01.05.2011 «Fehlentwicklungen lassen sich zu einem sehr frühen Zeitpunkt erkennen.»

Interview. Früherkennung und Frühintervention (F + F) ist ein relativ junger Ansatz in der Suchtprävention. Wie funktioniert F + F? Was darf man von F + F erwarten und wie soll F + F umgesetzt werden? Spectra sprach mit Rebekka Röllin Bolzern von der Luzerner Fachstelle für Suchtprävention DFI über die Chancen und Gefahren dieses neuen Instruments und über das Luzerner F + F-Modell «sensor».

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TODO CHRISTIAN

spectra: Welche Chancen und Herausforderungen bieten Früherkennung und Frühintervention, kurz: F + F?

Rebekka Röllin Bolzern: Die Chance besteht sicherlich darin, dass man mit diesem Instrument gezielt gefährdete Kinder und Jugendliche erfassen kann und dass man deren Unterstützung im Umfeld koordinieren kann. Plakativ ausgedrückt: Früherkennung und Frühintervention soll dazu beitragen, dass die richtige Person zur richtigen Zeit das Richtige macht. F + F hilft also, Doppelspurigkeiten zu vermeiden. Aus wirtschaftlicher Sicht ist F + F eine Abkehr vom Giesskannenprinzip. Die Mittel der Suchtprävention werden gezielt dort eingesetzt, wo sie nötig sind. Eine Herausforderung ist sicher die Abstimmung unter den Beteiligten. Ausserdem ist es heikel, wenn man sich auf Gefährdungen konzentriert. Das heisst, dass man das Negative fokussiert und die Stärkung der Ressourcen der Einzelnen in den Hintergrund rückt. Diese Grundhaltung ist heikel. Weiter besteht die Gefahr, dass auf Gemeinde-Ebene «Law and Order» zu stark in den Vordergrund rückt. Man will Ruhe auf den öffentlichen Plätzen, man will kein Littering, keine Alkoholleichen. Aber die Gefährdung des Einzelnen steht dabei nicht unbedingt im Zentrum. Hier immer wieder den Finger draufzusetzen, ist wichtig, aber auch anspruchsvoll.

Man geht heute davon aus, dass rund 20% der Kinder und Jugendlichen gefährdet sind, eine Suchtproblematik zu entwickeln. Wie findet die Früherkennung konkret statt?

Im Schulbereich zum Beispiel geht es darum, das Sensorium der Lehrerschaft für Anzeichen der Gefährdung zu schärfen. Die Schwierigkeit besteht darin, die stilleren Schülerinnen und Schüler nicht zu übersehen. Die lauten, aggressiven Kinder und Jugendlichen erkennt man ja ziemlich schnell. Unter den 20% gibt es aber einen grossen Anteil, die still reagieren, sich zurückziehen. Diese zu erkennen und zu reagieren, ist die Herausforderung.

Wo sehen Sie das Potenzial von F + F? Und wo die Grenzen?

Was F + F leisten kann ist, dass die Menschen rund um den Gefährdeten die Anzeichen wahrnehmen. Zum Beispiel kann ein Jugendlicher in der Schule, bei den Jugendarbeitern und dem Sozialamt auffallen. Aber alle haben das Gefühl, der andere sollte reagieren, und das Problem wird nicht angegangen. Die grosse Chance von F + F ist, dass solche Situationen nicht mehr vorkommen. Dass geklärt ist, wer reagiert und wie man vorgeht. Die Grenzen sind dort, wo sie auch bei anderen Beratungsangeboten liegen. Wenn jemand sich nicht helfen lassen will, ist auch F + F wirkungslos.

Welche Praxis verfolgen Sie im Kanton Luzern bezüglich Koordination?

Bei uns gibt es das Projekt «sensor». Das läuft meist so ab, dass Gemeinden uns um Unterstützung anfragen. Der erste Schritt ist dann normalerweise die Bedarfserhebung. Das heisst, wir führen mit ca. 30 Leuten, die in irgendeiner Form mit Kindern und Jugendlichen zu tun haben, einen Workshop durch. Da wird eruiert, welche Probleme in der Gemeinde bestehen. Zum Beispiel, auf welchen Plätzen gibt es Ärger und wieso?

