Vulnerable Gruppen

Einzelne Gruppen der Bevölkerung sind gesundheitlich besonders verletzlich, sei es aufgrund ihrer körperlichen oder seelischen Konstitution (z.B. Behinderung, psychische oder Suchterkrankung, Schwangerschaft, hohes Alter, Migrationshintergrund) oder wegen ihrer sozioökonomischen Situation.

08.09.2015

«Die Stärkung von Gesundheitskompetenz kann nicht allein die Aufgabe der Gesundheitspolitik sein.»

Sechs Fragen an Stefan Spycher. Gesundheitskompetenz ist ein Schlüsselfaktor für das körperliche und seelische Wohlbefinden des Individuums und entlastet das Gesundheitswesen und damit die Gesellschaft als Ganzes. Doch wie kann die Gesundheitspolitik dazu beitragen, dass diese Kompetenz bei allen Menschen entstehen und wachsen kann, und was tut der Staat konkret, um die Chancengleichheit zu verbessern? Wir fragten Stefan Spycher, Leiter des Direktionsbereichs Gesundheitspolitik und Vizedirektor des Bundesamts für Gesundheit (BAG). mehr

08.09.2015

«Bei der Gesundheitskompetenz geht es nicht um Bevormundung oder staatliche Intervention, sondern um das Weitergeben von Informationen.»

Gesundheitskompetenz und Rahmenbedingungen. Erfolgreiche Prävention verbindet Verhaltensänderung und gesellschaftliche Rahmenbedingungen, um es den Menschen zu ermöglichen, die jeweils gesündere Wahl zu treffen. Voraussetzungen dafür sind die Gesundheitskompetenz des Individuums, aber auch das Bewusstsein der Gesellschaft als Ganzes. Wie hoch ist das Gut der Freiheit zu werten, wie hoch die Lebensqualität? Wir fragten die Sozialdemokratin Ursula Zybach, Grossrätin des Kantons Bern und Geschäftsführende Präsidentin von Public Health Schweiz, und den Tessiner Arzt und freisinnigen Nationalrat Ignazio Cassis nach Chancen und Grenzen, wenn es darum geht, die Ressourcen zu stärken. mehr

08.09.2015

Mutter-Kind-Gesundheit in der Migrationsbevölkerung stärken

Prekäre Gesundheit von Müttern und Kindern mit Migrationshintergrund. Mehr Kinder mit einem geringen Geburtsgewicht, erhöhte Säuglings- und Müttersterblichkeit, mehr Schwangerschaftsabbrüche: Mütter und Säuglinge mit Migrationshintergrund haben mehr gesundheitliche Probleme als Schweizer Mütter und Neugeborene. Dies bestätigt der Bundesratsbericht, den das Bundesamt für Gesundheit zur Erfüllung des Postulats der Ständerätin Liliane Maury Pasquier erstellt hat. mehr

08.09.2015

Rauchfreie Luft – gesunde Kinder!

Projekt zum Schutz der Kinder vor Passivrauch. Knapp 10% der täglich rauchenden Personen in der Schweiz setzen Kinder und Jugendliche in ihrer Wohnung dem Passivrauch aus. Insbesondere in bildungsfernen Familien und in Familien mit Migrationshintergrund wird häufig in Anwesenheit von Kindern in der Wohnung geraucht. Das Projekt «Rauchfreie Luft – gesunde Kinder!» hat zum Ziel, Kinder in ihrem Zuhause besser vor dem Passivrauchen zu schützen. mehr

06.08.2015

Die Zahl der Spital- und Pflegeheiminfektionen senken

Strategie NOSO. Geschätzte 70’000 Personen erkranken in Schweizer Spitälern jährlich an Infektionen, rund 2’000 Menschen sterben daran. Ende 2015 wird dazu in der Schweiz erstmals eine nationale Strategie vorliegen, die Strategie NOSO. Diese soll solche sogenannten nosokomialen Infektionen einheitlich überwachen, sie bekämpfen und die Verhütung verstärken. mehr

12.05.2015

«Wir dürfen nicht davon ausgehen, dass sich ältere Menschen nicht mehr verändern wollen.»

Interview mit Barbara Hedinger und Christina Meyer. Mit einem neuen Interventionsleitfaden sollen Pflegende gezielt und angemessen auf Suchtprobleme bei suchtkranken oder suchtgefährdeten Senioren reagieren können. Die Spitex der Stadt Luzern hat diesen Leitfaden mitentwickelt und als erste Institution umgesetzt. «spectra» hat mit der Projektleiterin Christina Meyer von «Akzent Prävention und Suchttherapie» und mit Barbara Hedinger von der Spitex Stadt Luzern über die Entstehung und erste Erfahrungen mit dem Leitfaden gesprochen. mehr

11.05.2015

Neue Fortbildungen in Früherkennung und Frühintervention im Kinder- und Jugendbereich

Jugend und Sucht. Der Fachverband Sucht hat in enger Zusammenarbeit mit den jeweiligen Berufsverbänden zwei Konzepte für Fortbildungen zum Thema Früherkennung und Frühintervention F+F für die offene Jugendarbeit sowie für die Schulsozialarbeit und Schulleitende erarbeitet. mehr

11.05.2015

Süchtig und arbeitslos – Ausweg aus dem Teufelskreis

Arbeitslosigkeit und Sucht. Wer arbeitslos ist, ist besonders suchtgefährdet. Und wer suchtkrank ist, wird oder bleibt häufig arbeitslos. Damit Menschen nicht in diesen Teufelskreis geraten, ist die Zusammenarbeit von Fachleuten der Suchtberatung und der Arbeitsintegration gefragt. Letzten Sommer wurden an einer Tagung erste Brücken zwischen diesen zwei Bereichen geschlagen und Empfehlungen zur Lösung der Dualproblematik erarbeitet. mehr

11.05.2015

Zusammenarbeit zum Wohl Suchtkranker

Kooperation in der Suchthilfe. Wie sollten Grundversorger, Regelversorger, Suchthilfeeinrichtungen und Einrichtungen weiterer Lebensbereiche zusammenarbeiten, um die Behandlung suchtkranker Menschen optimieren zu können? Dieser Frage ging das Projekt «Kooperation und Koordination in der Versorgung suchtkranker Menschen» nach. mehr

23.03.2015

Jugendliche rauchen und trinken weniger häufig – aber die Prävention darf nicht nachlassen

Studie HBSC. Die neusten Resultate der Schülerinnen- und Schülerbefragung von 2014 zeigen eine deutliche Abnahme des Substanzkonsums, namentlich beim Alkohol und Zigarettenrauchen. Die 15-Jährigen von heute scheinen mit Suchtmitteln zurückhaltender umzugehen als früher. Am 23. März hat Sucht Schweiz die Ergebnisse der repräsentativen nationalen Schülerstudie in Bern vorgestellt. Die Untersuchung bei rund 10'000 Jugendlichen zwischen 11 und 15 Jahren aus allen Landesteilen wird alle vier Jahre im Auftrag des Bundesamts für Gesundheit (BAG) durchgeführt. mehr