01.07.2013 Unfallprävention: Sicher aktiv

Sicherheit in der Schule. Vor lauter Warnungen, Sicherheitsauflagen und besorgten Eltern trauen sich viele Lehrpersonen kaum mehr, mit der Klasse etwas zu unternehmen. Das muss nicht sein. Die bfu-Beratungsstelle für Unfallverhütung berät Schulen in Sachen Unfallprävention.

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TODO CHRISTIAN

Vielfältige Aktivitäten bereichern den Schulalltag, ermöglichen Entwicklung, machen Spass und sind erst noch gesundheitsfördernd. Durch verschiedene Auflagen und Forderungen sind Lehrpersonen aber gelegentlich verunsichert: Sie zögern, mit der Klasse schwimmen zu gehen oder organisieren die Exkursion in den nahegelegenen Wald mit dem Elterntaxi statt mit dem Fahrrad. Das Problem: Die Unfallprävention wird meist nur implizit berücksichtigt. Mit einer bewussten, pragmatischen Unfallprävention sollen die verschiedenen Aktivitäten (wieder) ermöglicht werden.

Systematische Unfallprävention
Indem die Unfallprävention systematisch und auf pädagogisch verträgliche Art in das Gesundheitsmanagement und in den Schulalltag integriert wird, können Lehrpersonen die vielfältigen Schulaktivitäten wieder mit gutem Gewissen und «abgesichert» angehen. Dies bereichert den Unterricht, entlastet die Lehrpersonen und stärkt das Vertrauen der Eltern. Die bfu berät Schulleitungen, Lehrpersonen, Hauswarte und Behörden bei Fragen der Unfallprävention. Die Beratungsstelle unterscheidet dabei zwischen zwei Formen der Unfallprävention, die an die zwei Funktionen der Schule als Lernort und Lebensraum anknüpfen:

Verhaltensprävention
(Schule als Lernort)
– Erlernen von Risikokompetenz, das heisst: Kinder lernen, Gefahren zu erkennen, für sich einzuschätzen und Verhaltensweisen entsprechend zu reflektieren und zu steuern.
– Minimieren der Risiken durch organisatorische Massnahmen der Lehrpersonen
– Minimieren der Risiken durch Vorbildfunktion der Lehrpersonen

Verhältnisprävention
(Schule als Lebensraum)
– Sichere Gestaltung der Schulzimmer, Gänge, Treppen und Anlagen. Dabei soll die Sicherheit im Dienste der Pädagogik stehen und nicht umgekehrt. – Sichere Schulwege: Der Schulweg ist aus sozialer, bewegungsfördernder und ökologischer Sicht wichtig. Zwar gehört er nicht zum Verantwortungsbereich der Schulen, ist aber immer wieder ein Brennpunkt. Es ist sinnvoll, wenn Schulen hier die Scharnierfunktion zwischen Eltern, Behörden und Polizei übernehmen.

Die bfu unterstützt Schulen mit konzeptionellen Überlegungen und Vorlagen, mit thematisch aufbereiteten Unterrichtstools und Beratungsangeboten.

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Kontakt

Barbara Schürch, Leiterin Bildung, bfu, b.schuerch@bfu.ch

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