«F + F ist eine Abkehr vom Giesskannenprinzip. Die Mittel der Suchtprävention werden gezielt dort eingesetzt, wo sie nötig sind.»

Oder was fällt in der Schule, in der Nachbarschaft auf? Im Workshop werden solche Brennpunkte analysiert. In einem zweiten Schritt schauen wir, was für Angebote schon bestehen, die dem entgegenwirken können. In einem dritten Schritt definieren wir, was es noch braucht. Aufgrund dieses Workshops erstellen wir dann einen Bericht, in dem wir konkrete Massnahmen empfehlen. Ein Beispiel für eine Massnahme ist die Sportplatzbeleuchtung in der Nacht. Wir hören immer wieder, dass die Jugendlichen am Abend keinen geeigneten Aufenthaltsort haben und dass sie gerne die Sportplätze länger beleuchtet haben würden. Das ist ein Beispiel, wie man mit einfachen Mitteln mehr Freiräume für Jugendliche schaffen und Probleme verhindern kann. So können sie sich abends treffen, Sport treiben oder auch nicht, aber sie haben einfach einen Platz, wo sie sein dürfen und niemanden stören. In einer anderen Gemeinde kam der Wunsch, dass man viel früher mit sozialpädagogischer Begleitung in die Familien gehen kann, quasi der «Supernanny-Ansatz» auf einer niedrigeren Stufe. Man greift nicht erst ein, wenn die Situation total eskaliert ist. Für solche Fälle haben wir im Kanton Luzern ein gutes Angebot. Aber gewissen Familien wäre schon geholfen, wenn einfach jemand zwei-, dreimal zu ihnen nach Hause käme, um zu schauen, was los ist. Man müsste auch für ein solches Angebot Geld sprechen, und nicht erst, wenn eine Fremdplatzierung droht. Solche und andere Wünsche werden bei der Bedarfserhebung genannt. Aufgrund der Bedarfserhebung schreiben wir dann einen Bericht mit Empfehlungen. Die Gemeinde wiederum erstellt aufgrund dieses Berichts einen Massnahmenplan. Die Massnahmen können ganz verschiedene Bereiche betreffen, zum Beispiel Vereine, die Schule oder den öffentlichen Raum.

Welche Erfahrungen haben Sie mit Ihren Berichten gemacht?

Wir haben in den ersten Gemeinden diesen Prozess nun mehr oder weniger abgeschlossen, aber noch nicht ausgewertet. Es ist so, dass die Berichte von Anfang an so ausgerichtet sind, dass die daraus entstehenden Massnahmenpläne umgesetzt werden müssen. Die Gemeinden verpflichten sich, für zwei Jahre beim Projekt dabei zu bleiben. Wir begleiten sie auch bei der Massnahmen­umsetzung. Wer mitmacht, kann also nicht einfach einen Bericht erstellen lassen und ihn in der Schublade verschwinden lassen. Der Vorteil ist, dass «sensor» in den verschiedensten Settings eingesetzt werden kann. Es gibt einen «sensor» für Gemeinden, für Vereine, für Schulen und für Betriebe. Jeder ist spezifisch auf das jeweilige Setting ausgerichtet. Im «sensor» für Vereine machen wir zum Beispiel Schulungen für Trainer. Da geht es darum, zu lernen, Anzeichen für Gefährdungen zu erkennen und gegebenenfalls richtig zu reagieren. Das heisst, die Eltern zum richtigen Zeitpunkt einzubeziehen, Beratungsstellen anzufragen etc. Ich denke, diese spezifischen Angebote für bestimmte Settings sind unsere Stärke.

Was sind die grössten Probleme bezüglich der Akteure, die Sie mit diesem Projekt ansprechen wollen. Ist es mangelnde Information? Die Angst, etwas falsch zu machen? Gleichgültigkeit? Wo sehen Sie am meisten Handlungsbedarf?

