Vulnerable Gruppen

Einzelne Gruppen der Bevölkerung sind gesundheitlich besonders verletzlich, sei es aufgrund ihrer körperlichen oder seelischen Konstitution (z.B. Behinderung, psychische oder Suchterkrankung, Schwangerschaft, hohes Alter, Migrationshintergrund) oder wegen ihrer sozioökonomischen Situation.

04.12.2015

Chancengleichheit im Spital

Swiss Hospitals for Equity. Seit 2004 unterstützt das Bundesamt für Gesundheit Spitäler, die ihre Kompetenzen zur Versorgung von Migrantinnen und Migranten optimieren wollen. Das Netzwerk «Migrant Friendly Hospitals», das sich ursprünglich am gleichnamigen Projekt der Europäischen Union orientierte, heisst neu «Swiss Hospitals for Equity». mehr

28.10.2015

Bundesrat beschliesst weitere Massnahmen gegen weibliche Genitalverstümmelungen

Weibliche Genitalverstümmelung. Weibliche Genitalverstümmelung ist eine Menschenrechtsverletzung und in der Schweiz eine Straftat. Der Bundesrat will deshalb weiterhin dagegen vorgehen. Dazu gehört insbesondere die Unterstützung von Massnahmen eines Netzwerks gegen weibliche Genitalverstümmelung. mehr

22.10.2015

Sucht als Familiengeheimnis – Sensibilisierung tut Not

Wenn Papi oder Mami trinkt. Für rund 100'000 Kinder in der Schweiz ist dies Realität. Dazu kommt eine unbekannte Anzahl Kinder von Eltern mit einem anderen Suchtproblem. Überforderung, Scham- und Schuldgefühle prägen den Alltag der Kinder wie auch der Eltern. An einer Medienkonferenz in Bern stellte Sucht Schweiz am 22. Okkober 2015 zwei neue Angebote vor, welche eine wichtige Lücke in der Unterstützung suchtbelasteter Familien schliessen. Sie helfen, die Abhängigkeit als Krankheit zu verstehen, von den Erfahrungen anderer zu profitieren und sie ermutigen, Unterstützung zu suchen. mehr

12.10.2015

Hinschauen und Krisen verhindern

Früherkennung und Frühintervention. 2006 wurde im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit das erste Programm für Früherkennung und Frühintervention – kurz F+F – an Schweizer Schulen und Gemeinden lanciert. Was genau ist F+F und was sind die Erfahrungen nach zehn Jahren? Ein Portrait eines Präventionsansatzes. mehr

08.09.2015

«Die Stärkung von Gesundheitskompetenz kann nicht allein die Aufgabe der Gesundheitspolitik sein.»

Sechs Fragen an Stefan Spycher. Gesundheitskompetenz ist ein Schlüsselfaktor für das körperliche und seelische Wohlbefinden des Individuums und entlastet das Gesundheitswesen und damit die Gesellschaft als Ganzes. Doch wie kann die Gesundheitspolitik dazu beitragen, dass diese Kompetenz bei allen Menschen entstehen und wachsen kann, und was tut der Staat konkret, um die Chancengleichheit zu verbessern? Wir fragten Stefan Spycher, Leiter des Direktionsbereichs Gesundheitspolitik und Vizedirektor des Bundesamts für Gesundheit (BAG). mehr

08.09.2015

«Bei der Gesundheitskompetenz geht es nicht um Bevormundung oder staatliche Intervention, sondern um das Weitergeben von Informationen.»

Gesundheitskompetenz und Rahmenbedingungen. Erfolgreiche Prävention verbindet Verhaltensänderung und gesellschaftliche Rahmenbedingungen, um es den Menschen zu ermöglichen, die jeweils gesündere Wahl zu treffen. Voraussetzungen dafür sind die Gesundheitskompetenz des Individuums, aber auch das Bewusstsein der Gesellschaft als Ganzes. Wie hoch ist das Gut der Freiheit zu werten, wie hoch die Lebensqualität? Wir fragten die Sozialdemokratin Ursula Zybach, Grossrätin des Kantons Bern und Geschäftsführende Präsidentin von Public Health Schweiz, und den Tessiner Arzt und freisinnigen Nationalrat Ignazio Cassis nach Chancen und Grenzen, wenn es darum geht, die Ressourcen zu stärken. mehr

08.09.2015

Mutter-Kind-Gesundheit in der Migrationsbevölkerung stärken

Prekäre Gesundheit von Müttern und Kindern mit Migrationshintergrund. Mehr Kinder mit einem geringen Geburtsgewicht, erhöhte Säuglings- und Müttersterblichkeit, mehr Schwangerschaftsabbrüche: Mütter und Säuglinge mit Migrationshintergrund haben mehr gesundheitliche Probleme als Schweizer Mütter und Neugeborene. Dies bestätigt der Bundesratsbericht, den das Bundesamt für Gesundheit zur Erfüllung des Postulats der Ständerätin Liliane Maury Pasquier erstellt hat. mehr

08.09.2015

Rauchfreie Luft – gesunde Kinder!

Projekt zum Schutz der Kinder vor Passivrauch. Knapp 10% der täglich rauchenden Personen in der Schweiz setzen Kinder und Jugendliche in ihrer Wohnung dem Passivrauch aus. Insbesondere in bildungsfernen Familien und in Familien mit Migrationshintergrund wird häufig in Anwesenheit von Kindern in der Wohnung geraucht. Das Projekt «Rauchfreie Luft – gesunde Kinder!» hat zum Ziel, Kinder in ihrem Zuhause besser vor dem Passivrauchen zu schützen. mehr

06.08.2015

Die Zahl der Spital- und Pflegeheiminfektionen senken

Strategie NOSO. Geschätzte 70’000 Personen erkranken in Schweizer Spitälern jährlich an Infektionen, rund 2’000 Menschen sterben daran. Ende 2015 wird dazu in der Schweiz erstmals eine nationale Strategie vorliegen, die Strategie NOSO. Diese soll solche sogenannten nosokomialen Infektionen einheitlich überwachen, sie bekämpfen und die Verhütung verstärken. mehr

12.05.2015

«Wir dürfen nicht davon ausgehen, dass sich ältere Menschen nicht mehr verändern wollen.»

Interview mit Barbara Hedinger und Christina Meyer. Mit einem neuen Interventionsleitfaden sollen Pflegende gezielt und angemessen auf Suchtprobleme bei suchtkranken oder suchtgefährdeten Senioren reagieren können. Die Spitex der Stadt Luzern hat diesen Leitfaden mitentwickelt und als erste Institution umgesetzt. «spectra» hat mit der Projektleiterin Christina Meyer von «Akzent Prävention und Suchttherapie» und mit Barbara Hedinger von der Spitex Stadt Luzern über die Entstehung und erste Erfahrungen mit dem Leitfaden gesprochen. mehr