24.02.2020 Wenn Eltern psychisch krank sind: Kurzfilme helfen weiter

Empfehlung. Was tun, wenn Eltern psychisch krank sind? Das Institut Kinderseele Schweiz beantwortet diese Frage mit sieben Kurzfilmen. Das BAG hat die Produktion der Filme mit Hilfe des Alkoholpräventionsfonds unterstützt.

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Sich ganz allein und hilflos fühlen, weil es der Mutter immer schlechter geht. Für die kleinen Brüder kochen und ihnen bei den Hausaufgaben helfen, weil die Mutter es nicht schafft. Abends nicht einschlafen können aus Angst, nicht alles Nötige erledigt zu haben ... In drei Videos erklären Jugendliche, wie sie unter der psychischen Erkrankung eines Elternteils gelitten haben. Sie erzählen vom Tabu in der Gesellschaft und von Scham, weil es zu Hause anders zugeht als in anderen Familien. Sie berichten von der Verantwortung, die sie übernehmen mussten, im Haushalt, für sich selbst oder für die jüngeren Geschwister.

Die drei Jugendlichen wenden sich an andere Jugendliche in der gleichen Situation und rufen auf, falls nötig, Hilfe zu holen. Und sie erzählen, was ihnen geholfen hat: Gespräche, Sport, Zeit für sich selbst.

In zwei weiteren Filmen teilen ein betroffener Vater und eine Partnerin eines psychisch erkrankten Vaters ihre Erfahrungen. Sie erzählen, wie sie zum Wohle aller lernten, mit der Krankheit offen umzugehen und ihre Probleme Schritt für Schritt anzupacken.

Kurzfilme für Fachpersonen
Zwei weitere Kurzfilme hat das Institut Kinderseele Schweiz für Fachpersonen produziert: Eine Schulsozialarbeiterin und ein Erwachsenenpsychiater erzählen von ihrer Erfahrung im Umgang mit einem psychisch erkrankten Elternteil oder mit den Kindern selbst. Sie erläutern, worauf sie speziell achten und wie sie die Situation ansprechen.

Zu den Filmen
Weitere Filme des Instituts Kinderseele Schweiz

Kontakt

Barbara Christen
Sektion Gesundheitsförderung und Prävention

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