Das Klären der Abläufe ist sehr wichtig. Wenn man weiss, an wen man gelangen kann, wenn man eine Gefährdung entdeckt, ist einem schon sehr geholfen. Als Lehrperson zum Beispiel weiss man in solchen Fällen oft nicht, ob man zum Schulleiter, zur Schulsozialarbeit oder direkt zur Gemeinde gehen soll. Eine Klärung der Abläufe entlastet enorm. Wenn sich eine gewisse Routine einspielt, ist auch die Hemmschwelle tiefer, etwas zu unternehmen. Und man weiss, dass einem durch eine Meldung keine Riesenarbeit entsteht, sondern dass sich Fachleute darum kümmern. Trotzdem: Unsere Arbeit in den Schulen ist sehr aufwendig. Es ist schwierig, die Schulen vom Projekt zu überzeugen.

Das ist ein Stück weit verständlich, wenn man bedenkt, dass die Schulen schon alle möglichen Aufgaben wahrnehmen müssen und die Kernaufgabe – die Wissensvermittlung – schon fast ins Hintertreffen gerät.

Ja, das ist definitiv ein Problem. Und ich kann das auch sehr gut verstehen. Umso mehr betrachte ich es als unsere Aufgabe als Fachstelle, griffige Instrumente anzubieten. Schulen sollten sich nicht auf einen jahrelangen Prozess einlassen müssen, wenn sie bei unserem Projekt mitmachen wollen.

«Die Schwierigkeit besteht darin, die stilleren Schülerinnen und Schüler nicht zu übersehen.»

Man muss ihnen bestehende Modelle anderer Schulen geben können, die sie ihren Verhältnissen anpassen können. Das ist die grosse Herausforderung. Wir müssen einen guten Mittelweg finden zwischen einfachen, pragmatischen und ein Stück weit vorgefertigten Instrumenten und dem Einbeziehen der Schulen in einen Prozess.

Können Sie uns ein, zwei konkrete Fallbeispiele schildern? Wie fallen Jugendliche auf, wer wird dann aktiv? Welche anderen Akteure werden beigezogen und wer hat den Lead?

Die Zusammenarbeit funktioniert so, dass verschiedene Akteure rund um den betroffenen Jugendlichen miteinander ins Gespräch kommen. Wir installieren in den Gemeinden fixe Frühinterven­tionsgruppen, die sich regelmässig treffen und sich über Probleme austauschen, die aufgetreten sind. Das können sowohl neuralgische Problempunkte in der Gemeinde als auch einzelne Jugendliche sein. Es gibt Gemeinden, die sehr stark auf der Ebene des öffentlichen Raums operieren, andere fokussieren eher Einzelfälle.

Wie sind solche Gruppen zusammengesetzt?

Das sind meist Sozialvorsteher, Leute aus der Schule und der Jugendarbeit, zum Teil ist auch die Polizei dabei oder Zuständige für Liegenschaften. Es ist von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich. Wir entwickeln für jede Gemeinde eine individuelle Lösung. Man muss schauen, wer dabei sein muss, wie oft man sich trifft, wie die Sitzungen ablaufen, wie der Datenschutz gehandhabt werden soll und so weiter. Diese Gruppen treffen sich dann regelmässig und tauschen sich über konkrete Fälle und Vorkommnisse aus.

Können Sie uns ein paar solcher Fälle schildern?

Eine Agglomerationsgemeinde hatte zum Beispiel viele Probleme auf einem öffentlichen Platz. Man hat dort dann die Polizeipräsenz verstärkt mit dem Resultat, dass die Jugendarbeit nicht mehr an die Jugendlichen herankam, weil die Jugendlichen sich aus dem Staub gemacht hatten. Da hat man schnell gemerkt, dass das keine Lösung sein kann. Man hat nach einer Lösung gesucht, die sowohl das repressive Element zulässt, die Jugendarbeit aber nicht aussen vor lässt. Da brauchte es das Gespräch zwischen Jugendarbeit und Polizei. Und weil diese zwei Parteien schon Teil der Projektgruppe waren, war die Hemmschwelle auch viel tiefer, das Problem offen anzusprechen und zusammen Lösungen zu suchen. Ein zweites Beispiel bezieht sich auf einen Einzelfall.

