien NCD und Sucht. Generell decken sich die Umsetzungsmassnamen beider Strategien zu etwa 80 Prozent.

Nachdem Petra Baeriswyl vom BAG die neuen Strategiezweige mit seinen Haupt- und Querschnittsmassnahmen erläuterte, skizzierte sie, wie künftig die nationalen und regionalen Austauschplattformen ab 2018 aussehen könnten.

Diana Müller von der GDK ging in ihrem Referat vertieft auf die Rolle der Konferenz in der Umsetzung der Strategien NCD und Sucht ein und verwies auf die geplante Harmonisierung der Qualitätskriterien für die Finanzierung von Projekten und Programmen.

Wie eine kantonale substanzenübergreifende Tabakprävention aussehen kann, zeigten eindrücklich die Inputreferate von Myriam Pasche (Kanton Waadt) und Pascal Haefliger (Kanton Genf). In der anschliessenden Diskussion rückte, nebst den Herausforderungen aller Akteure in der Übergangsphase, die Sicherung des tabakspezifischen Wissens in einer umfassenden Gesundheitsförderung in den Mittelpunkt.  

Die Workshops umfassten Themen von der Neupositionierung für ein Tabakproduktegesetz 2.0 über die Erfolgsfaktoren und Hürden substanzenübergreifender Projekte bis zu Angeboten von Krankenkassen zur Gesundheitsförderung.

Abschliessend folgten zwei Inputreferate von Prof. Jean-François Etter und PD Dr. med. Macé Schuurmans. Die daran anknüpfende exzellent besetze Podiumsdiskussion zum Umgang mit E-Zigarette und den neuen Tabakprodukten wie IQOS ging der Frage nach, ob diese nun Fluch oder Segen für die Gesundheitsförderung darstelle. Die Diskussion offenbarte: Je nachdem, ob der Fokus auf der Minderung der Krankheitslast (Public Health) liegt oder die Frage aus klinisch-risikoorientierter Perspektive betrachtet wird, sind die Vorbehalte kleiner oder grösser gegenüber den neuen Produkten. Die oft duale Nutzung von IQOS / E-Zigaretten und klassischer Zigarette macht es zudem schwierig, evidenzbasierte Studien zu verfassen und eindeutige Empfehlungen zur Nutzung von neuen Tabakprodukten abzugeben.  

Mit der Aufforderung, die Umsetzung weitervoranzutreiben und dabei auch ausdrücklich «Mut zur Lücke» zu zeigen, verabschiedete Andrea Arz de Falco die Teilnehmenden und bedankte sich für ihre wertvollen Inputs und Rückmeldungen. Das BAG wird weiterhin regelmässig über den aktuellen Umsetzungsstand der Strategien und Massnahmen informieren und den Dialog mit den Umsetzungspartnern pflegen. Die anschliessende Plakatausstellung zu den Tabakpräventionskampagnen vergangener Jahre und das Küren des Gewinners aus dem Kurzfilmwettbewerb «SmokeFree» im altehrwürdigen Berner Kino Rex rundeten die Veranstaltung feierlich ab.  

Informationen zur diesjährigen und zu vergangenen Plattformen sind auf der BAG-Website aufgeschaltet.

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Kontakt

Tina Hofmann, Sektion Gesundheitsförderung und Prävention,

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