Vulnerable Gruppen

Einzelne Gruppen der Bevölkerung sind gesundheitlich besonders verletzlich, sei es aufgrund ihrer körperlichen oder seelischen Konstitution (z.B. Behinderung, psychische oder Suchterkrankung, Schwangerschaft, hohes Alter, Migrationshintergrund) oder wegen ihrer sozioökonomischen Situation.

10.10.2016

SafeZone.ch: Guter Start auf einem langen Weg

Onlineportal für Suchtberatung. Im April 2014 wurde SafeZone.ch, das Internetportal für kostenlose und anonyme Onlineberatungen zu Suchtfragen auf Deutsch und kurz darauf auf Italienisch aufgeschaltet. Das Portal soll sich schrittweise als nationale Anlaufstelle für niederschwellige, anonyme Suchtberatungen etablieren. Wie wurde SafeZone.ch in den ersten zwei Jahren genutzt? Was sind die Erfahrungen der beteiligten Akteure, was die nächsten Hürden auf dem Weg zum erklärten Ziel? Diese Fragen beantwortet der Evaluationsbericht aus der Begleitforschung durch das ISGF zur Pilotphase. mehr

06.09.2016

Die «neue» IV: Brückenbauerin und Begleiterin

Forum Stefan Ritler. Von der Geburt bis zur Altersrente ist die Invalidenversicherung ein verlässlicher Versicherer gegen bestimmte gesundheitliche Risiken und gesundheitlich bedingte Erwerbseinbussen. Mit den letzten Revisionen hat die IV ihren Werkzeugkasten erweitert, um die Eingliederungsfähigkeit für Menschen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu verbessern. Aktuelle Evaluationsergebnisse zeigen nun, dass sie auf einem guten Weg ist, dieses Ziel zu erreichen. Der Länderbericht «Mental health and work» (2014) der OECD zeigte auch deutlich auf, dass die Schweiz in den Bereichen Gesundheitsversorgung, Ausbildungswesen, Flexibilität des Arbeitsmarktes und Sozialversicherungen hervorragend aufgestellt ist. Optimierungspotenzial hat die OECD hingegen bei der Koordination zwischen den erwähnten Bereichen und bei den Hilfeleistungen für junge Menschen und Menschen mit psychischen Problemen festgestellt. mehr

06.09.2016

Jugendschutz und Gesundheitskompetenz

Adoleszenz. Jugendliche haben die wichtige und nicht einfache Aufgabe, erwachsen zu werden. Dabei benötigen sie Schutz und Förderung aus ihrem Umfeld, aber auch von den staatlichen Institutionen und gesellschaftlichen Strukturen, mit denen sie zunehmend in Kontakt kommen. Die Gesellschaft braucht Menschen mit möglichst gut ausgebildeten sozialen und gesundheitlichen Kompetenzen. Kompetenzorientierter Jugendschutz und Jugendförderung sind deshalb nachhaltige Investitionen in die Zukunft der Gesellschaft. mehr

10.06.2016

Gemeinsam gegen Suizid

Suizidprävention. Unter Federführung des Bundesamts für Gesundheit erarbeiten Bund, Kantone und Gesundheitsförderung Schweiz einen «Aktionsplan Suizidprävention». Zurzeit werden die zahlreichen Rückmeldungen aus der Konsultation ausgewertet. mehr

06.06.2016

Ergebnisqualität konkret – Instrumente für die Suchthilfe

Ergebnisqualität / QuaTheDA. Mit QuaTheDA-E werden der Suchthilfe erstmals konkrete Angebote zur Förderung der Ergebnisqualität zur Verfügung gestellt. Ziel ist es, in den Suchthilfeeinrichtungen Lernprozesse in der Erhebung von Ergebnisqualität zu ermöglichen sowie Diskussionen und den Erfahrungsaustausch untereinander zu fördern. mehr

