Vulnerable Gruppen

Einzelne Gruppen der Bevölkerung sind gesundheitlich besonders verletzlich, sei es aufgrund ihrer körperlichen oder seelischen Konstitution (z.B. Behinderung, psychische oder Suchterkrankung, Schwangerschaft, hohes Alter, Migrationshintergrund) oder wegen ihrer sozioökonomischen Situation.

06.06.2016

Ergebnisqualität konkret – Instrumente für die Suchthilfe

Ergebnisqualität / QuaTheDA. Mit QuaTheDA-E werden der Suchthilfe erstmals konkrete Angebote zur Förderung der Ergebnisqualität zur Verfügung gestellt. Ziel ist es, in den Suchthilfeeinrichtungen Lernprozesse in der Erhebung von Ergebnisqualität zu ermöglichen sowie Diskussionen und den Erfahrungsaustausch untereinander zu fördern. mehr

02.05.2016

Gesprächsrunden als Gesundheitsförderung auf Augenhöhe

Femmes-Tische. Die Migrations-bevölkerung ist gesundheitlich stärker belastet als Schweizerinnen und Schweizer – nicht nur bezüglich der physischen, sondern auch bezüglich der psychischen Gesundheit. Frauen mit einer Zuwanderungsgeschichte sind besonders stark betroffen. Sie sind mit herkömmlichen Präventionsmassnahmen aber schlecht erreichbar. Das Programm «Femmes-Tische» schliesst diese Lücke: Mit seinem Peer-Education-Ansatz eröffnet es vielen Migrantinnen den Zugang zu den Angeboten der Prävention und Gesundheitsförderung, seit 2014 auch im Bereich der psychischen Gesundheit. mehr

07.03.2016

Erleichterter Zugang und Respektierung der Menschenrechte bei der Behandlung von Opiatabhängigen

Groupe Pompidou. In vielen Ländern ist die Verschreibung opioider Medikamente wie Methadon oder Buprenorphin strengen Restriktionen unterworfen. Die internationale Kooperationsgruppe für innovative Drogenpolitiken, die Groupe Pompidou, spricht sich nun für einen Paradigmenwechsel aus: Nicht der Repressionsansatz, sondern wissenschaftliche Erkenntnisse und die Einhaltung der Menschenrechte sollten die Entscheidungsgrundlage für oder gegen die Verschreibung opioider Medikamente bilden. Diese stellen für viele Abhängige die bestmögliche Therapie dar, weshalb der Zugang zu ihnen laut Menschenrechten niemandem erschwert oder verwehrt werden darf. Auf Initiative der Schweiz erarbeitet die Groupe Pompidou eine Leitlinie, um ihre Mitgliedstaaten bei der Überprüfung ihrer Reglementierung für diese Therapieform zu unterstützen. Die Schweiz leitet und finanziert dieses Projekt. mehr

03.03.2016

Gesundheitsfachleute dabei unterstützen, gefährdete Jugendliche frühzeitig zu erkennen

F+F in der medizinischen Grundversorgung. Gerade im Kindes- und Jugendalter kann der Substanz-konsum schwerwiegende Folgen für die Gesundheit haben. Umso wichtiger ist eine effektive Früh-erkennung und Frühintervention (F+F), die alle relevanten Berufsgruppen und Bezugspersonen von Kindern und Jugendlichen einbezieht. Eine Mitte 2015 veröffentlichte Studie zeigt auf, wie medizinisches Fachpersonal mit dieser Problematik umgeht und wie F+F in diesem Bereich verbessert werden könnte. mehr

18.02.2016

Migrantinnen und Migranten in Muttersprache erreichen

Migesmedia. Die neue Plattform, die durch das Schweizerische Rote Kreuz im Rahmen des Nationalen Programms Migration und Gesundheit betrieben wird, soll die Zusammenarbeit zwischen Anbietern von Gesundheitsinformationen und Medienschaffenden der Migrationsbevölkerung vereinfachen. mehr

04.12.2015

Marcel Tanner: «Wir sind glücklich, dass unser Ansatz ‹miteinander lernen, um zu verändern› in Nord und Süd aufgenommen und umgesetzt wird.»

Kurzinterview Marcel Tanner. Prof. Dr. Marcel Tanner hat Ende Juni 2015 nach 18 Jahren die Leitung des massgeblich von ihm mitgestalteten Schweizerischen Tropen- und Public-Health-Instituts TPH in Basel abgegeben. In seiner Amtszeit hat sich das ehemalige Schweize-rische Tropeninstitut zu einer global tätigen Institution mit einem interdisziplinären Ansatz in Lehre, Forschung und Dienstleistung entwickelt. Standen früher Fragen zur Infektionsbiologie von Krankheiten wie der Malaria oder der Schlafkrankheit im Vordergrund, wuchs mit Tanner die Überzeugung, dass Krankheit, Gesundheit und Gesundbleiben nur in einem Gesamtkontext verstanden werden können: Lebens-umstände, ökologische und kulturelle Einflüsse. Unter Tanners Leitung forcierte das Institut den interdisziplinären, systemischen Ansatz. «Der Kontext zwischen Gesundheits- und Sozialsystemen ist entscheidend», ist Tanners Überzeugung. mehr

04.12.2015

Chancengleichheit im Spital

Swiss Hospitals for Equity. Seit 2004 unterstützt das Bundesamt für Gesundheit Spitäler, die ihre Kompetenzen zur Versorgung von Migrantinnen und Migranten optimieren wollen. Das Netzwerk «Migrant Friendly Hospitals», das sich ursprünglich am gleichnamigen Projekt der Europäischen Union orientierte, heisst neu «Swiss Hospitals for Equity». mehr

28.10.2015

Bundesrat beschliesst weitere Massnahmen gegen weibliche Genitalverstümmelungen

Weibliche Genitalverstümmelung. Weibliche Genitalverstümmelung ist eine Menschenrechtsverletzung und in der Schweiz eine Straftat. Der Bundesrat will deshalb weiterhin dagegen vorgehen. Dazu gehört insbesondere die Unterstützung von Massnahmen eines Netzwerks gegen weibliche Genitalverstümmelung. mehr

22.10.2015

Sucht als Familiengeheimnis – Sensibilisierung tut Not

Wenn Papi oder Mami trinkt. Für rund 100'000 Kinder in der Schweiz ist dies Realität. Dazu kommt eine unbekannte Anzahl Kinder von Eltern mit einem anderen Suchtproblem. Überforderung, Scham- und Schuldgefühle prägen den Alltag der Kinder wie auch der Eltern. An einer Medienkonferenz in Bern stellte Sucht Schweiz am 22. Okkober 2015 zwei neue Angebote vor, welche eine wichtige Lücke in der Unterstützung suchtbelasteter Familien schliessen. Sie helfen, die Abhängigkeit als Krankheit zu verstehen, von den Erfahrungen anderer zu profitieren und sie ermutigen, Unterstützung zu suchen. mehr

12.10.2015

Hinschauen und Krisen verhindern

Früherkennung und Frühintervention. 2006 wurde im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit das erste Programm für Früherkennung und Frühintervention – kurz F+F – an Schweizer Schulen und Gemeinden lanciert. Was genau ist F+F und was sind die Erfahrungen nach zehn Jahren? Ein Portrait eines Präventionsansatzes. mehr