06.09.2018 Zu zweit durch den Rauchstopp mit der SmokeFree Buddy App

Erfahrungsbericht. Seit über zwei Monaten sind Mara und Roger rauchfrei und geniessen die neu erlangte Unabhängigkeit. Doch der Nikotinentzug und das Durchbrechen der täglichen Routine war und ist teilweise noch immer ein schwieriges Unterfangen. Mit der SmokeFree Buddy App haben sie sich gegenseitig bei der Entwöhnung unterstützt. Bei einem Treffen haben die beiden verraten, mit welchen Herausforderungen sie beim Rauchstopp konfrontiert wurden und wie ihnen die Smoke- Free Buddy App geholfen hat, diese zu meistern.

Bildstrecke Zu zweit durch den Rauchstopp mit der SmokeFree Buddy App

TODO CHRISTIAN

Heute sind Mara und Roger bereits seit 63 Tagen rauchfrei. In einem Rauchstopptraining der Lungenliga haben die beiden den Einstieg in den Ausstieg gewagt: In der ersten Pause des Workshops haben sie ihre letzte Zigarette geraucht und sich die SmokeFree Buddy App heruntergeladen. Die App verlinkt eine Person, die mit dem Rauchen aufhören möchte, mit einem sogenannten Buddy, der oder die sie beim Rauchstopp unterstützt. Mara und Roger haben sich für die anspruchsvollere Variante entschieden, bei der beide eine Doppelrolle wahrnehmen. Da sie zuvor oft zusammen geraucht haben, war es für sie naheliegend, gemeinsam den Rauchstopp in Angriff zu nehmen und die täglichen Routinen zu brechen.

Gemeinsam durch Krisenzeiten

Vor allem die erste Woche der Entwöhnung hatte es in sich. Die Gewohnheit ist ein gnadenloser Gegner. «Eigentlich ist dein ganzes Leben der Sucht untergeordnet», erzählt Roger. So haben sie zum Beispiel stets schnell zu Mittag gegessen, damit es anschliessend noch für eine Zigarette reichte. Hinzu kamen die starken Entzugserscheinungen: Beide fühlten sich angespannt, gereizt, deprimiert, müde und hungrig. Während es Mara besonders am Nachmittag sowie nach dem Sport sehr schwerfiel, auf das Rauchen zu verzichten, vermisste Roger vor allem die Zigarette in der morgendlichen Pause. Durch die unterschiedlichen Krisenzeiten sowie das gegenseitige Verständnis dafür, was der andere gerade durchmacht, konnten sich die beiden mit der App abwechslungsweise aufmuntern und motivieren. Passend zur Situation stellt die App verschiedene Boni sowie eine Wissensdatenbank mit Informationen und Handlungsempfehlungen bereit.

Während es Mara besonders am Nachmittag sowie nach dem Sport sehr schwerfiel, auf das Rauchen zu verzichten, vermisste Roger vor allem die Zigarette in der morgendlichen Pause.

Der direkte persönliche Kontakt erhöht den Erfolg

Für Mara und Roger war es nicht der erste Versuch, sich der Nikotinsucht zu entziehen. Roger, der seit 32 Jahren rund ein Päckchen pro Tag rauchte, hat es schon einmal geschafft, drei Monate rauchfrei zu bleiben. Mara sogar ein halbes Jahr. Und doch haben beide wieder angefangen. Auch diesmal geriet Mara zweimal fast in Versuchung: Einmal, als sie in einer Sporttasche eine übrig gebliebene Zigarette entdeckte, und ein andermal, als sie an der Fasnacht ein starkes Bedürfnis nach dem Rauchen verspürte. Gerade in solchen Situationen ist die Buddy App sehr hilfreich: So kann man eine Push-Nachricht mit einem Hilferuf oder dem aktuellen Gefühlszustand verschicken. Der Buddy kann diese umgehend mit einer persönlichen oder mit einer von Fachleuten erarbeiteten Rückmeldung beantworten und den Aufhörwilligen/die Aufhörwillige bestärken. Mara und Roger sind sich jedoch sicher, dass gerade auch der direkte persönliche Kontakt wichtig war für ihren Erfolg.

Über die SmokeFree Buddy App

Mit der Unterstützung von Freunden ist es leichter, mit dem Rauchen aufzuhören. Im Rahmen der Tabakpräventionskampagne «SmokeFree» lancierten das BAG und seine Partner eine App, die interaktive Hilfe durch eine selbst gewählte Person bietet. Sie leitet den sogenannten Buddy an, wie er die aufhörwillige Person beim Rauchstopp bestmöglich unterstützen kann. Die App wurde auf wissenschaftlicher Basis vom Institut de santé globale der Universität Genf entwickelt und kombiniert professionelle und personalisierte Unterstützung.

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Kontakt

Lukas Schmid, Sektion Gesundheitsinformation und Kampagnen
lukas.schmid@bag.admin.ch

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