02.05.2016

Gesprächsrunden als Gesundheitsförderung auf Augenhöhe

Femmes-Tische. Die Migrations-bevölkerung ist gesundheitlich stärker belastet als Schweizerinnen und Schweizer – nicht nur bezüglich der physischen, sondern auch bezüglich der psychischen Gesundheit. Frauen mit einer Zuwanderungsgeschichte sind besonders stark betroffen. Sie sind mit herkömmlichen Präventionsmassnahmen aber schlecht erreichbar. Das Programm «Femmes-Tische» schliesst diese Lücke: Mit seinem Peer-Education-Ansatz eröffnet es vielen Migrantinnen den Zugang zu den Angeboten der Prävention und Gesundheitsförderung, seit 2014 auch im Bereich der psychischen Gesundheit. mehr

07.03.2016

Erleichterter Zugang und Respektierung der Menschenrechte bei der Behandlung von Opiatabhängigen

Groupe Pompidou. In vielen Ländern ist die Verschreibung opioider Medikamente wie Methadon oder Buprenorphin strengen Restriktionen unterworfen. Die internationale Kooperationsgruppe für innovative Drogenpolitiken, die Groupe Pompidou, spricht sich nun für einen Paradigmenwechsel aus: Nicht der Repressionsansatz, sondern wissenschaftliche Erkenntnisse und die Einhaltung der Menschenrechte sollten die Entscheidungsgrundlage für oder gegen die Verschreibung opioider Medikamente bilden. Diese stellen für viele Abhängige die bestmögliche Therapie dar, weshalb der Zugang zu ihnen laut Menschenrechten niemandem erschwert oder verwehrt werden darf. Auf Initiative der Schweiz erarbeitet die Groupe Pompidou eine Leitlinie, um ihre Mitgliedstaaten bei der Überprüfung ihrer Reglementierung für diese Therapieform zu unterstützen. Die Schweiz leitet und finanziert dieses Projekt. mehr

03.03.2016

Gesundheitsfachleute dabei unterstützen, gefährdete Jugendliche frühzeitig zu erkennen

F+F in der medizinischen Grundversorgung. Gerade im Kindes- und Jugendalter kann der Substanz-konsum schwerwiegende Folgen für die Gesundheit haben. Umso wichtiger ist eine effektive Früh-erkennung und Frühintervention (F+F), die alle relevanten Berufsgruppen und Bezugspersonen von Kindern und Jugendlichen einbezieht. Eine Mitte 2015 veröffentlichte Studie zeigt auf, wie medizinisches Fachpersonal mit dieser Problematik umgeht und wie F+F in diesem Bereich verbessert werden könnte. mehr

18.02.2016

Migrantinnen und Migranten in Muttersprache erreichen

Migesmedia. Die neue Plattform, die durch das Schweizerische Rote Kreuz im Rahmen des Nationalen Programms Migration und Gesundheit betrieben wird, soll die Zusammenarbeit zwischen Anbietern von Gesundheitsinformationen und Medienschaffenden der Migrationsbevölkerung vereinfachen. mehr

04.12.2015

Marcel Tanner: «Wir sind glücklich, dass unser Ansatz ‹miteinander lernen, um zu verändern› in Nord und Süd aufgenommen und umgesetzt wird.»

Kurzinterview Marcel Tanner. Prof. Dr. Marcel Tanner hat Ende Juni 2015 nach 18 Jahren die Leitung des massgeblich von ihm mitgestalteten Schweizerischen Tropen- und Public-Health-Instituts TPH in Basel abgegeben. In seiner Amtszeit hat sich das ehemalige Schweize-rische Tropeninstitut zu einer global tätigen Institution mit einem interdisziplinären Ansatz in Lehre, Forschung und Dienstleistung entwickelt. Standen früher Fragen zur Infektionsbiologie von Krankheiten wie der Malaria oder der Schlafkrankheit im Vordergrund, wuchs mit Tanner die Überzeugung, dass Krankheit, Gesundheit und Gesundbleiben nur in einem Gesamtkontext verstanden werden können: Lebens-umstände, ökologische und kulturelle Einflüsse. Unter Tanners Leitung forcierte das Institut den interdisziplinären, systemischen Ansatz. «Der Kontext zwischen Gesundheits- und Sozialsystemen ist entscheidend», ist Tanners Überzeugung. mehr