«Eine Klärung der Abläufe entlastet enorm. Wenn sich eine gewisse Routine einspielt, ist auch die Hemmschwelle tiefer, etwas zu unternehmen.»

Es ging um eine Familie, die bereits bei verschiedenen Stellen aufgefallen war. Man wusste nicht so recht, was man machen sollte, bis man sich entschied, dass die Familienberatungsstelle mit dieser Familie Kontakt aufnehmen sollte. Man ist also aktiv auf die Eltern zugegangen und hat sie zum Gespräch eingeladen. Die Mutter hat sehr positiv reagiert und gesagt, die Nummer der Beratungsstelle läge schon seit Wochen neben ihrem Telefon, sie hätte es aber nie geschafft anzurufen. Diese kleinen Erfolgsgeschichten zeigen, dass eine Frühinterventionsgruppe genau auf jene Menschen zugehen kann, die den Weg zur Hilfe selbst nicht oder zu spät finden.

Welche Klientel haben Sie?

Vom Alter her intervenieren wir sehr früh. Wir arbeiten zum Teil auch mit Mütter- und Väterberatungen zusammen, weil die sehr früh in den Familien drin sind und erkennen, wenn die Eltern mit den Kindern Schwierigkeiten haben. Solche Fehlentwicklungen lassen sich zu einem sehr frühen Zeitpunkt erkennen.

Das heisst, es handelt sich auch um Kinder im Vorkindergartenalter?

Ja. Und es ist auch gut, dass wir die Probleme so früh angehen. Denn wenn diese Kinder im Jugendalter sind, ist oft schon vieles kaputt. Es ist unser Ziel, die Probleme in einem möglichst jungen Alter anzugehen.

Überspitzt gesagt, wollen Sie die Kinder erreichen, bevor sie anfangen, Cannabis zu rauchen und Alkohol zu trinken.

Ja, genau. Sobald man merkt, dass Eltern mit der Erziehung wirklich massiv überfordert sind und dass dies langfristig für das Kind zu einem Problem werden könnte, sollte man eingreifen. Bevor das Kind oder der Jugendliche zur Flasche greift oder sich anderweitig selbst gefährdet.

Welchen Stellenwert hat F + F in der Fachstelle für Suchtprävention? Wie gross sind die Investitionen für diese Art von Prävention?

F + F ist bei uns ein sehr wichtiger strategischer Schwerpunkt. Wir haben vor drei Jahren beschlossen, hier einzusteigen. Ich schätze, F + F macht bei uns mindestens ein Drittel der Aktivitäten aus.

Das revidierte Betäubungsmittelgesetz sieht in Art. 3 die Meldebefugnis vor. Wie gross sind die Befürchtungen, dass dieser Artikel als eine Art «Denunzia­tionseinladung» missverstanden wird?

Die ganze Datenschutzproblematik ist ein sehr grosses und heikles Thema. Wir befinden uns natürlich in einer Grauzone, was den Austausch von Informationen zwischen verschiedenen Stellen betrifft. Es gibt drei Vorgaben, die wir in jedem Fall einhalten. Es werden keine Sitzungen protokolliert, es werden keine Daten der Vorgeschichte ausgetauscht, sondern nur die aktuelle Situation und mögliche Lösungen besprochen, und es sitzen nur Leute in der Projektgruppe, die von Berufs wegen an eine Schweigepflicht gebunden sind. Es sitzen also keine Privatpersonen in den Gruppen. So versuchen wir, uns auf möglichst sicherem Boden zu bewegen. Momentan klären wir ab, was im Kanton Luzern möglich ist, was man darf. Meine Erfahrung ist, dass die meisten Fachleute im Zweifelsfall das strikte Einhalten des Datenschutzes zugunsten der Hilfe für Kinder und Jugendliche opfern oder zumindest lockern würden.

«Sobald man merkt, dass Eltern mit der Erziehung wirklich massiv überfordert sind und dass dies langfris­tig für das Kind zu einem Problem werden könnte, sollte man eingreifen.»

