15.02.2016 Der K(n)ick zum erfolgreichen Rauchstopp

SmokeFree-Kampagne 2016. Die Frühjahrswelle der aktuellen SmokeFree-Kampagne legt den Fokus auf den erfolgreichen Rauchstopp: Sie ermutigt Rauchende dazu, einen konkreten Rauchstopp-Plan festzulegen. Zudem soll verstärkt das soziale Umfeld von Rauchstoppwilligen aktiviert und zur Unterstützung animiert werden. Dazu macht die Kampagne Rauchende auf wirksame Unterstützungsangebote wie die SmokeFree Buddy App aufmerksam. Die Kampagne wird durch den Tabakpräventionsfonds finanziert.

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Unter dem Motto «Ich bin stärker» unterstützt die Anfang 2015 lancierte Tabakpräventionskampagne SmokeFree Rauchende bei ihrem Rauchstoppversuch. Um sie zum Aufhören zu ermutigen, erinnern die TV-Spots der aktuellen Kampagnenwelle an zwei wichtige Fakten: Erstens ist Rauchen in der Schweiz die Hauptursache von Lungenkrebs – 85 Prozent der Krankheitsfälle gehen auf das Konto des Tabakmissbrauchs. Zweitens ist es töricht, sich in ein «Das passiert eh nur den anderen»-Denken zu flüchten. Dieses Phänomen wird in Fachkreisen als «unrealistischer Optimismus» bezeichnet. Unrealistische Optimisten schätzen die Risiken des Rauchens für die eigene Person unter dem realen Risiko ein. Dies hat zur Folge, dass sie Inhalte von Tabakpräventionskampagnen weniger auf sich selbst, sondern mehr auf andere beziehen. Umgekehrt konnte in Studien gezeigt werden, dass sich Personen, die sich als gefährdet einschätzen, stärkere Vorteile bezüglich eines Rauchstopps wahrnehmen.  

Aufhördatum und -gründe aufschreiben

Ziel der ersten Kampagnenphase war die Motivation zum Rauchstopp. In der aktuellen, bis Ende 2016 dauernden zweiten Phase steht nun der erste Schritt zum Rauchstopp im Zentrum. Rauchende sollen ihren Einstieg in das rauchfreie Leben mit einem konkreten, am besten schriftlich festgehaltenen Plan angehen. Dazu gehört zum Beispiel, ein Aufhördatum festzulegen oder Listen mit Aufhörgründen zu erstellen. Um Rauchende zu solchen Schritten zu motivieren, präsentiert der neue TV-Spot eine erfolgreiche Ex-Raucherin: Die Protagonistin knickt ihre Zigarette und blickt selbstbewusst in die Kamera, nachdem sich die Wolke um ihren Kopf aufgelöst hat, die ihr in den früheren Spots noch die Sicht vernebelt hatte. 

Soziales Umfeld einbeziehen

Studien zeigen, dass Aufhörversuche erfolgreicher sind, wenn die Rauchenden während der Entwöhnung professionelle Hilfe in Anspruch nehmen, z.B. über die Rauchstopplinie 0848 000 181, einen Arzt, einen Apotheker oder über Fachpersonen der Tabak- oder Suchtprävention. Eine Übersicht über Unterstützungsangebote bietet eine interaktive Landkarte unter www.smokefree.ch/de/unterstuetzungsangebote. Aber auch die Unterstützung von Freunden und Familie erhöhen die Erfolgschancen. Ein weiteres wichtiges Element der derzeitigen Kampagne ist deshalb die Einbindung des sozialen Umfelds, das einem Aufhörwilligen in schwierigen Phasen die entscheidende Hilfe und Motivation bieten kann. Dabei ist wichtig zu wissen: Zu strenges Kontrollgebaren, Aufdringlichkeit oder Moralpredigten wirken kontraproduktiv und münden unter Umständen gar im heimlichen Rauchen. Wer einen Aufhörwilligen effektiv unterstützen will, sollte dessen Ressourcen stärken und den Fokus auf Erfolgserlebnisse lenken.  

SmokeFree Buddy App

Die ideale Verknüpfung einer persönlichen Unterstützung durch eine nahestehende Person und eines auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basierenden Rauchstopp-Coachings bietet die SmokeFree Buddy App. Die im Rahmen der Kampagne entwickelte App gibt Tipps und macht konkrete Vorschläge für «Buddys» (zu Deutsch: Kumpel, Partner), wie sie ihre aufhörwilligen Freunde unterstützen können. Wenn diese über die App beispielsweise ein akutes Verlangen nach einer Zigarette zum Ausdruck bringen, können die Buddys mit von Fachleuten erarbeiteten Textbausteinen antworten. Die Texte können auch geändert und mit persönlichen Kommentaren ergänzt werden. Die App funktioniert auch für zwei Rauchende, die zusammen aufhören möchten. Die Funktionsweise der App wird unter www.smokefree.ch/buddy-app in einem Kurzfilm erklärt.  

Raucheranteil stagniert

Nach einem deutlichen Rückgang zu Beginn der 2000-er-Jahre stagniert der Raucheranteil in der Schweiz seit 2008 bei rund 25 Prozent. Der Tabak bleibt die Hauptursache vorzeitiger Todesfälle in der Schweiz. Jedes Jahr sterben rund 9000 Personen an den Folgen von Tabakkonsum. Der Lungenkrebs ist die Krebsart, die seit über vierzig Jahren bei weitem am meisten Menschen tötet. Er verursachte 2013 den Tod von fast 2000 Männern und über 1200 Frauen in der Schweiz. Das entspricht 18 Prozent der von Krebs verursachten Todesfälle und 5 Prozent aller Todesfälle.

Links

Kontakt

Lukas Schmid, Projektleiter Kampagnen, lukas.schmid@bag.admin.ch  

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