Schliesslich ist das Wohl des Menschen im Zentrum, und da ist es wichtiger, dass man koordiniert handeln kann und sich nicht gegenseitig behindert. Ich denke, das Sensorium ist bei den meisten vorhanden, dass solche Absprachen einfach nötig und sinnvoll sind. Ich habe keine grossen Bedenken, dass denunziert wird. Ich gehe davon aus, dass diese Meldebefugnis nicht von der breiten Öffentlichkeit wahrgenommen wird. Für mich ist mehr der Austausch zwischen Fachorganisationen im Fokus. Bei diesen gehe ich davon aus, dass sie professionell mit den Daten umgehen. Ich finde, es ist wichtig, dass es eine Lockerung gibt im Informationsaustausch, zum Beispiel zwischen Schulen und Sozialamt. Die Arbeit wird sehr schwierig, wenn das nicht möglich ist.

Was erwarten Sie vom Bund bzw. von RADIX als Unterstützung Ihrer Arbeit an der Basis?

Zunächst ist für uns wichtig, dass für unsere Arbeit weiterhin Mittel zur Verfügung gestellt werden. Inhaltlich steht für mich die Datenschutzfrage im Zentrum. Dass dort etwas gemacht wird, dass der Datenaustausch unter Fachleuten möglich ist. Das sind meine zwei Hauptanliegen. Ansonsten denke ich, dass das Bewusstsein für den Sinn dieser Arbeit vorhanden ist. Da spüre ich viel Unterstützung. Man spürt das Bestreben, den Präventionsfranken wirtschaftlicher einzusetzen. Und Frühintervention ist ein guter Weg, dies zu tun.

Sie sind also überzeugt, dass Frühintervention gut investiertes Geld ist?

Definitiv. Es gibt auch Studien, die belegen, dass sich jeder Präventionsfranken mehrfach ausbezahlt. Ich bin aber auch persönlich tief vom Sinn der Frühprävention überzeugt, wenn ich die Abläufe in den Gemeinden anschaue. Wenn man bei manchen Familien früher investieren und sie ganz zielgerichtet unterstützen würde, käme es viel billiger, als wenn man zehn Jahre später eine Platzierung bezahlen muss. Aber es ist eben manchmal schwierig, die Leute davon zu überzeugen. Denn das sind längerfristige Geschichten und die Wirkung lässt sich nicht so einfach nachweisen.

Woher kommen diese Widerstände?

Ein Beispiel: Sozialpädagogische Familienbegleitung früher einzusetzen, kostet primär mal mehr Geld. Erst längerfristig lässt sich damit etwas einsparen, nämlich durch das Verhindern von späteren, teueren Feuerwehrübungen. Und sobald das aktuelle Budget mehr belastet wird, kommen Widerstände.

Unsere Gesprächspartnerin

Rebekka Röllin Bolzern ist Team- und Programmleiterin Suchtprävention der Fachstelle für Suchtprävention DFI in Luzern. Nach ihrem Studium der Kinder- und Jugendpsychologie war sie während fünf Jahren als Sozialpädagogin in einem Heim für junge Frauen in schweren Entwicklungskrisen tätig. Seit zehn Jahren arbeitet sie bei der Fachstelle für Suchtprävention. Dort leitet sie das Projekt «sensor – erkennen und handeln» und ist ausserdem für den Bereich Gemeinden und Netzwerke zuständig.
Rebekka Röllin Bolzern ist verheiratet und Mutter zweier Kinder im Alter von 10 und 12 Jahren.

sensor – erkennen und handeln

«sensor – erkennen und handeln» ist ein Projekt zur Früherkennung und Frühintervention (F + F) der Fachstelle für Suchtprävention DFI in Luzern. «sensor» zeigt dank einer Standortbestimmung auf, in welchen Bereichen Prävention und Frühintervention nötig sind. Im Rahmen dieses Projektes begleitet die Fachstelle interessierte Institutionen und Betriebe bei der Entwicklung eines Interventionsleitfadens sowie bei der Planung, Umsetzung und Evaluation von zusätzlichen Massnahmen. Die Fachstelle für Suchtprävention bietet «sensor» für fünf verschiedene Settings an: für Gemeinden, Betriebe, Vereine, Schulen und für Berufsschulen und Gymnasien.

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